Nachlese zur Konferenz "Creating Innovation" 19.10.2009
Die Konferenz "Creating Innovation" wurde vom BMVIT gemeinsam mit der Wiener Zeitung und JOANNEUM RESEARCH durchgeführt.

Eröffnung mit Improtheatergruppe
"Theatre Works"

v.l.n.r.: Oberzaucher (bmvit), Polt (JR), Tinagli,
Rickards, v.r.: Schiffbänker (JR)

Podiumsdiskussion, l.: Polt, JR
Kultur der Kreativität und Innovation - die Konferenz "Creating Innovation" im Tagungszentrum Schloss Schönbrunn
"Creating Innovation" widmete sich der Bedeutung von Kreativität und Innovation in modernen wissensbasierten Gesellschaften. Das Europäische Jahr der Kreativität und Innovation 2009 bildete den Rahmen dieser Veranstaltungdie vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie gemeinsam mit der Wiener Zeitung und JOANNEUM RESEARCH, Institut für Technologie und Regionalpolitik Wien, durchgeführt wurde.
Der Vormittag war durch zwei spannende Keynote-Vorträge von internationalen ReferentInnen geprägt. Tudor Rickards von der Manchester Business School zeigte in seinem Vortrag auf eindrückliche Weise wie sich die Vorstellung von Kreativität seit der Antike bis in die Gegenwart verändert hat und welche Implikationen dies für die Förderung von Kreativität in wissensbasierten Gesellschaften mit sich bringt. Irene Tinagli, zurzeit an der Carlos III Universität in Madrid tätig, zeigte anhand der ökonomischen Umbrüche und Veränderungen in amerikanischen und europäischen Städten welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um als kreativer Cluster in einem globalisierten Wettbewerb bestehen zu können.
Der Nachmittag war durch Diskussionen zur Förderung von Kreativität in Organisationen im Format der Innovative Speed Tables und durch ein Creativity Lab geprägt, in dem die Kreativität der TeilnehmerInnen in Form von Gruppenarbeiten und durch Inputs von Barry Hewson stimuliert wurde. Zusätzlich bot die Konferenz eine Präsentationsplattform für Ideen und Produkte aus den Creative Industries, die gemeinsam mit der Pecha Kucha Night Vienna veranstaltet wurde.
Die abschließende Podiumsdiskussion widmete sich der Frage, welche Auswirkungen die gegenwärtige Krise auf Kreativität und Innovation zeitigt. Das Podium – Wolfgang Polt (Joanneum Research), Mario Kubista (Wienerberger), Eric Pöttschacher (shapeshifters) und Irene Tinagli – war sich darin einig, dass die Krise keine gute Zeit für Innovationen darstelle.
Die Konferenz machte vor allem darauf aufmerksam, dass in der Gestaltung der gesellschaftlichen, kulturellen und organisationalen Rahmenbedingungen ein großes Potenzial für die Förderung von Kreativität und Innovation liegt. So stimmten beide Keynote Speaker darin überein, dass Kreativität kein rein individuelles Phänomen sei, sondern wesentlich durch kontextuelle Faktoren beeinflusst werde. Eine Kreativität und Innovation fördernde Kultur ist eine zentrale Voraussetzung für einen erfolgreichen Weg in eine kreative, wissensbasierte Gesellschaft.
Link zu einer ausführlicheren Nachlese: http://www.creating-innovation.at/nachlese/


