Besucherrekord bei der Langen Nacht der Forschung
Über 1500 BesucherInnen begaben sich am 7. November auf Schnuppertour und begutachteten ausgewählte Forschungsbeispiele der steirischen Denkschmiede JOANNEUM RESEARCH.
Mit dem Schwerpunkt „Sicherheit“ präsentierte sich die steirische Forschungsgesellschaft letzten Samstag von Sonnenuntergang bis Mitternacht einem breiten Publikum quer durch alle Generationen. Welche Organe sind bei Diabetes betroffen und was müssen PatientInnen beachten? Was kann man gegen biologische Kampfstoffe tun und vor allem: wie kann man sie aufspüren? Der Begriff "Dunkelziffer" ist uns im Bereich Kriminalität allen bekannt. Aber wie kann man diese seriös abschätzen? Wie klingen ein Jackpot oder ein Fisch in einem virtuellen Aquarium?
Das waren Fragen, die von den engagierten ForscherInnen eine Nacht lang beantwortet wurden. Besonderes Interesse fand dabei ein Programm, welches die ca. 2500 Kameras auf Österreichs Autobahnen nutzen kann und binnen einer Sekunde erkennen kann, ob ein/e Geisterfahrer/in unterwegs ist. Selbst bei schwierigen Umweltbesingungen (Schneefall, Regen, Scheinwerferkegel usw.) werden die GeisterfahrerInnen-Bewegungsmuster automatisch erkannt und es können unmittelbar Sofortmaßnahmen ergriffen werden.
Angesichts der aktuellen Glühbirnen-Debatte wollten viele BesucherInnen mehr über die Vorteile von Leichtdioden erfahren. Verbrauchen diese doch um 90% weniger Energie und haben eine 50-mal höhere Lebensdauer! Nanotechnologie macht es möglich, dass die Leuchtdioden angenehmes weißes Licht abgeben, wie es eben auch die Sonne und die vertrauten Glühbirnen tun.
Bei Naturkatastrophen, wie Hochwasser, Erdrutschen oder Waldbränden, bieten aktuelle Aufnahmen aus der Luft umfassende und übersichtliche Informationen, welche die Koordination von Einsatzgruppen und die damit verbundenen Hilfeleistungen effizienter gestalten. Hier haben Grazer ForscherInnen in Zusammenarbeit mit der Diamond Airborne Sensing GmbH ein flugzeug-basiertes Aufnahmesystem entwickelt, welches es ermöglicht, rasch optische wie auch thermale Bilddaten eines betroffenen Gebietes aufzunehmen. Diese dienen als Grundlage für Entscheidungen zur effizienten Katastrophenbekämpfung oder für Evakuierungs-Maßnahmen.






