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RR69 2008/05 "Außenhandel und Direktinvestitionen Kärntens 2000 2006: Eine neue Methode der Regionalisierung von Warenexporten"

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C. Aumayr, A. Dumrailer, R. Kurzmann

, 5/2008

Abstract:

Ausgehend von einer wachsenden internationalen Verflechtung der Kärntner Wirtschaft verfolgte die vorliegende Forschungsarbeit im Rahmen von WIBIS Kärnten das Ziel, mittels einer neuen Regionalisierungsmethode das Ausmaß der Kärntner Warenexporte unverzerrt darzustellen. Dabei wurden jene Verzerrungen korrigiert, die aufgrund der Meldung von Exporten am Sitz der Firmenzentrale und nicht am Produktionsstandort entstehen. Erweitert wurde die Analyse um ergänzende Aspekte des Kärntner Außenhandels, wie die Aktiven und Passiven Direktinvestitionen oder die Firmenstruktur der Exporte.

Für Kärnten ergibt sich im Jahr 2006 ein korrigiertes Güterexportvolumen von 5,4 Mrd. € und damit rd. 13 % mehr als in der Außenhandelsstatistik der STATISTIK AUSTRIA. Die wichtigsten Exportgüter sind Maschinen, Elektrotechnik, Metalle und Metallerzeugnisse, Fahrzeuge, chemische Erzeugnisse und Holz. Bezüglich der Exportzielländer bleibt Deutschland der Haupthandelspartner, verliert aber relativ an Anteilen. Ebenfalls bedeutend ist Italien als Abnehmer Kärntner Güter. Der wichtigste Trend ist aber die deutliche Beschleunigung der Exportaktivitäten in die zentral- und osteuropäischen Länder. Die Umsatzsteuerstatistik als weitere Datenquelle zeigt, dass von den 4,3 Mrd. € der dort verzeichneten Exportumsätze der überwiegende Anteil von einigen großen Industrieunternehmen erwirtschaftet wird.

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