{"id":118882,"date":"2026-11-01T15:35:01","date_gmt":"2026-11-01T14:35:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.joanneum.at\/?p=118882"},"modified":"2026-10-29T15:35:53","modified_gmt":"2026-10-29T14:35:53","slug":"gesundheitsdaten-start-von-expehdia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.joanneum.at\/en\/gesundheitsdaten-start-von-expehdia\/","title":{"rendered":"Gesundheitsdaten: Start von EXPEHDIA"},"content":{"rendered":"<p>Smartwatches messen den Puls und erfassen den Schlaf, Gesundheits-Apps dokumentieren Beschwerden und medizinische Messger\u00e4te liefern Gesundheitsdaten direkt von zu Hause. Immer mehr Menschen erfassen auf diese Weise selbst Informationen \u00fcber ihre Gesundheit. Doch bislang werden diese Daten kaum f\u00fcr die medizinische Versorgung und Forschung genutzt.<\/p>\n<p>Dabei k\u00f6nnten solche Informationen helfen, Krankheiten fr\u00fcher zu erkennen, Pr\u00e4ventionsangebote gezielter zu gestalten und Menschen mit chronischen Erkrankungen besser zu betreuen. Voraussetzung daf\u00fcr ist, dass die Daten sicher ausgetauscht, richtig interpretiert und mit medizinischen Befunden verkn\u00fcpft werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Hier setzt das FFG-Projekt EXPEHDIA an. Es untersucht, wie selbst erhobene Gesundheitsdaten k\u00fcnftig f\u00fcr die medizinische Versorgung, Pr\u00e4vention und Forschung genutzt werden k\u00f6nnen. Dabei orientiert sich das Projekt am Europ\u00e4ischen Gesundheitsdatenraum (European Health Data Space, EHDS). Dieser schafft schrittweise die rechtlichen und technischen Voraussetzungen, um elektronische Gesundheitsdaten europaweit sicher auszutauschen und unter geregelten Bedingungen f\u00fcr die Versorgung und Forschung zu nutzen.<\/p>\n<p>Im Projekt <strong>EXPEHDIA<\/strong> wird das an drei konkreten Anwendungen aus der Praxis erprobt: einem digitalen Begleitprogramm f\u00fcr Frauen in den Wechseljahren, einem Wearable-basierten Screening auf Schlafapnoe und der Kalium-Selbstmessung f\u00fcr Menschen mit Herzschw\u00e4che. Gleichzeitig wird gezeigt, wie die entstehenden Daten EHDS-konform bereitgestellt werden k\u00f6nnen. Dabei steht ein Ziel im Mittelpunkt: die Menschen sollen ihre Gesundheitsdaten verstehen, selbstbestimmt nutzen und mitentscheiden k\u00f6nnen, wof\u00fcr sie verwendet werden.<\/p>\n<h3>Unsere T\u00e4tigkeiten im Projekt<\/h3>\n<p>JOANNEUM RESEARCH \u00fcbernimmt die Gesamtprojektleitung und koordiniert die wissenschaftlichen, technischen und organisatorischen Arbeiten des Konsortiums. Zus\u00e4tzlich leiten wir drei inhaltliche Schwerpunkte. Wir entwickeln interoperable Datenmodelle und Schnittstellen, mit denen Daten aus Gesundheits-Apps, Heimmessger\u00e4ten und Lebensstil-Anwendungen standardisiert an den EHDS angebunden werden k\u00f6nnen (z. B. auf Basis von HL7 FHIR). Wir analysieren die Daten aus dem Anwendungsfall Wechseljahre, um daraus zielgruppengerechte Pr\u00e4ventionsangebote abzuleiten. Und wir verantworten den Bereich digitale Gesundheitskompetenz, Mitgestaltung und Ethik, in dem Patient:innen und Gesundheitsfachkr\u00e4fte \u00fcber Co-Design-Prozesse und Nutzer:innentests aktiv in die Entwicklung eingebunden werden. Dar\u00fcber hinaus unterst\u00fctzen wir die Vinzenz Gruppe bei der Konzeption des Begleitprogramms f\u00fcr die Wechseljahre.<\/p>\n<p><strong>Partner:<\/strong> sind das AIT Austrian Institute of Technology, elyte diagnostics, Gesundheit \u00d6sterreich, Medizinische Universit\u00e4t Graz, Klinische Abteilung f\u00fcr Kardiologie, nukkuaa, telbiomed Medizintechnik und IT Service sowie Vinzenz Gruppe Service.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Smartwatches messen den Puls und erfassen den Schlaf, Gesundheits-Apps dokumentieren Beschwerden und medizinische Messger\u00e4te liefern Gesundheitsdaten direkt von zu Hause. Immer mehr Menschen erfassen auf diese Weise selbst Informationen \u00fcber ihre Gesundheit. 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