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SIXTHSENSE: Biosensor-Wearables und Entscheidungsunterstützung für die Risikoüberwachung von Einsatzkräften

Das Institut DIGITAL baut seine Expertise zur Analyse menschlicher Faktoren weiter aus. Im internationalen Forschungsprojekt SIXTHSENSE sind wir beteiligt an der Entscheidungsunterstützung von Einsatzkräften. Das Institut MATERIALS kooperiert dabei in der Entwicklung minimal invasiver Biosensorik. Das Projekt SIXTHSENSE "Smart Integrated eXtreme environmenT Health monitor with Sensory feedback for ENhanced Situation awarEness" wird von der Europäischen Kommission kofinanziert und startete diesen Monat mit einem virtuellen Kick-off Meeting.

Digitale Biosensoranalyse für Echtzeit-Interaktion im Human Factors Lab mit Michael Schneeberger und Zhanna Bambach
Digitale Biosensoranalyse für Echtzeit-Interaktion im Human Factors Lab mit Michael Schneeberger und Zhanna Bambach (beide Institut DIGITAL von JOANNEUM RESEARCH), Credit: JOANNEUM RESEARCH/ Bergmann


SIXTHSENSE ist eine multidisziplinäre Innovations- und Forschungsaktivität mit dem übergeordneten Ziel, ein tragbares Gesundheitsüberwachungssystem mit taktilem Biofeedback im geschlossenen Regelkreis zu entwickeln, das es Ersthelfern ermöglicht, ihren aktuellen Belastungszustand zu erfassen. Prädiktive Modelle auf der Grundlage multimodaler Biosensordaten werden eine Frühwarnung vor Überlastungs- und Gefahrensituationen ermöglichen, die dem drohenden Verlust der Einsatzfähigkeit vorbeugen kann. Als Teammanagement-Instrument wird das System die Echtzeit-Überwachung aller eingesetzten Einsatzkräfte ermöglichen und so zur Steigerung der Effizienz der Teams und der Betriebssicherheit beitragen.


Das Projekt wird im Rahmen des EU-Programms Horizon 2020 als 36-monatiges Projekt finanziert. Das Konsortium, das von TECNALIA Research & Innovation (Spanien) koordiniert wird, umfasst 21 Organisationen aus 9 europäischen Ländern: die Universitäten Aalborg Universitet (Dänemark), Universidad de León (Spanien) und Technische Universität Chemnitz (Deutschland); die europäischen Forschungs- und Technologieorganisationen TECNALIA (Spanien), JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft (Österreich), BioNanoNet Forschungsgesellschaft (Österreich), Eucentre Foundation (Italien) und Tecnalia Serbia (Serbien); Industrievertreter - Vertreter von Jobst Technologies (Deutschland) und Methrom DropSens (Spanien) und KMU-Partner Senetics healthcare group (Deutschland), TeleGroup (Deutschland), Smartex (Italien), Global Electronic Solutions (Serbien), BiFlow Systems (Deutschland) mit verschiedenen Fachgebieten. An dem Projekt beteiligen sich auch Ersthelfer-Organisationen, wie der serbische Bergrettungsdienst, die Vereinigung der Bergrettungsorganisationen von B&H und vier Feuerwehrunternehmen mit unterschiedlichen Profilen aus Gumpoldskirchen (Österreich), Postojna (Slowenien), Rijeka (Kroatien) und Pavia (Italien) sowie ein Feuerwehr-Ausbildungs- und Risikomanagement-Experte - IFR (Österreich).

Waldbrandübung der Feuerwehr Gumpoldskirchen im Rahmen des KIRAS Forschungsprojektes 3F-MS in Allentsteig. Credit: JOANNEUM RESEARCH/ Almer

Die Rolle des Instituts DIGITAL

Der Beitrag des Instituts DIGITAL baut auf den Entwicklungen und Erfahrungen auf dem Gebiet der Entscheidungsunterstützung für Einsatzkräfte und der Forschung mit Human Factors Analytik auf.

Der von Dr. Lucas Paletta geleitete Forschungsbereich "Cognitive Sensing and Interaction" (Institut DIGITAL der JOANNEUM RESEARCH) wird zunächst mit Unterstützung von Prof. Wolfgang Kallus (Direktor, Institut für Begleitforschungund psychologisches Qualitätsmanagement) Stressszenarien untersuchen, die das Situationsbewusstsein bei kritischen Entscheidungsprozessen beeinträchtigen. In umfassenden Feldversuchen werden Daten von tragbaren Biosensoren und mobilem Eyetracking gesammelt, um den Status der physischen und kognitiven Bereitschaft des Menschen abzuschätzen und KI-fähige Empfehlungen zur Risikominimierung zu geben. Der Forschungsbereich "Mobile Computing" (Institut DIGITAL) unter der Leitung von DI (FH) Patrick Luley mit ihrer Expertise auf dem Gebiet der Echtzeit-Datenkommunikation wird sich auf die Entwicklung innovativer mobiler Entscheidungshilfen für die Feuerwehr konzentrieren.


Rolle des Instituts MATERIALS

Das Institut MATERIALS unterstützt die Entwicklung der minimal-invasiven Biosensoren für Ersthelfer mittels computergestützter Fluidik-Simulationen. Mittels Finite Elemente-basierter Software-Tools wird der Transport der jeweiligen Körperflüssigkeiten in den mikrofluidischen Komponenten der Biosensoren simuliert und somit wertvolle Hinweise für Design- und Layout-Optimierungen der Sensoren zur Verfügung gestellt.

 

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