{"id":15147,"date":"2023-10-06T12:36:48","date_gmt":"2023-10-06T10:36:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.joanneum.at\/?p=15147"},"modified":"2023-10-11T14:52:15","modified_gmt":"2023-10-11T12:52:15","slug":"steiermark-forscht-am-gruenen-stahl-der-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.joanneum.at\/en\/steiermark-forscht-am-gruenen-stahl-der-zukunft\/","title":{"rendered":"Styria researches green steel of the future"},"content":{"rendered":"<p>Das steirische\u00a0<a href=\"https:\/\/www.joanneum.at\/digital\/en\/referenzprojekte\/inspecscrap\/\">Forschungsprojekt \u201eInSpecScrap\u201c<\/a>\u00a0arbeitet daran, die Schrott-Sortierung zu optimieren und damit die Schrottqualit\u00e4t f\u00fcr die Stahlproduktion zu verbessern.<\/p>\n<h2>Neues Verfahren zur Analyse von Stahlschrott<\/h2>\n<p>In der Stahlproduktion wird Stahlschrott als wichtiger Sekund\u00e4r-Rohstoff ben\u00f6tigt. Die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen k\u00f6nnen damit gegen\u00fcber der Produktion aus prim\u00e4ren Rohstoffen wie Eisenerz um 75 % gesenkt werden. Dar\u00fcber hinaus wird nur rund ein Zehntel der Energie ben\u00f6tigt, wodurch die Stahlproduktion erheblich g\u00fcnstiger wird.<\/p>\n<p>Die Zusammensetzung des verwendeten Schrotts ist der Schl\u00fcssel, um die geforderte Stahlg\u00fcte erreichen zu k\u00f6nnen. Deshalb kommt der Sortierung entscheidende Bedeutung zu. Die im Schrott enthaltenen Materialien m\u00fcssen charakterisiert werden, um die ben\u00f6tigte Zusammensetzung des zu erzeugenden Stahles sicherzustellen zu k\u00f6nnen. Die Qualit\u00e4t des in Stahlwerken angelieferten Schrottes schwankt jedoch oftmals stark und St\u00f6rstoffe beeinflussen den Prozess der Stahlerzeugung und somit auch die Produktionskosten. Eine schnell ablaufende und effiziente Sortierung sowie Klassifizierung von Schrott scheiterte bisher an geeigneten digitalen Methoden zur Analyse der Schrottqualit\u00e4t. Genau hier setzt das unter Federf\u00fchrung vom Institut DIGITAL durchgef\u00fchrte Forschungsprojekt an.\u00a0<strong>Mittels digitaler KI-basierter Verfahren sollen St\u00f6rstoffe und damit die Schrottqualit\u00e4t insgesamt besser beurteilt werden k\u00f6nnen.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eIm Projekt InSpecScrap arbeiten wir mit k\u00fcnstlicher Intelligenz und Multi-Sensorik an einer innovativen Materialcharakterisierung, mit der sich St\u00f6rstoffe und Qualit\u00e4tsmerkmale von Schrott automatisiert bewerten lassen. Daf\u00fcr greifen wir auf modernste, spektroskopische Methoden zur\u00fcck. Das ist ein Beispiel daf\u00fcr, wie neue, digitale Technologien zur gr\u00fcnen Transformation beitragen. Denn ohne Offenheit f\u00fcr den Einsatz von Technologie wird uns eine gr\u00fcne Wende nicht gelingen\u201c, so\u00a0<a href=\"https:\/\/www.joanneum.at\/en\/lernen-sie-uns-kennen\/mitarbeiterinnen\/detail\/mayer-2\/\">Heinz Mayer<\/a>, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der JOANNEUM RESEARCH.<\/p>\n<p>Unsere Projektpartner sind das\u00a0<strong>Institut f\u00fcr Maschinelles Sehen und Darstellen<\/strong>\u00a0der\u00a0<strong>TU Graz<\/strong>\u00a0and\u00a0<strong>Kompetenzzentren K1-MET<\/strong>\u00a0and\u00a0<strong>KNOW Center<\/strong>. Seitens der Unternehmen unterst\u00fctzen die\u00a0<strong>voestalpine Stahl Donawitz GmbH<\/strong>\u00a0and\u00a0<strong>Stahl- und Walzwerk Marienh\u00fctte GmbH<\/strong>.<\/p>\n<h2>Forschungsausschreibung \u201eGreen Tech X\u201c<\/h2>\n<p>Das Projekt \u201eInSpecScrap\u201c wurde im Rahmen der Forschungsausschreibung \u201eGreen Tech X\u201c mit 250.000 Euro gef\u00f6rdert und ist eines von zehn unterst\u00fctzten Projekten. Das Wissenschaftsressort des Landes, die ASMET und Industrieunternehmen (voestalpine High Performance Metals GmbH, Marienh\u00fctte, Andritz, Primetals Technologies und Saubermacher) stellten gemeinsam 2,5 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung, um Forschungsprojekte aus den Themenbereichen Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft zu unterst\u00fctzen. Diese sollen neue Erkenntnisse und L\u00f6sungen f\u00fcr Unternehmen liefern, um Herausforderungen wie die hohen Produktionskosten oder die Versorgung mit Rohstoffen bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Zitate<\/h2>\n<ul>\n<li>\u201eIm globalen Wettbewerb sind effiziente Produktionsprozesse der Schl\u00fcssel, um konkurrenzf\u00e4hig zu bleiben. Das aktuelle Forschungsprojekt erm\u00f6glicht es nun durch den Einsatz von Digitalisierung und k\u00fcnstlicher Intelligenz, im Stahlbereich kosteng\u00fcnstiger zu produzieren und gleichzeitig einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit zu leisten. Dank angewandter Forschung und Entwicklung und der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft entwickeln wir in der Steiermark so die technologischen L\u00f6sungen der Zukunft. Dies ist gerade in der f\u00fcr die Steiermark wesentlichen Stahlbranche mit ihren 9.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von gro\u00dfer Bedeutung\u201c, so\u00a0<strong>Wirtschafts- und Wissenschaftslandesr\u00e4tin Barbara Eibinger-Miedl.<\/strong><\/li>\n<li>\u201eDie Kreislaufwirtschaft im Bereich der metallischen Sekund\u00e4r-Rohstoffe bietet zahlreiche Chancen, sowohl was die Verf\u00fcgbarkeit von Rohstoffen, aber auch was die Erreichung der Klimaziele betrifft. Das hier vorgestellte Projekt \u201eInspecScrap\u201c unterst\u00fctzt beide Themen in praxisnaher Art und Weise und nutzt dar\u00fcber hinaus die M\u00f6glichkeiten der Digitalisierung zur Verbesserung von Qualit\u00e4t und Prozesssicherheit. Auch die anderen Projekte im Rahmen der Ausschreibung besch\u00e4ftigen sich mit der Entwicklung effizienter L\u00f6sungen, um Stoffkreisl\u00e4ufe zu schlie\u00dfen und Sekund\u00e4rressourcen zu gewinnen, die in den Produktionsprozessen wiedereingesetzt werden k\u00f6nnen. So kann die metallurgische und metallverarbeitende Industrie als einer der ressourcen\u2010 und energieintensivsten Sektoren aber auch als einer der Wirtschaftsmotoren der steirischen Industrie ihre Prozesse effizienter und damit wettbewerbsf\u00e4higer gestalten,\u201c sagt\u00a0<strong>Franz Rotter, Pr\u00e4sident der ASMET<\/strong>\u00a0und Mitglied des Vorstands der voestalpine AG.<\/li>\n<li>\u201eIm 21. Jahrhundert ist die Gew\u00e4hrleistung eines sicheren Zugangs zu Schrott einer der wichtigsten Beitr\u00e4ge zur Standortsicherung der \u00f6sterreichischen und der europ\u00e4ischen Stahlindustrie\u201c, so\u00a0<strong>Markus Ritter, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Marienh\u00fctte<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>F\u00f6rderung<\/h2>\n<p>Das Projekt wurde im Rahmen einer Forschungsausschreibung vom\u00a0<strong>Wissenschaftsressort des Landes Steiermark<\/strong>\u00a0and\u00a0<strong>Austrian Society for Metallurgy and Materials<\/strong>\u00a0(ASMET) mit 250.000 Euro gef\u00f6rdert und ist eines von zehn unterst\u00fctzten Projekten der Forschungsausschreibung \u201e<strong>Green Tech X<\/strong>\u201c.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das steirische\u00a0Forschungsprojekt \u201eInSpecScrap\u201c\u00a0arbeitet daran, die Schrott-Sortierung zu optimieren und damit die Schrottqualit\u00e4t f\u00fcr die Stahlproduktion zu verbessern. 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