eXhibition:editor3D

Das Verwenden von digitalen Inhalten in "Gedächtnisinstitutionen" ist in den letzten Jahren mehr und mehr Standard geworden. Vor allem im Bezug auf Webseiten und Multimedia-Stationen innerhalb von Ausstellungen, aber auch Archive, Bibliotheken und ähnliche Organisationen bedienen sich der Möglichkeiten.

Dreidimensionale Repräsentationen von Ausstellungen sind dennoch selten und wenn vorhanden, oft geprägt vom Fehlen einer klaren systematischen Gliederung der Inhalte. Dies ist darauf zurückzuführen, dass es an didaktischen und benutzerfreundlichen Strategien mangelt, um virtuelle Welten sinnvoll und in einer aus museologischer Sicht richtigen Darstellung herzustellen. Es gab bisher kein Werkzeug, das es einem Kurator oder Ausstellungsplaner ermöglichte, ein virtuelles Abbild einer realen Ausstellung zu erzeugen.

Um diese Problematik zu lösen, wurde vom Institut DIGITAL in Zusammenarbeit mit dem Technischen Museum Wien eine prototypische Applikation entwickelt.

Der "medien.schau.editor" sollte es Benutzern mit durchschnittlichem PC-Anwenderwissen durch eine einfach gehaltene grafische Benutzeroberfläche ermöglichen, komplexe Ausstellungen in eine digitale und dreidimensionale Form zu bringen. Die wichtigsten Arten digitaler Inhalte wie Bilder, Audio und Video, werden direkt unterstützt und können auf einer Arbeitsfläche, die den Ausstellungsraum darstellt, frei positioniert werden. Interaktive Elemente und geführte Rundgänge tragen ebenfalls zum multimedialen Erlebnis des Besuchers bei. Die Applikation wird zurzeit am Technischen Museum verwendet, um die bestehende Schau "medien.welten" um zusätzliche Inhalte, Medien und Informationstexte zu erweitern.

Aus dem Ergebnis dieser Entwicklungsarbeiten ist nun durch intensive Weiterentwicklung ein Software Produkt mit dem Namen "eXhibition:editor3D" entstanden.           

Die Applikation erlaubt es, verschiedene Anwendungsfälle abzudecken. Museen können den Editor auch als Werkzeug zur Ausstellungsplanung verwenden. Dabei können Abbilder von Objekten an bestimmten Positionen und in der geplanten Reihenfolge innerhalb eines virtuellen Raumes vorab betrachtet werden, um die optimale Positionierung der Exponate zu testen. Durch die Simulation von Annäherung eines Besuchers an ein Ausstellungsstück, kann die bestmögliche Zusammenstellung einer Schau bereits in der Planungsphase realistisch evaluiert werden.

Zusätzlich bietet das Programm auch die Möglichkeit in Präsentationen, die üblicherweise mit MS Powerpoint oder Keynote (Apple) erstellt werden, durch die Dreidimensionalität eine zusätzliche spannende Komponente einzubringen. In einer bald verfügbaren zukünftigen Version wird es auch möglich sein, bestehende 3D Modelle in die Ausstellung/Präsentation zu integrieren. Eine Produktpräsentation kann so mit einem Werkzeug zusammengestellt werden und sowohl Textinformationen, Tonspuren und Filme, als auch eine dreidimensionale interaktive Darstellung des Produktes enthalten.

Weiters kann auch an eine Nutzung im privaten Umfeld gedacht werden. Fotos können auf neue und spannende Weise Interessierten im Internet oder über einen Projektor gezeigt werden. Die Möglichkeit Soundeffekte und Musik sowie Filme mit den Bildern zu verbinden, eröffnet neue Wege der Präsentation von Urlaubsfotos.

Eine Demoversion der Software und weitere Informationen finden Sie unter:  www.exhibition3d.at

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