{"id":2405,"date":"2022-11-23T11:14:48","date_gmt":"2022-11-23T10:14:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.joanneum.at\/coremed\/?p=2405"},"modified":"2023-10-16T11:15:58","modified_gmt":"2023-10-16T09:15:58","slug":"bewegung-als-schluessel-zu-ewiger-jugend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.joanneum.at\/coremed\/bewegung-als-schluessel-zu-ewiger-jugend\/","title":{"rendered":"Bewegung als Schl\u00fcssel zu ewiger Jugend"},"content":{"rendered":"<p>Wer rastet, der rostet: Eine aktuelle Studie von COREMED, Zentrum f\u00fcr Regenerative Medizin und Pr\u00e4zisionsmedizin,\u00a0 und der Med Uni Graz belegt die junghaltende Wirkung von k\u00f6rperlicher Bewegung auf zellul\u00e4rer Ebene: Regelm\u00e4\u00dfige Bewegung kann Prozesse des Alterns positiv beeinflussen und nachweislich verlangsamen. Unterschiede des biologischen Alters k\u00f6nnen zwischen Personen, die Sport betreiben und Personen, die keinen Sport betreiben \u00fcber 10 Jahre betragen. Bisher wurde zwar noch kein Wundermittel der ewigen Jugend gefunden, allerdings mag die L\u00f6sung hier naheliegender sein, als man denkt: Studien lassen hoffen, dass regelm\u00e4\u00dfige Bewegung zum Schutz und Erhalt unserer Zellen beitr\u00e4gt und uns so nicht nur ges\u00fcnder, sondern auch langsamer altern l\u00e4sst.<\/p>\n<h2>Eine Frage der L\u00e4nge der Telomere<\/h2>\n<p>Die Medizinerin und Sportwissenschafterin Mag.a\u00a0Dr.in Marlies Schellnegger\u00a0von COREMED erkl\u00e4rt das so: \u201eDieser sch\u00fctzende Effekt l\u00e4sst sich anhand der Telomerl\u00e4nge feststellen. Telomere sind zellul\u00e4re Marker des biologischen Alters. Diese Marker kann man sich wie Schutzkappen auf den Enden unserer Chromosomen vorstellen; mit jeder Zellteilung verk\u00fcrzen sich die Telomere, wodurch es mit der Zeit zum Zelltod kommt.\u201c Nun hat sie mit Co-Autorinnen und -Autoren eine\u00a0<a href=\"https:\/\/sportsmedicine-open.springeropen.com\/articles\/10.1186\/s40798-022-00503-1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Studie im Sports Medicine<\/a>\u00a0publiziert, die aufzeigt, dass regelm\u00e4\u00dfige Bewegung genau in diesen Prozess eingreift. Bewegung aktiviert die zellul\u00e4ren Vorg\u00e4nge, welche die Telomere sch\u00fctzen und sogar verl\u00e4ngernd wirken. Zwar drehen auch gut erhaltene oder l\u00e4ngere Telomere die Zeit nicht zur\u00fcck, doch sind sie mitunter daran beteiligt, ges\u00fcnder und agiler zu altern. Denn, so Schellnegger: \u201eK\u00fcrzere Telomere werden nicht nur mit vorzeitiger Zellalterung in Verbindung gebracht, sondern auch mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Tumor- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Damit werden einmal mehr die gesundheitlichen Benefits von regelm\u00e4\u00dfiger Bewegung unterstrichen.\u201c Die gute Nachricht ist: Man muss sich nicht jeden Tag sportlich komplett verausgaben, um positive Effekte zu erzielen. Moderate Bewegung mindestens drei Mal pro Woche soll bereits ausreichen, um die Telomere zu sch\u00fctzen und damit den Alterungsprozess zu beeinflussen.<\/p>\n<h2>Eine alternde Gesellschaft<\/h2>\n<p>Gesund zu altern ist nicht nur wichtig f\u00fcr den Erhalt der eigenen Lebensqualit\u00e4t, sondern auch f\u00fcr die Bew\u00e4ltigung einer drohenden medizinischen Versorgungskrise. Wirft man einen Blick auf demografische Prognosen, soll sich bis 2050 die Altersgruppe der \u00fcber 60-J\u00e4hrigen verdreifachen; gleichzeitig ist die Altersgruppe 85+ jene, die am rasantesten w\u00e4chst. Tendenziell verbringen Menschen die letzten 10 bis 15 Jahre in reduzierter oder schlechter Gesundheit. Damit hinkt der \u201eHealthspan&#8220;, also jene Zeit, die in Gesundheit verbracht wird, dem \u201eLifespan\u201c \u2013 der Lebenserwartung \u2013 deutlich hinterher. Daher stehen Strategien den Alterungsprozess zu verlangsamen zunehmend im Fokus der Wissenschaft.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Mag.a\u00a0Dr.in\u00a0Marlies Schellnegger studierte Medizin und Sportwissenschaften in Wien und Innsbruck. Nach Studienabschluss im Oktober 2019 war sie als Gast\u00e4rztin in Lissabon t\u00e4tig und nahm im Anschluss 2020 ihre Forschungst\u00e4tigkeiten bei COREMED \u2013 Zentrum f\u00fcr Regenerative Medizin und Pr\u00e4zisionsmedizin auf. Dort setzte sie sich intensiv mit dem Bereich Healthy Aging auseinander. Aktuell ist sie auch an der Universit\u00e4tsklinik Graz t\u00e4tig. F\u00fcr Marlies Schellnegger stehen die Themen Bewegung, Sport und Ern\u00e4hrung klar im Fokus. Sie war bis Mitte 2023 bei der JOANNEUM RESEARCH t\u00e4tig.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Weiterf\u00fchrende Links<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.medunigraz.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Med Uni Graz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/sportsmedicine-open.springeropen.com\/articles\/10.1186\/s40798-022-00503-1#Sec5\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Studie im Sports Medicine<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer rastet, der rostet: Eine aktuelle Studie von COREMED, Zentrum f\u00fcr Regenerative Medizin und Pr\u00e4zisionsmedizin,\u00a0 und der Med Uni Graz belegt die junghaltende Wirkung von k\u00f6rperlicher Bewegung auf zellul\u00e4rer Ebene: Regelm\u00e4\u00dfige Bewegung kann Prozesse des Alterns positiv beeinflussen und nachweislich verlangsamen. 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