Inneninspektion von Gusskokillen
Bei der Erzeugung von Edelstahl wird der flüssige Stahl in Gussformen (Kokillen) gegossen, um nach dem Aushärten in unterschiedlichsten Walzprozessen weiterverarbeitet zu werden.
Inhalt
Dabei ist die Kokille einer sehr großen thermomechanischen Belastung ausgesetzt, die sie nach etwa 100 Einsätzen unbrauchbar macht. Der Zeitpunkt der Ausmusterung hängt im wesentlichen von der Beschaffenheit der Kokilleninnenwand ab, die jedoch auf Grund der relativ großen Länge und des kleinen Querschnitts der Gussform nicht gut einsehbar ist. Die Inspektion der Kokilleninnenwand erfolgte daher bisher nur qualitativ durch einen Mitarbeiter der Fa. Böhler ? mit den oben genannten Problemen und der zusätzlichen Schwierigkeit einer subjektiven und damit schlecht reproduzierbaren Inspektion.
Um dieses Problem zu lösen, wurde von JOANNEUM RESEARCH ein automatisches Bildverarbeitungssystem entworfen, mit dessen Hilfe die Kokilleninnenwand ganzflächig und objektiv beurteilt werden kann. Das in diesem Projekt entwickelte automatische System kann den Prüfprozess erstmals quantifizieren, d.h. alle relevanten Größen, wie etwa Länge, Anzahl und Verteilung von Rissen, können präzise ausgewertet werden. Ein weiterer Vorteil der automatischen Inspektion besteht in der Gewährleistung reproduzierbarer Ergebnisse.





