Modellierung von Lawinenabgängen

Die Oberflächenrauhigkeit und die vertikale Struktur der Vegetation bzw. des Geländes sind wesentliche Eingangsparameter für die Modellierung von Lawinenabgängen.

 Inhalt

Mit traditionellen Methoden wie Photogrammetrie oder terrestrischer Vermessung lassen sich diese Parameter jedoch nur sehr schwer und mit hohem Aufwand abschätzen. Der Einsatz eines Laserscanners könnte hier eine innovative Alternative zu den herkömmlichen Messverfahren bieten.

Zielsetzung des Projekts ist die Entwicklung von Algorithmen und Methoden zur automatisierten Extraktion der für die Lawinenmodellierung erforderlichen Parameter aus Laserscannerdaten. In Absprache mit dem Institut für Lawinen- und Wildbachforschung, Innsbruck, und der AVL, Graz, wurden folgende Parameter ausgewählt: 

  • Rauhigkeit der Bodenoberfläche innerhalb und außerhalb des Waldes (Schneisen, Rinnen, Geröll, Buschvegetation, etc.)
  • Hindernisdichte innerhalb (Stammzahlen mit Durchmesserangaben pro Flächeneinheit) und außerhalb (getrennt in Buschvegetation und Grobschutt) des Waldes
  • Stammanzahl
  • Vegetationshöhe für die Modellierung relevante Baumarten
  • Derbholzanteil, modelliert aus der Anzahl der Bäume, Kronendurchmesser, Baumart und Baumhöhe auf Basis ertragskundlicher Erkenntnisse

Weiters wird eine Schnittstelle zum AVL-Modell SAMOS zur Lawinenmodellierung realisiert, indem die oben angeführten Parameter auf verschiedene geometrische Referenzeinheiten (Gridgrößen) hochgerechnet werden. Die Qualität der abgeleiteten Parameter wird anhand von Referenzmessungen im Gelände kontrolliert.

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