{"id":6533,"date":"2023-04-11T15:21:52","date_gmt":"2023-04-11T13:21:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.joanneum.at\/digital\/?p=6533"},"modified":"2023-10-05T08:48:13","modified_gmt":"2023-10-05T06:48:13","slug":"digitale-aktivierungstrainings-verzoegern-den-krankheitsverlauf-bei-demenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.joanneum.at\/digital\/digitale-aktivierungstrainings-verzoegern-den-krankheitsverlauf-bei-demenz\/","title":{"rendered":"Digitale Aktivierungstrainings verz\u00f6gern den Krankheitsverlauf bei Demenz"},"content":{"rendered":"<div id=\"c38694\" class=\"content content-type-text\">\n<div class=\"content-content\">\n<p>Drei Jahre liefen die Projektarbeiten zu\u00a0<a href=\"https:\/\/multimodaal.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">multimodAAL<\/a>, nun stehen die Ergebnisse fest. Ziel war es, eine flexible, personalisierbare und kosteng\u00fcnstige technische Gesamtl\u00f6sung f\u00fcr ein ganzheitliches \u2013 also kognitives, bewegungsorientiertes und soziales \u2013 Trainingssystem zu entwickeln, das kognitive und physische Leistungsdaten ber\u00fccksichtigt und Lifestyle-Einflussfaktoren aufmerksam verfolgt. Dieses System soll Personen im Alter und im fr\u00fchen Stadium der Alzheimer-Demenz unterst\u00fctzen und deren Leistungsf\u00e4higkeit so lang wie m\u00f6glich aufrechterhalten. Die 6-monatige Studienphase ist nun abgeschlossen und es hat sich gezeigt, dass bei allen Testpersonen die globale Leistungsf\u00e4higkeit aufrecht bleibt und sich nicht verschlechtert. \u201eWir besch\u00e4ftigen uns intensiv mit Technologien, die \u00e4lteren oder beeintr\u00e4chtigten Menschen helfen und sind stolz, dass uns im Projektkonsortium ein so eindeutiger Projekterfolg gelungen ist. Damit k\u00f6nnen wir vielen Menschen helfen, ihre Lebensqualit\u00e4t aufrechtzuerhalten\u201c, res\u00fcmiert JOANNEUM-RESEARCH-Projektleiterin Silvia Russegger vom Institut DIGITAL. Und das Beste: Das digitale Training ist f\u00fcr Interessierte verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"c38695\" class=\"content content-type-text\">\n<div class=\"content-content\">\n<h2>Digitale Datenanalyse l\u00e4sst Fr\u00fchstadium von Alzheimer erkennen<\/h2>\n<p>\u201eWir k\u00f6nnen von digitalen Biomarkern objektive, quantifizierbare Charakteristiken biologischer und physiologischer Prozesse ableiten. Im Rahmen der Demenzforschung interessieren wir uns f\u00fcr die Sch\u00e4tzung der Scores neuropsychologischer Screening-Instrumente aus einfach zu ermittelnden digitalen Daten des Verhaltens im t\u00e4glichen Leben. Damit lassen sich sogenannte Fr\u00fchwarnsysteme definieren, die auf erste Anzeichen von Demenz schlie\u00dfen lassen. Das gibt mehr Spielraum f\u00fcr eine fr\u00fchzeitige Behandlung\u201c, erkl\u00e4rt Lucas Paletta, Experte im Bereich Human-centered Computing vom Institut DIGITAL. Digitale Biomarker sind datenverarbeitende Verfahren. \u201eWir haben festgestellt, dass die Betroffenen sich am Anfang des Trainings am meisten damit besch\u00e4ftigen und bis zu 2 Themen pro Tag durchspielen. Diese Intensit\u00e4t nimmt in einer exponentiellen Fallkurve bis zu knapp einem Thema pro Tag ab\u201c, erkl\u00e4rt Christiane Aschlener vom Roten Kreuz \u00d6sterreich.<\/p>\n<h2>Studiendetails<\/h2>\n<p>Bei der durchgef\u00fchrten Studie handelte es sich um eine sogenannte Mixed-Methods-Studie. Das Design des quantitativen Anteils war eine randomisierte kontrollierte Studie (RCT), der qualitative Anteil wurde in Form von erg\u00e4nzenden Interviews (Einzelinterviews und Fokusgruppen) mit einer Inhaltsanalyse abgehalten. Die Studie wurde in der Steiermark durchgef\u00fchrt und alle teilnehmenden Personen mit Alzheimer-Demenz kamen aus dem h\u00e4uslichen Umfeld, dem betreuten Wohnen oder aus dem Pflegeheimbereich. Bis zum Ende der Studie wurden 53 Personen mit Alzheimer-Demenz rekrutiert. Insgesamt konnten 26 der untersuchten Personen in die Studie eingeschlossen werden, wobei sich nach Studienabbr\u00fcchen schlussendlich eine finale Stichprobe von 23 Personen ergab. Die neurologischen sowie neuropsychologischen Untersuchungen, die Blutabnahme, das Angeh\u00f6rigen-Interview und die MRT-Untersuchungen wurden von der Medizinischen Universit\u00e4t Graz unter Leitung der Abteilung f\u00fcr Neurologie durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.universimed.com\/at\/article\/neurologie\/spielgestuetzt-aktivierung-alzheimerdemenz-183658\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Link zur Publikation<\/a><\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Drei Jahre liefen die Projektarbeiten zu\u00a0multimodAAL, nun stehen die Ergebnisse fest. Ziel war es, eine flexible, personalisierbare und kosteng\u00fcnstige technische Gesamtl\u00f6sung f\u00fcr ein ganzheitliches \u2013 also kognitives, bewegungsorientiertes und soziales \u2013 Trainingssystem zu entwickeln, das kognitive und physische Leistungsdaten ber\u00fccksichtigt und Lifestyle-Einflussfaktoren aufmerksam verfolgt. 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