Projekte
Gesundheitsmanagement - Public Health
Aufbau eines Benchmarkingsystems in der Geriatrie
Ziel dieses Projektes ist es, ein System aufzubauen, das es den AG/R-Stationen in Österreich ermöglicht, einfach und zeitsparend offenes Benchmarking zu betreiben und so die Qualität der Betreuung in AG/Rs einem stetigen Verbesserungsprozess zu unterziehen.
Aufbau eines Review Centers für die didaktische Aufbereitung von evidenzbasierter, medizinischer Information
Ziel dieses Projektes war die Entwicklung und Implementierung eines Zentrums, welches für „Health Care Professionals“ didaktische Reviews über die Wirksamkeit und die Effizienz therapeutischer Interventionen in deutscher Sprache erarbeitet und über Internettechnologie bereitstellt.
Best Information through Regional Outcomes (BIRO)
Dieses von der Generaldirektion für Gesundheit und Verbraucherschutz der Europäischen Kommission finanzierte Projekt sieht die Entwicklung eines Informationssystems vor, welches ad hoc die evidenz- und bevölkerungsbasierte Aufbereitung von Informationen zu Diabetespatienten ermöglicht, um Vorsorge, koordinierte Versorgung und Outcome-Management auf einer breiten Basis zu koordinieren
Gesundheits-Informationssystem Steiermark (GeISt v2.0)
Das Hauptziel von GeISt v2.0 ist die Bereitstellung von Informationen aus Routinedaten des Gesundheitswesens in benutzerfreundlicher Form. Experten soll mit GeISt v2.0 ein geeignetes Analyse- und Planungsinstrument zur Verfügung gestellt und somit der Zugang zum komplexen und umfangreichen Datenmaterial des steirischen Gesundheitssystems ermöglicht werden.
Gründe für den Insulinpumpenabbruch bei Jugendlichen
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Hypertonie-Schulungsprojekt herz.leben
Die Ziele sind eine Intensivierung der antihypertensiven Therapie unter aktiver Miteinbeziehung der Patienten, die Senkung der kardiovaskulären Morbidität und Mortalität durch verbesserte Kontrolle der Hypertonie und die Qualitätssicherung der Hypertoniebehandlung durch Dokumentation und Evaluation des Projektes.
Hypertonie-Schulungsprojekt herz.leben – Implementierungsstudie
Zur Evaluierung der herz.leben Schulung und zur Evaluierung von Remindern wird eine randomisierte kontrollierte Studie durchgeführt. Dazu werden ca. 450 Patienten in 30 Zentren randomisiert, wobei die Randomisierung auf Basis von dokumentierten Daten erfolgt.
Konzepterstellung für Disease Management in Österreich
Im Rahmen eines Innovationsprojektes des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger wurden vom Institut für Medizinische Systemtechnik und Gesundheitsmanagement im Auftrag der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse Voraussetzungen und Komponenten für Disease Management in Österreich erarbeitet. Zusätzlich wurde ein umsetzungsfähiges Konzept für ein Disease Management Programm (DMP) Diabetes mellitus Typ 2 ausgearbeitet.
Kostenanalyse zur mobilen Palliativbetreuung in Graz
In dieser Analyse wurden finanzielle Verschiebungseffekte untersucht und dargestellt, die durch mobile Palliativbetreuung in Graz zu erzielen sind. In einer detaillierten retrospektiven Datenanalyse anhand stationärer und extramuraler Verrechnungsdaten wurden Betreuungspfade rekonstruiert und anhand einer gematchten Gruppe nach ökonomischen Effekten bewertet. Die nachweisbaren und quantifizierten Effekte dieser Betreuungsintervention waren Grundlage für eine Vereinbarung zum finanziellen Lastenausgleich zwischen den einzelnen Kostenträgern in Vorbereitung der Regelversorgung, die mittlerweile sicher gestellt wurde.
Kosteneffektivitätsanalyse für Fußpflege bei Patienten mit Diabetes mellitus
Auftrag für das Institut war eine prospektive modellbasierte Kostenanalyse zu strukturierter Fußpflege bei Diabetikern mit hohem Läsionsrisiko und in Verbindung dazu eine Bedarfsanalyse für die Steiermark. Dafür wurden Markov-Modelle entwickelt und umfangreiche interventionsrelevante Kostenerhebungen durchgeführt.
Offenes Benchmarking DMP Deutschland
Mit der Einführung der Disease Management Programme wurde in Deutschland eine flächendeckende Infrastruktur zur Datenerfassung geschaffen. Alternativ zur Datenerfassung auf Papier wird in vielen Bundesländern die elektronische Erfassung von Daten und Übertragung im einheitlichen, von der KBV (Kassenärztlichen Bundesvereinigung) veröffentlichten, SCIPHOX Datenformat durchgeführt. In den Disease Management Programmen Diabetes mellitus ist in Deutschland kein offenes Benchmarking vorgesehen.
Projekt zur Restrukturierung der nephrologischen Versorgung in der Steiermark
Ziel dieses Projektes war die Analyse der Versorgungssituation rund um Patienten mit terminalem Nierenversagen und die Ausarbeitung eines Konzeptes zur nachhaltigen Verbesserung der Versorgungssituation sowie Vorbereitung der Versorgungsstrukturen auf die zu erwartenden steigenden Inzidenzraten in den nächsten Jahren. Die in erster Linie prozessorientierten empfohlenen Maßnahmen befinden sich nun im gesamten Bundesland bereits in Aufbau.
Qualitätsmanagement und Register für Hepatitis C
Das Institut für Medizinische Systemtechnik und Gesundheitsmanagement entwickelte in Zusammenarbeit mit der „aCtion Hepatitis C“ eine Webanwendung für die elektronische Dokumentation von HCV-positiven Personen. Die Webanwendung basiert auf dem Kernmodul der Qualitätsmanagementanwendung Healthgate BARS.
Qualitätssicherung in der Diabetologie
Das Forum Qualitätssicherung in der Diabetologie (FQSD) ist eine Initiative zur Verbesserung der Qualität in der Betreuung von Patienten mit Diabetes mellitus und damit assoziierten chronischen Krankheiten, die in Österreich und Deutschland aktiv ist.
Die Initiative wurde Anfang der 90er Jahre in Deutschland gegründet und entstand 1996 in Österreich. Die Ziele des Forums sind der Ausbau der Vernetzung des intra- und extramuralen Bereiches unter Anwendung informationstechnologischer Verfahren sowie der Transfer von evidenzbasiertem Wissen zu den praktisch tätigen Ärzten. Anhand des WHO DiabCare Basic Information Sheet (BIS) werden strukturiert medizinische Parameter zu intermediären Outcomes (HbA1c, Blutdruck etc.) und Folgeschäden (z.B. Infarkt, Amputationen, Erblindungen etc.) erhoben und analysiert.
Regionaler Strukturplan Gesundheit Steiermark
Mit dem Österreichischen Strukturplan Gesundheit 2006 ging die Verantwortung der Leistungsangebotsplanung für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung erstmals vom Bund auf die einzelnen Bundesländer über. Das Institut für Medizinische Systemtechnik und Gesundheitsmanagement hatte den Auftrag, die gesamte Versorgungsstruktur für die Steiermark zu planen. Dies geschah erstmals in Österreich auf Basis umfangreicher Datenanalysen und des tatsächlichen Leistungsgeschehens, wofür für die ambulante Versorgung eine vollkommen neue Methode entwickelt wurde.
Schulungsprojekte für PatientInnen mit Typ 2 Diabetes
Im Herbst 2000 wurde in Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen das erste Schulungsprojekt für nicht insulinpflichtige Typ 2 Diabetiker in der Steiermark ins Leben gerufen. Ziel war es, durch gezielte Schulung der PatientInnen im niedergelassenen Bereich das Auftreten der Folgeerkrankungen einzuschränken und den selbstbewussten Umgang mit der Krankheit zu fördern. Das Institut konzeptionierte das Projekt und betreute das Dokumentations- und Qualitätsmanagement. Abschließend wurde umfangreiche Effektbewertungen durchgeführt. In den Folgejahren wurden in ähnlicher Weise vergleichbare Projekte in den Bundesländern Salzburg, Wien und Kärnten begleitet.
Studie zum Schulungs- und Behandlungsprogramm für Patienten ab 60 mit oraler Antikoagulation (SPOG60+)
Das Ziel der SPOG 60 Studie ist es, den Einfluss der Teilnahme an einem strukturierten Schulungs- und Behandlungsprogramm für ältere Patienten (Alter über 60 Jahre) mit oraler Gerinnungshemmung (SPOG) auf folgende Behandlungsparameter in einem multizentrischen, prospektiven, randomisierten Design zu untersuchen.
Systematische Übersichtsarbeiten und Metaanalysen zur Evidenz für Insulinpumpentherapie
Dieses Projekt hatte das Ziel, die verfügbare wissenschaftliche Literatur nach bestehender Evidenz zur Wirksamkeit der Insulinpumpentherapie bei Patienten mit Diabetes mellitus zu untersuchen und dahingehend zu analysieren, ob die Pumpentherapie Vorteile im Vergleich zu einer intensivierten Insulintherapie mittels subcutaner Injektionen aufweist.
Unterstützung bei der Erstellung von Anträgen für Reformpool Projekte
Das Institut unterstützt in zahlreichen Projekten Antragsteller in der Phase der Vorbereitung und Umsetzung von Projektanträgen im Gesundheitswesen, die eine öffentliche Finanzierung zum Ziel haben. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der organisatorischen Strukturierung sowie der Konzeptionierung von Dokumentation und Evaluation, sowie der antragsinhärenten Abschätzung der finanziellen Auswirkungen auf das Gesundheitssystem.
Vorsorgeuntersuchung neu
Im Zuge der Entwicklung der Vorsorgeuntersuchung-Neu arbeitete das Institut für Medizinische Systemtechnik und Gesundheitsmanagement an der Erstellung der Erfassungsinstrumente. Die entwickelten Instrumente wurden anschließend in einer Zeitbedarfserhebung erprobt und befinden sich nun in ganz Österreich als einheitliches Dokumentationsinstrument im Einsatz.
www.healthgate.at
Auf www.healthgate.at werden Web-Anwendungen zur Verbesserung von Arbeitsabläufen und der Qualität im Gesundheitswesen angeboten.
Gesundheitsinformatik
Cluster Informationssystem human.technologie.styria
Der human.technologie Cluster Styria (HTS) hat es sich zum Ziel gesetzt, im Bereich Humantechnologie tätige Partner in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu vernetzen und so Kooperationen in Medizin und Technik zu fördern.
Datenmanagement Konzept DMP-Ö
Dieses Projekt umfasste die Erarbeitung von Anwendungsfällen und Umsetzungsszenarien für Schnittstellen zu externen Systemen für die IT Unterstützung von Disease Management Programmen.
Elektronische Patientenakte für Diabetes mellitus
In diesem Projekt wurde eine elektronische Patientenakte für Diabetesambulanzen entwickelt, um die Arbeit von medizinischem Personal Arbeit im Bereich Diabetes mellitus zu erleichtern und die elektronische Dokumentation der Patientendaten ermöglichen.
Entwicklung des Informationssystems zur DMP Administration in Österreich
Im Rahmen einer Ausschreibung wurde im März 2006 die Umsetzung des Informationssystems zur österreichweiten Administration von Disease Management Programmen an JOANNEUM RESEARCH vergeben.
Erweiterung des DMP Informationssystems zur Administration von Patientenschulungen
Disease Management Programme, insbesondere für Diabetes mellitus, beinhalten im Kern Module für Schulung und Empowerment von Patienten. In diesem Projekt wurde das DMP Informationssystem um Funktionen zur Administration von Schulungsprogrammen und Schulungskursen sowie Partnern und deren Ausbildungen ermöglicht.
Gesundheits-Informationssystem Steiermark (GeISt v2.0)
Das Hauptziel von GeISt v2.0 ist die Bereitstellung von Informationen aus Routinedaten des Gesundheitswesens in benutzerfreundlicher Form. Experten soll mit GeISt v2.0 ein geeignetes Analyse- und Planungsinstrument zur Verfügung gestellt und somit der Zugang zum komplexen und umfangreichen Datenmaterial des steirischen Gesundheitssystems ermöglicht werden.
Information Retrieval und Textklassifikation
Vom Suchen und Finden von Informationen in der Elektronischen Patientenakte
Am Institut für Medizinischen Systemtechnik und Gesundheitsmanagement wurde gemeinsam mit dem Träger der Steirischen Krankenanstalten der Prototyp eines klinischen Information Retrieval Systems entwickelt. Das Ergebnis der Zusammenarbeit zeigt einen möglichen Weg, relevante medizinische Informationen aus klinischen Freitextdokumenten zu gewinnen.
Freitexte wie Arztbriefe, Befundberichte oder Dekurse spielen in der medizinischen Dokumentation eine bedeutende Rolle. Sie dienen primär der menschlichen Kommunikation und beinhalten entscheidungsrelevante medizinische Informationen. Die geringe Strukturierung, die Ambiguität bzw. die Redundanz der Textinhalte stellen die Medizinische Informatik vor eine schwierige Aufgabe. Die Einführung von Elektronischen Patientenakten (EPA) in Spitälern bzw. Spitalsverbünden verschärft die Problematik, da die gesamte medizinische Dokumentation der Patienten elektronisch abgebildet wird.
Die Steiermärkische Krankenanstalten Ges.m.b.H. (KAGes) führte im Jahr 2004 ein Verwaltungssystem für EPAs ein. Dieses System beinhaltet unter anderem eine stetig steigende Zahl von klinischen Freitextdokumenten. Um die Entscheidungsfindung von Ärzten zu erleichtern, wurden in diesem Projekt Methoden zur Auffindung relevanter medizinischer Informationen und Methoden zur Klassifikation von klinischen Freitextdokumenten in medizinische Fachbereiche analysiert und implementiert.
Dazu wurde ein Design Model eines Medizinischen Information Retrieval Systems entwickelt und ausgewählte Komponenten als Prototyp implementiert. Das Model basiert auf J2EE Technologien und Open-Source Frameworks wie Apache Lucene (Information Retrieval) und WEKA (Dokumenten-Klassifikation). Der implementierte Prototyp wurde basierend auf 18.000 klinischen Freitextdokumenten aus dem EPA-System der KAGes evaluiert. Die erzielten Ergebnisse der Klassifikation sind mit Ergebnissen von publizierten Studien vergleichbar. Die aus der Dokumentenklassifikation gewonnen Metadaten, wurden zur verbesserten Auffindung patientenrelevanter Informationen in diesen klinischen Freitextdokumenten verwendet.
Abbildung 1 gibt einen Überblick über die wesentlichen Module der Systemarchitektur: Unstrukturierte klinische Freitextdokumente werden aus der Elektronischen Patientenakte eines Patienten durch das DATENBANK-Modul angefordert. Anschließend werden die Dokumente im KLASSIFIKATIONS-Modul in zuvor definierte medizinische Fachbereiche kategorisiert. Das INDEXIERUNGS-Modul extrahiert Index-Terme – Terme, die den Inhalt beschreiben – aus den Dokumenten und speichert diese Information, zusammen mit vorhandenen Metadaten, sowie die durch die Dokumentenklassifikation ermittelten medizinischen Fachbereiche des Dokuments, im INDEX.
Der Benutzer definiert seine Suchanfrage über das BENUTZEROBERFLÄCHEN-Modul. Die Benutzeranfrage, bestehend aus Termen und Metadaten, wird an den INDEX weitergeleitet und klinische Textdokumente werden nach Relevanz sortiert an den Benutzer zurückgeliefert. Durch die Auswahl von medizinischen Fachbereichen in der Benutzeroberfläche kann der Benutzer direkt Einfluss auf die Relevanz der zurück gelieferten Dokumente nehmen.
Im Hinblick auf die Integration in die Elektronische Patientenakte des klinischen Informationssystems der KAGes bietet der der Prototyp eine gute Möglichkeit die Suchfunktionalität zu verbessern. Zusätzlich zur Generierung von Metadaten durch die automatisierte Klassifikation ist für die Zukunft der Einsatz eines Thesaurus zur Verbesserung der Benutzersuchanfrage durch medizinische Synonyme, Hyperonyme, Hyponyme und Akronyme geplant. Dadurch wird es möglich unterschiedliche Schreibweisen von Dokumentverfasser und Abfragenden zu überwinden und die Trefferquote zu erhöhen. Zusätzlich wird an einer übersichtlichen Darstellung der gewonnen Informationen mittels Visualisierungsmethoden geforscht.
Informationsmanagement für ärztliche Qualitätszirkel
Die Sicherung und Verbesserung von Qualität in der ärztlichen Tätigkeit ist eine grundlegende Voraussetzung für eine patienten- und bedarfsgerechte, fachlich qualifizierte und wirtschaftliche medizinische Versorgung auf hohem Niveau. Durch die steigenden Anforderungen an Qualitätsstandards in der Patientenbehandlung wurde in den letzten Jahren ein merklicher Anstieg der Zahl eingerichteter Qualitätszirkel in ganz Österreich verzeichnet. Damit stieg der Aufwand für die Verwaltung und die Menge der von den einzelnen Zirkeln erarbeiteten Informationen und Daten. Das Qualitätszirkel-Informationssystem knüpft an diesem Punkt an.
Qualitätsmanagement Informationssystem Healthgate BARS (Benchmarking and Reporting System)
Healthgate BARS (Benchmarking And Reporting Service) bietet Ärzten die Möglichkeit, zur Qualitätssicherung der Betreuung chronischer Krankheiten, Patientendaten in standardisierten Formularen zu dokumentieren. Auf Basis dieser Daten werden Qualitätsberichte erstellt, und jeder Benutzer kann online selbst Auswertungen durchführen und aus offenem Benchmarking Verbesserungspotential ableiten.


