{"id":49600,"date":"2024-04-20T13:39:43","date_gmt":"2024-04-20T11:39:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.joanneum.at\/?p=49600"},"modified":"2024-04-29T10:18:10","modified_gmt":"2024-04-29T08:18:10","slug":"organ-on-a-chip-organchips-ersetzen-tierversuche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.joanneum.at\/en\/organ-on-a-chip-organchips-ersetzen-tierversuche\/","title":{"rendered":"Organ-on-a-chip: How organ chips can replace animal testing"},"content":{"rendered":"<p>Die Wissenschaft steht nie still, besonders nicht in der medizinischen Forschung. Bei JOANNEUM RESEARCH arbeiten drei Institute an der revolution\u00e4ren Organ-on-a-Chip-Methode. Diese macht die menschliche Physiologie verst\u00e4ndlicher und er\u00f6ffnet neue Entwicklungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Therapien, ohne auf Tierversuche angewiesen zu sein. Dies verspricht schnellere und genauere sowie ethisch vertretbare Ergebnisse f\u00fcr die medizinische Forschung. Geforscht wird am Organ Haut, um Fragestellungen zu Wundheilung oder zur Wirkung von Medikamenten zu bearbeiten.<\/p>\n<p>Die Entwicklung von Organ-on-a-Chips stellt einen bedeutenden Durchbruch in der biomedizinischen Forschung dar. Diese mikrofluidischen Ger\u00e4te simulieren die komplexe Umgebung menschlicher Organe auf einem Chip, was eine pr\u00e4zise Beobachtung von Krankheiten und deren Behandlungen erm\u00f6glicht. Mit Hilfe dieser Technologie k\u00f6nnen Forscher*innen die Reaktionen menschlichen Gewebes auf Wirkstoffe in Echtzeit beobachten. Das erm\u00f6glicht eine effiziente und zielgerichtete Medikamentenentwicklung.<\/p>\n<h2>Chip mit dreidimensionalem Hautmodell<\/h2>\n<p>Der Name \u201eChip\u201c bezieht sich auf Gr\u00f6\u00dfe und Aussehen eines Computerchips. \u00dcblicherweise sind Zellkultur-Eins\u00e4tze in einem Plastik-Rahmen eingebettet. Solche Platten k\u00f6nnen auch mit Elektronik kombiniert werden. Unter der Chip-Oberfl\u00e4che verlaufen mikrofluidische Kan\u00e4le, die die Funktion der Gef\u00e4\u00dfe im K\u00f6rper nachbilden. Das bedeutet, sie transportieren N\u00e4hrstoffe zum \u201eOrgan\u201c und Abfall und Informationen ab. Forscher*innen isolieren Hautzellen aus Hautspenden, die sie aus der Klinik erhalten. Mit Hilfe der isolierten Zellen kann im Labor ein k\u00fcnstliches, dreidimensionales Hautmodell gez\u00fcchtet werden. Und das k\u00f6nnen die Forscher*innen in Miniaturform auf Chips versetzen. Genau das ist dann die Testumgebung f\u00fcr biomedizinische Forschung.<\/p>\n<p>Mit dem Voranschreiten dieser neuen Technologie reduzieren sich Tierversuche in der medizinischen Forschung. Diese Entwicklung steht im Einklang mit dem wachsenden Bed\u00fcrfnis nach ethisch vertretbaren Forschungsmethoden und dem Streben, das Leiden von Tieren zu minimieren. Die F\u00e4higkeit, menschliche Krankheitsmodelle direkt zu studieren, ist ein Paradigmenwechsel in der Art und Weise, wie wir biologische Prozesse verstehen und behandeln.<\/p>\n<h2>Wide range of applications<\/h2>\n<p>Die Anwendungsbereiche von Organ-on-a-Chips sind vielf\u00e4ltig, sie finden zum Beispiel Einsatzm\u00f6glichkeiten in der personalisierten Medizin oder er\u00f6ffnen neue Horizonte in der Behandlung von Krankheiten. Diese Technologie hat das Potenzial, die Effektivit\u00e4t von Behandlungen zu steigern und gleichzeitig die Kosten und Entwicklungszeit in der pharmazeutischen Forschung zu reduzieren.<\/p>\n<p>Fazit: Organ-on-a-Chips sind mehr als nur eine wissenschaftliche Neuerung; sie sind ein Versprechen f\u00fcr eine Zukunft, in der medizinische Forschung schneller und genauer durchgef\u00fchrt werden kann. Indem sie die L\u00fccke zwischen traditionellen Tierversuchen und klinischen Tests am Menschen schlie\u00dfen, bieten sie einen wertvollen Mehrwert f\u00fcr die Gesellschaft und einen Hoffnungsschimmer f\u00fcr diejenigen, die auf Durchbr\u00fcche in der Behandlung von Krankheiten warten.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wissenschaft steht nie still, besonders nicht in der medizinischen Forschung. Bei JOANNEUM RESEARCH arbeiten drei Institute an der revolution\u00e4ren Organ-on-a-Chip-Methode. Diese macht die menschliche Physiologie verst\u00e4ndlicher und er\u00f6ffnet neue Entwicklungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Therapien, ohne auf Tierversuche angewiesen zu sein. Dies verspricht schnellere und genauere sowie ethisch vertretbare Ergebnisse f\u00fcr die medizinische Forschung. 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