Triple-E: Erneuerbare Energie und Ethik
Ein effizienter Einsatz von erneuerbaren Energiesystemen im regionalen Rahmen erfordert zuverlässige und einfach handhabbare Methoden der Entscheidungsunterstützung, die Ressourcen präzise abschätzen, Bedarfe erheben und optimale Technologienetzwerke vorschlagen.
Während die Abschätzung landwirtschaftlicher Potentiale auch kleinräumig heute bereits gut möglich ist, gibt es für den Großteil des Kleinwalds in der Steiermark keine ortsbezogenen Daten über dessen Zustand und das auf der konkreten Fläche zur Verfügung stehende Energieholzpotential. Diese Informationslücke soll mit Hilfe der, in diesem Projekt zu entwickelnden Methode kostengünstig geschlossen werden. Damit kann die nachhaltig mögliche Mehrnutzung im steirischen Wald von rund 2 Millionen Erntefestmeter angesprochen werden.
Diese präzise Darstellung der Forstpotentiale im regionalen Kontext wird verknüpft mit bereits erprobten Methoden zur Abschätzung landwirtschaftlicher Potentiale und der Entwicklung optimaler Technologienetzwerke zur Nutzung regionaler Ressourcen und Deckung regionaler Bedarfe.
Mit dem Einsatz Erneuerbarer Energie sind auch gesellschaftliche Fragestellungen verbunden. Gerade Energie aus Biomasse wird kontroversiell diskutiert. Die Konkurrenz zwischen „Teller und Tank“ durch die direkte energetische Verwertung von Lebensmitteln, aber auch die befürchtete Flächenkonkurrenz zwischen land- und forstwirtschaftlicher Produktion und „Energieproduktion“ sind Gegenstand ethischer Diskussionen auf regionaler wie internationaler Ebene. Im vorliegenden Projekt werden - als Ergebnis eines moderierten Stakeholder-Diskussionsprozesses - in die Entwicklung des digitalen Inventur- und Planungsinstruments für Politik und Verwaltung daher auch ethische Aspekte von Nutzungsentscheidungen zur Biomasse integriert.
Projektlaufzeit: 1.1. 2010 – 31.10. 2011
Ansprechperson für Ethische Aspekte: Ingrid Kaltenegger




