{"id":6537,"date":"2023-04-03T16:01:22","date_gmt":"2023-04-03T14:01:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.joanneum.at\/digital\/?p=6537"},"modified":"2023-10-09T11:56:33","modified_gmt":"2023-10-09T09:56:33","slug":"digital-twin-lab-die-simulation-der-wirklichkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.joanneum.at\/digital\/digital-twin-lab-die-simulation-der-wirklichkeit\/","title":{"rendered":"Digital Twin Lab: Die Simulation der Wirklichkeit"},"content":{"rendered":"<p>Das Testen automatisierten Fahrens erfolgt nicht sofort auf Stra\u00dfen oder Schienen, sondern in erster Linie in Simulationen. Auf diese Weise lassen sich Millionen von Testkilometern digital abspulen, ohne ein Fahrzeug zu starten. Damit die Testkilometer der Realit\u00e4t m\u00f6glichst genau entsprechen, ist es notwendig, die reale Umgebung in ein digitales Abbild zu bringen, also einen digitalen Zwilling zu erstellen. Ein einzelnes Sensorsystem, z.B. am Dach eines Fahrzeugs, kann seine Umgebung nur aus seiner speziellen Perspektive erfassen. Das hat zur Folge, dass blinde Flecken und tote Winkel entstehen. Um diese L\u00fccken zu schlie\u00dfen, arbeiten die DIGITAL-Expert*innen mit einer Kombination aus fahrzeuggetragenen (Aufbau am Auto), luftgest\u00fctzten (Drohne) und personengetragenen (Rucksack) Mobile-Mapping-Methoden.<\/p>\n<h2>Unterschiedliche Messger\u00e4te f\u00fchren zum gro\u00dfen Ganzen<\/h2>\n<p>Fahrzeuggest\u00fctzte Mobile-Mapping-Systeme erm\u00f6glichen die millimetergenaue Vermessung des Stra\u00dfenraums: Zwei Laserscanner nehmen 3,6 Millionen Messpunkte pro Sekunde auf. 7 Kameras und eine Panoramakamera k\u00f6nnen 114 Megapixel ablichten. Die Vermessungs-Drohne vermisst Umgebungen h\u00f6chst effizient aus der Luft. Mit einem Eigengewicht von 11 kg und einer Tragf\u00e4higkeit von 7 kg kann sie einen Laserscanner, eine optische Kamera und auch eine Thermal-Kamera tragen. Pro Flug k\u00f6nnen 2 km\u00b2 abgedeckt werden und gelandet wird nur f\u00fcr den Akku-Tausch.<\/p>\n<p>M\u00fcssen digitale Zwillinge von Gebieten erstellt werden, die mit einem Fahrzeug oder einer Drohne nicht erreichbar oder einsehbar sind, kommen terrestrische 3D-Laserscanner zum Einsatz. So wird beispielsweise ein Stiegenhaus genau vermessen, indem der Laserscanner an mehreren Stellen \u00fcberlappende Aufnahmen macht, die anschlie\u00dfend im Digital Twin Lab zu einem Gesamtabbild fusioniert werden.<\/p>\n<p>Zur Ableitung von m\u00f6glichst l\u00fcckenlosen digitalen Abbildern von Umgebungen werden unterschiedliche Messger\u00e4te kombiniert, um aus der Luft und vom Boden, auf der Stra\u00dfe und auch im unwegsamen Gel\u00e4nde Vermessungen durchzuf\u00fchren. Nur l\u00fcckenlose digitale Zwillinge k\u00f6nnen den hohen Anforderung in der Simulation von Signalausbreitungen gerecht werden.<\/p>\n<h2>Startschuss f\u00fcr Digital Twin Lab<\/h2>\n<p>Unter der Leitung von Patrick Luley startete Anfang 2023 die Aufbauphase des Digital Twin Lab am Standort in Klagenfurt. Zu Beginn wurden 100 m<sup>2<\/sup>\u00a0Laborfl\u00e4che und 130 m<sup>2<\/sup> B\u00fcrofl\u00e4che besiedelt und Forschungsequipment im Wert von 1,3 Millionen Euro von Graz nach Klagenfurt transferiert. Bis 2027 soll dann ein Team von 10 Mitarbeiter*innen vor Ort t\u00e4tig sein. Die Aufbauphase des Standorts wird vom Land K\u00e4rnten, das an der JOANNEUM RESEARCH beteiligt ist, finanziell unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Gef\u00f6rdert wurde die Investition von der FFG im Rahmen der &#8222;F&amp;E Infrastrukturf\u00f6rderung&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Testen automatisierten Fahrens erfolgt nicht sofort auf Stra\u00dfen oder Schienen, sondern in erster Linie in Simulationen. Auf diese Weise lassen sich Millionen von Testkilometern digital abspulen, ohne ein Fahrzeug zu starten. 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