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Fernerkundung: Anwendungspotenziale für Nachhaltigkeit und sichere Gesellschaft

Expertinnen und Experten der Forschungsgruppe „Fernerkundung und Geoinformation“ haben Projektergebnisse veröffentlicht, die eine nachhaltige Energieproduktion unterstützen und Sicherheitsprobleme im Zusammenhang mit Menschenmengen reduzieren.

Credit: pixabay.com
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Pan-European Mapping of Underutilized Land for Bioenergy Production

 

Dr.in Manuela Hirschmugl und Carina Sobe (BSc, MSc) von JOANNEUM RESEARCH - DIGITAL haben die Projektergebnisse des Horizon 2020 Projektes BIOPLAT-EU in einem Paper mit dem Titel "Pan-European Mapping of Underutilized Land for Bioenergy Production" gemeinsam mit Kollegen aus Deutschland und Italien im MDPI Journal „Land“ veröffentlicht.

 

Diese Studie ist Teil des Horizon 2020 Projekts BIOPLAT-EU und hat zum Ziel, mittels Satellitendaten nicht genutzte Flächen in ganz Europa zu identifizieren, die potenziell für die Kultivierung von Energiepflanzen zur Bioenergieproduktion geeignet sind.

 

Wichtiges Kriterium dabei war, dass diese Flächen über einen Zeitraum von fünf Jahren keine Nutzung aufweisen. Die cloudbasierte Verarbeitungsplattform Google Earth Engine erwies sich als geeignetes Werkzeug für eine effiziente Verarbeitung der durch genanntes Kriterium bedingten großer Datenmengen an Satellitenbild-Zeitreihen in einem kontinentalen Ansatz. Die Ergebnisse dieser Studie liefern nicht nur wichtige Informationen über die europaweite Verfügbarkeit ungenutzter Flächen, die potenziell für die Produktion von Bioenergie-Rohstoffen genutzt werden können, sondern vermitteln auch einen Einblick in deren geografische Verteilung.

 

Es zeigte sich, dass die höchsten Potenziale für die Bioenergie-Rohstoffproduktion im Mittelmeerraum sowie in Osteuropa zu finden sind. Die Klassifizierung legt nahe, dass insgesamt 5,3 Mio. ha ungenutzter Flächen in Europa potenziell für die landwirtschaftliche Bioenergieproduktion zur Verfügung stehen.

Im nächsten Schritt werden diese Flächen in eine webGIS Plattform integriert, mit der es möglich ist, verschiedene Szenarien mit potenziellen Energiepflanzen durchzuspielen und deren Anbau auf diesen Flächen hinsichtlich ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit hin zu bewerten.

 

Diese Forschung wurde durch das Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 der Europäischen Union unter der Förderungsnummer 818083 (BIOPLAT-EU) gefördert.

Credit: pixabay.com

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Kritische Aspekte der Personenzählung und Dichteschätzung

 

DI Dr. Roland Perko, Dr. Manfred Klopschitz und DI Alexander Almer von JOANNEUM RESEARCH - DIGITAL haben die Ergebnisse der KIRAS-Projekte WatchDog und KI-Secure im Artikel "Kritische Aspekte der Personenzählung und Dichteschätzung" im MDPI Journal of Imaging  zusammen mit einem Partner der Technischen Universität München veröffentlicht.

 

Viele wissenschaftliche Studien beschäftigen sich mit der Personenzählung und Dichteschätzung aus terrestrisch aufgenommenen Einzelbildern. In der gegenständlichen Arbeit wurden die Einschränkungen im aktuellen Stand der Technik identifiziert, sowie Erkenntnisse gewonnen, um diese Einschränkungen zu beseitigen. Durch die vorgeschlagenen Änderungen und Erweiterungen konnte die Genauigkeit der Personenzählung und Dichteschätzung signifikant erhöht werden. Weiters wurde ein besseres Verständnis der zugrundeliegenden neuronalen Netzwerke erzielt (Deep Learning). Darüber hinaus werden die Forschungserkenntnisse das Feld der Personendichte-Schätzung im Allgemeinen voranbringen.