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Forum DIGITAL: Sound Design - Der Ton macht die Musik


Hochkarätiger Vortragender: Der Berliner Sound-Designer Carl-Frank Westermann erklärte gestern Abend im Rahmen der Reihe „Forum DIGITAL“ der steirischen Forschungsgesellschaft JOANNEUM RESEARCH, wie er es geschafft hat, ein Markenverständnis für unsere Ohren zu schaffen.


25.06.2014


v.l.n.r.: DI Dr. Franz Graf, DI Dr. Heinz Mayer, Univ.-Prof. DI Dr. Wolfgang Pribyl sowie Carl-Frank Westermann

Der Berliner Sound-Designer fesselte das Publikum mit seinem spannenden Vortrag.
Fotos: Joanneum Research/Lunghammer

Wenn Ihnen beim Anhören eines Werbespots für Marken wie Seat, Siemens, Lufthansa, Audi, Bayer oder VW die Ohren aufgehen, dann ist das sein Verdienst: Denn der Berliner Sound-Designer Carl-Frank Westermann ist der Schöpfer der „Sound-Logos“ dieser und vieler anderer bekannter Firmen.
Gestern Abend fesselte er im Rahmen der Veranstaltung „Forum DIGITAL“ der JOANNEUM RESEARCH in der Leonhardstraße 59 mehr als 50 Interessierte mit seinem Vortrag „Auditive Markenführung – gestern, heute, morgen“. Dabei erklärte das ehemalige Mitglied der Punkband „Fehlfarben“, wie er es geschafft hat, ein Markenverständnis für die Ohren zu schaffen: „Die Basis bei der Entwicklung von Sounds für Marken ist eine konzeptionelle Herangehensweise. ,Sound Branding‘ funktioniert wie Corporate Design für die Ohren.“ Dabei gelte es, eine Vielzahl von Faktoren zu beachten; zum Beispiel die Stimme. Für VW hat Westermanns Firma WESOUND eine Tonlage kreiert, die weltweit zum Einsatz kommt. Der Sound des brüllenden Löwen der Filmfirma MGM ist immer gekoppelt mit der Kopfbewegung des Tieres. „Das hat sich MGM sogar schützen lassen. Denn Sound ist unwichtig, wenn er alleine steht – er funktioniert nur im Kontext“, so Westermann. Daneben funktionieren Soundeffekte, Leitmotive, die Klangfarbe und Atmosphäre als wichtige emotionale Botschafter. So wie bei der aufsteigenden Vier-Tonfolge, die Westermann für die deutsche Lufthansa kreiert hat. „Ziel war es, ein musikalisches Motiv zu entwickeln, dass eine Assoziation zum Fliegen schafft und vielseitig einsetzbar ist. So wird es im Rahmen von Messen, bei Durchsagen, in Telefonwarteschleifen, bei Apps, im Inflight-Entertainment, aber auch in der klassischen Kommunikation über Radio oder TV verwendet – und das rund um den Globus“, erklärt Westermann.

Zugleich wurde gestern der neue Masterstudiengang „Sound Design“ vorgestellt, den die FH Joanneum und die Universität für Musik und darstellende Kunst Graz (KUG) ab Herbst anbieten. Die „Gründungsväter“ des Studiengangs Dr. Josef Gründler (FH Joanneum) sowie Univ.-Prof. Mag. DI Dr. Robert Höldrich und DI Dr. Alois Sontacchi (beide KUG) sind sich sicher, dass man mit den Creative Industries Styria (CIS) einen starken Partner vor Ort habe, um die Absolventinnen und Absolventen gut auf dem Arbeitsmarkt platzieren zu können. Als Grundlage für die Entwicklung des Studiengangs sehen sie die gute Zusammenarbeit der steirischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen an.

Auch die JOANNEUM RESEARCH leistet dazu ihren Beitrag. Nicht nur als Organisatorin der Fachveranstaltung, sondern auch mit zahlreichen Initiativen, wie DI Dr. Heinz Mayer, Leiter von DIGITAL – Institut für Informations- und Kommunikationstechnologie der JOANNEUM RESEARCH, eingangs betonte. „Wir haben bei DIGITAL einen Schwerpunkt auf Sensorik gelegt, 2013 wurde die Forschungsgruppe ,Intelligente Akustische Lösungen‘ gegründet. Auch beim Forum Alpbach im August werden wir mit dem Arbeitskreis ,Akustik-Innovationen: Trends in Industrie und Alltag‘ unser Engagement in diese Richtung zeigen. Darüber hinaus verfügt die JOANNEUM RESEARCH über das österreichweit am besten ausgestattete Hörlabor.“ DI Dr. Franz Graf, Leiter der Forschungsgruppe „Intelligente Akustische Lösungen“ erklärte, wie man bei JOANNEUM RESEARCH versucht, effiziente Algorithmen zu finden, um Jingles im Rahmen von Medienscans automatisch zu erkennen.


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