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Forschungs- bereich

Kultur und Medien

Modernste Informationstechnologien und die damit verbundene Digitalisierung von Informationen ermöglichen effiziente Lösungen zur Bewahrung des kulturellen Erbes. Seit vielen Jahren beschäftigt sich DIGITAL in enger Kooperation mit namhaften Europäischen Kulturorganisationen mit der Entwicklung von innovativen Softwarelösungen. Mittlerweile greifen bereits mehrere hundert Organisationen bei tagtäglichen Aufgaben der Erhaltung des kulturellen Erbes auf Produkte der JOANNEUM RESEARCH zurück.

Highlight

Augusta Raurica, vor beinahe 2000 Jahren eine römische Koloniestadt mit ca. 20.000 Einwohnern, liegt östlich von Basel im Dreiländereck Schweiz-Frankreich-Deutschland. Was die keltischen Einheimischen und die vom Mittelmeerraum Zugewanderten an Spuren hinterlassen haben, ist heute zu einem beachtlichen Teil ausgegraben und im größten archäologischen Freilichtmuseum der Nordwestschweiz zugänglich. Die Römerstadt Augusta Raurica zieht jährlich etwa 140.000 Besucherinnen und Besucher, Touristen und Schulkinder an.

Im Laufe von über 400 Jahren haben sich über 1,5 Mio. Fundobjekte in den Lagern der Römerstadt angesammelt. Alle diese Fundobjekte werden mit Informationen zu den Ausgrabungen und umfangreichen Datenbeständen des hauseigenen Restaurierungsbetriebs mit imdas pro, einem von DIGITAL entwickelten Informationssystem, gespeichert und verwaltet. Diese Lösung hat sich bereits als quasi Standard in der gesamten deutschsprachigen Schweiz etabliert.

Lösung um das kulturelle Erbe zu bewahren

Dokumentation und Inventarisierung

Wir bieten eine Reihe von Lösungen, die zur Erhaltung, Bewahrung und Zugänglichkeit des kulturellen Erbes beitragen. Angetrieben von den Möglichkeiten der Digitalisierung, ursprünglich von den papierenen Karteikarten bis zu heutigen hochauflösenden Film- und Videoobjekten, tragen unsere Softwarelösungen zur Unterstützung bei sämtlichen Arbeitsprozessen bei. Von der Registrierung und Katalogisierung der Objekte über wissenschaftliche Auswertungen bis hin zur Planung von Ausstellungen und der Erstellung von Websites und Katalogen.

In den letzten Jahren konnte sich DIGITAL mit der ganzheitlichen Lösung imdas pro, verbunden mit einem exzellenten Anwendungswissen und Beratungsangebot, bei mehreren internationalen Ausschreibungen für archäologische Informationssysteme behaupten. Wenn die Anforderung im Raum steht, aus bestehenden Datenbeständen aus meist historisch gewachsenen Datenbanken in ein neues, nachhaltig gepflegtes und weiterentwickeltes Informationssystem zu migrieren, dann bietet DIGITAL mit seinem Expertenteam und imdas pro die optimale maßgeschneiderte Lösung.

Sammlungsdokumentation (imdas pro/ archivis pro)

Film- und Videoqualitätsanalyse

Im Bereich der audiovisuellen Medien hat JOANNEUM RESEARCH die weltweit erste Filmrestaurierungslösung entwickelt, die rein auf Software basiert und auf Standard-Rechnern lauffähig ist. Diese Lösung, die seit vielen Jahren von einem steirischen Unternehmen weltweit, erfolgreich vermarktet und zusammen mit diesem weiterentwickelt wird, ermöglicht die automatische Entfernung typischer
Alterungsfehler und Defekte wie Staub, Kratzer, Schimmelflecken oder Verfärbungen.
Auf Basis der Verfahren für die digitale Restaurierung wurde ein Produkt für die automatische inhaltsbasierte Qualitätsbeurteilung von
Film- und Videoinhalten entwickelt.

Metadaten

Die von DIGITAL umgesetzten Methoden erzeugen in den meisten Fällen beschreibende Daten (z.B. über die Struktur von Videos, die Ähnlichkeit zwischen Bildern bzw. Videos, die Häufigkeit und Schwere von Defekten) – Metadaten genannt, die nachfolgende Applikationen und Systeme nutzten. Um mit möglichst vielen Systemen kompatibel zu sein, fiel schon sehr frühzeitig die Entscheidung, als standardisiertes Metadatenformat MPEG-7 zu verwenden. Zur Arbeit mit MPEG-7-Dokumenten wurde eine Software-Library
umgesetzt, die zur freien Verwendung zur Verfügung gestellt wird. Beiträge zur Standardisierung in MEPG umfassen z.B. die Definition von Profilen oder Metadatenstrukturen aus dem Archivierungsprozess.
Schwerpunkte in diesem Bereich sind die semantische Validierung von Metadatendokumenten und das Mapping zwischen verschiedenen Metadatenformaten. In der semantischen Validierung geht es darum inhaltliche Abhängigkeiten (z.B. sind alle angegebenen Zeiten mit der Gesamtlänge des Videos vereinbar) oder nur textuelle beschriebene Nutzungsregeln zu überprüfen, die nicht durch eine rein syntaktische Prüfung abgedeckt werden können.
Da eine Vielzahl von Metadatenformaten existiert, besteht immer wieder die Notwendigkeit Metadaten von einem Format in ein anderes zu konvertieren. Um nicht für jedes mögliche Paar von Formaten eine eigene Konvertierungsvorschrift oder –software umsetzen zu müssen, wurde eine Methode entwickelt, die ein zentrales Zwischenformat zur Konvertierung nutzt. Somit muss für ein neues Format nur die Anbindung an das Zwischenformat definiert werden, um Konvertierungen von und zu diesem Format durchführen zu können.

Film-/Videorestaurierung

Qualitätssicherung Film/Video

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