{"id":59261,"date":"2024-11-07T07:55:42","date_gmt":"2024-11-07T06:55:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.joanneum.at\/?p=59261"},"modified":"2024-11-07T07:55:42","modified_gmt":"2024-11-07T06:55:42","slug":"113-digitaldialog-smart-hospital","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.joanneum.at\/en\/113-digitaldialog-smart-hospital\/","title":{"rendered":"113. Digitaldialog: Smart Hospital"},"content":{"rendered":"<p>The <strong>Digitalisation<\/strong> er\u00f6ffnet Krankenh\u00e4usern Chancen, die Gesundheitsversorgung effizienter und patientenfreundlicher zu gestalten und zum Smart Hospital zu werden. Laut einer McKinsey-Studie k\u00f6nnte allein in \u00d6sterreich der Einsatz digitaler Technologien j\u00e4hrliche Einsparungen von bis zu 4,7 Milliarden Euro bringen, vor allem durch papierlose Datenverarbeitung und Online-Interaktionen zwischen dem medizinischen Personal und den Patient*innen.<\/p>\n<p>Die Personalsituation im medizinischen Umfeld ist angespannt, besonders im Pflegebereich. Das f\u00fchrt zur Sperrung von Betten und Verschiebung planbarer Operationen. Unterst\u00fctzung kommt von digitalen Gesundheitstechnologien wie papierlose Datenverarbeitung, Teleberatung und Fern\u00fcberwachung von Patient*innen, Entscheidungsunterst\u00fctzung oder automatisierten Abl\u00e4ufen.\u00a0 In puncto Logistik zum Beispiel haben digitalisierte Prozesse erhebliches Potenzial zur Effizienzsteigerung. Systeme f\u00fcr eine automatisierte Medikamentenvergabe oder f\u00fcr die Steuerung von Versorgungsprozessen sorgen f\u00fcr einen besseren \u00dcberblick und optimieren den Ressourceneinsatz\u200b. Beim <strong>113. Digitaldialog<\/strong> am 5. November pr\u00e4sentierten 4 Vordenker und Umsetzer, welche Technologien ein Krankenhaus smart und zukunftsf\u00e4hig machen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Am <a href=\"https:\/\/www.uniklinikumgraz.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Universit\u00e4tsklinikum Graz<\/a> leitet <strong>Michael Kaziansch\u00fctz<\/strong> den Bereich Wirtschaft und Logistik. Er pr\u00e4sentierte erfolgreiche, schlank gehaltene Logistikprozesse im klinischen Umfeld mit Fokus auf Scanning, Tracking und Robotik. Abgesehen von den budget\u00e4ren Einsparungen, verbucht er eine h\u00f6here Akzeptanz seitens des medizinischen Personals auf das Erfolgskonto einer volldigitalisierten Logistik. Als Beispiel daf\u00fcr nannte er den logistischen Ablauf mit der Krankenhaus-Bekleidung. Hier setzte man auf h\u00f6here Qualit\u00e4t bei der Bekleidung, die durch abgespeckte Logistikkosten erm\u00f6glicht wurde. Kaziansch\u00fctz appelliert an die Zuh\u00f6rer*innen, neue Ideen und Design Thinking zuzulassen. Dies er\u00f6ffne v\u00f6llig neue M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p><strong>Gerald Sendlhofer<\/strong>, Leiter der Stabsstelle Qualit\u00e4tsmanagement und Risikomanagement des Universit\u00e4tsklinikums Graz, bot einen \u00dcberblick \u00fcber die Top-Risiken der Patient*innen in der medizinischen Versorgung und \u00fcber deren Minimierung durch Digitalisierung. Mit der Covid-Pandemie habe die Digitalisierungswelle an Dynamik gewonnen und viele Innovationen haben sich durchgesetzt, zeigte sich Sendlhofer \u00fcberzeugt. Allein die elektronische Fieberkurve, die die Interpretationsm\u00f6glichkeiten handgeschriebener Aufzeichnungen deutlich minimiere, hat zu erheblichen Verbesserungen gef\u00fchrt. Einer der gr\u00f6\u00dften Vorteile in der Digitalisierung sei die M\u00f6glichkeit, viele Beteiligte in einen Prozess zu integrieren. Die Patienteninformationen stehen so nicht nur dem behandelnden medizinischen Personal zur Verf\u00fcgung, sondern zum Beispiel auch den Pharmazeut*innen, die die Medikamente bereitstellen. Als besonders positives Beispiel f\u00fchrte Sendlhofer das Patientenarmband an, das mit einem Barcode versehen ist. Allein diese Innovation f\u00fchrte zu einer deutlichen Risikoabschw\u00e4chung bei den rund 1000 Patiententransporten am Tag.<\/p>\n<p>Der Kardiologe <strong>Martin Manninger-W\u00fcnscher<\/strong> erkl\u00e4rte die positiven Auswirkungen von Lifestyle Gadgets wie Smart Watches auf die Diagnostik. Als Beispiel f\u00fchrte er das bekannte Vorhofflimmern an, das zu einem Schlaganfall oder zu Herzschw\u00e4che f\u00fchren kann. Eine Smart Watch liefert eine F\u00fclle an Daten, durch die sich sehr fr\u00fch Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten des Herzschlags erkennen lassen. Ganz oft gibt es daf\u00fcr unbedenkliche Ursachen, manchmal l\u00e4sst sich daraus ein Vorhofflimmern ableiten. Diese neue Art der Diagnostik sei patienteninitiiert, erkl\u00e4rt der Spezialist. Die Schw\u00e4che dabei sei die enorme Datenmenge, aus der sich noch keine Diagnose ableiten l\u00e4sst. Aktuell werde an Workflows und am Umgang mit big data geforscht und gearbeitet. Auch daran, medizinisches Personal hinsichtlich neuer digitaler Technologien zu schulen.<\/p>\n<p>Den Abschluss der Vortragsreihe machte <a href=\"https:\/\/www.joanneum.at\/en\/personen\/di-di-dr-franz-feichtner\/\"><strong>Franz Feichtner<\/strong><\/a>, Direktor vom Institut <a href=\"http:\/\/www.joanneum.at\/en\/health\/\">HEALTH<\/a>, der 3 Digitalisierungsprojekte vorstellte und Design Thinking ins Scheinwerferlicht stellte. Seiner Erfahrung nach sei es wesentlich, die Anwender*innen digitaler L\u00f6sungen von Anfang an in den Entwicklungsprozess miteinzubeziehen. Design Thinking beginne mit Prozessbeobachtungen und dem Erstellen eines Anforderungsprofils. Dem folge die Entwicklung und Prozesssimulation, bevor es an die Umsetzung gehe. In all den Prozessen sei es unerl\u00e4sslich, alle Beteiligten miteinzubeziehen, um Akzeptanz und Verst\u00e4ndnis in der Anwendung zu gew\u00e4hrleisten. J\u00fcngstes Beispiel aus dem Institut HEALTH ist der digitale OP-Check, der in den Krankenh\u00e4usern in der Steiermark bereits erfolgreich im Einsatz ist.<\/p>\n<p>Durch die Veranstaltung f\u00fchrte der stellvertretende Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Kooperationspartners Human.technology Styria GmbH (HTS), <strong>Pascal M\u00fclner. <\/strong><\/p>\n<p>Der Digitaldialog ist eine Veranstaltungsreihe des Silicon Alps Clusters, die in Kooperation mit JOANNEUM RESEARCH, dem Campus 02, der IT Community Styria sowie der FH K\u00e4rnten durchgef\u00fchrt wird.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Digitalisierung er\u00f6ffnet Krankenh\u00e4usern Chancen, die Gesundheitsversorgung effizienter und patientenfreundlicher zu gestalten und zum Smart Hospital zu werden. 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