Nachlese Veranstaltung Dezember 2009
Gender Budgeting und Forschungsförderung
11. Dezember 2009 von 9:30 -13:00 Uhr
Haus der Forschung, Sensengasse 1, 1090 Wien
veranstaltet von der genderAG
Dass die Verteilung finanzieller Ressourcen mittel- und unmittelbar Einfluss auf die Lebens- und Geschlechterverhältnisse in einer Gesellschaft hat, ist bekannt. Mit dem Beschluss des neuen Haushaltsrechts am 11.12.2009 im Parlament wurde nun Gender Budgeting, also die systematische Analyse der Mittelverteilung und Wirkung auf die Gleichstellung, auf allen Steuerungsebenen verankert. Zukünftig müssen Budgeterstellung und Durchführung somit zur tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern beitragen. Innerhalb Europas nimmt Österreich damit eine Vorreiterrolle im Bereich geschlechtergerechter Budgetplanung und Budgetgestaltung ein.
Was Gender Budgeting für die Forschungsförderung bedeuten kann und welche Ansatzpunkte bereits identifiziert werden können, wurde am 11.12.2009 in einer Veranstaltung der genderAG im Haus der Forschung gemeinsam mit ExpertInnen diskutiert. Ziel war es, Erfahrungen aus unterschiedlichen Bereichen zu bündeln, um das vielfach noch recht abstrakte Thema greifbarer zu machen.
Unter der Moderation von Karin Bauer wurde die Veranstaltung mit einem Fachinput von Regina Frey vom Genderbüro in Berlin eröffnet. In der anschließenden Podiumsdiskussion stellten österreichische ExpertInnen ihre Erfahrungen und ihr Wissen zur Verfügung. Nach einer regen Diskussion zwischen Podium und Publikum waren sich abschließend alle TeilnehmerInnen einig, dass das Thema insgesamt und im Besonderen auch für die Forschungsförderung wichtig ist.
Gender Budgeting ermöglicht neben einer transparenteren Verwaltung auch eine transparentere Forschungsförderung und damit eine transparentere Vergabe von öffentlichen Mitteln. Wissen, Kompetenz, politische Verantwortung wie auch entsprechende Vorgaben von den Forschungsförderern und entsprechende Kriterien bei der Vergabe der Förderungsmittel braucht es in der Zukunft, um die notwendigen Veränderungen der Rahmenbedingungen in der Forschungswelt in Österreich herbeizuführen.
Nachlese in Druckversion (Download PDF)
Details und Fotos siehe http://www.ffg.at/content.php?cid=965

