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Lebenselixier Spermidin wirkt auch protektiv auf den Herzmuskel

Von einer neuen sensationellen Entdeckung des internationalen Autophagie-Forschungsteams unter Beteiligung von JOANNEUM RESEARCH kann berichtet werden. Unter der Leitung von Tobias Eisenberg und Frank Madeo von der Universität Graz, sowie Simon Sedej und Mahmoud Abdellatif von der Medizinischen Universität Graz konnte der protektive Effekt von Spermidin auf die Herzmuskulatur aufgeklärt und bewiesen werden.

Die sogenannte diastolische Herzmuskelschwäche ist zusammen mit erhöhtem Blutdruck eine der häufigsten Todesursachen in der westlichen Welt. Diese Herzmuskelschwäche wird durch den im Alter fortschreitenden Verlust der Herzelastizität mit einhergehender Verdickung der Herzwände verursacht. Leistungsschwäche, Kurzatmigkeit, sowie insgesamt eine schlechtere Lebensqualität sind die Folgen dieser Erkrankung. Die diastolische Herzinsuffizienz ist zwar heute  gut diagnostizierbar es gibt aber bislang keine wirksame Behandlung.

Mit den Arbeiten der internationalen Forschungsgruppe gelang es nun einen neuen Weg für Therapien zu öffnen:

Es konnte gezeigt werden, dass die Zufuhr von Spermidin über die Nahrung die Herzgesundheit (Elastizität und diastolische Entspannung) in alternden Mäusen verbesserte und den Blutdruck bei Ratten senkte, die durch eine salzhaltige Ernährung einen erhöhten Blutdruck aufwiesen. In Kooperation mit der Medizinischen Universität Innsbruck (Stefan Kiel) konnte das Team zeigen, dass auch bei Menschen höhere über die Nahrung zugeführte Spermidinmengen mit deutlich weniger Herzerkrankungen und niedrigerem Blutdruck korrelieren. Das Institut HEALTH der JOANNEUM RESEARCH lieferte mit Metabolomanalysen und speziellen Analyseverfahren für Spermidin wichtige Beiträge für den Erfolg des Projektes. Die Ergebnisse wurden im renommierten Journal „Nature Medicine“ publiziert:

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Bibliographic Data:

"Cardioprotection and lifespan extension by the natural polyamine spermidine", Tobias Eisenberg, Mahmoud Abdellatif, Sabrina Schroeder, Uwe Primessnig, Slaven Stekovic, Tobias Pendl, Alexandra Harger, Julia Schipke, Andreas Zimmermann, Albrecht Schmidt, Mingming Tong, Christoph Ruckenstuhl, Christopher Dammbrueck, Angelina S Gross, Viktoria Herbst, Christoph Magnes, Gert Trausinger, Sophie Narath, Andreas Meinitzer, Zehan Hu, Alexander Kirsch, Kathrin Eller, Didac Carmona-Gutierrez, Sabrina Büttner, Federico Pietrocola, Oskar Knittelfelder, Emilie Schrepfer, Patrick Rockenfeller, Corinna Simonini, Alexandros Rahn, Marion Horsch, Kristin Moreth, Johannes Beckers, Helmut Fuchs, Valerie Gailus-Durner, Frauke Neff, Dirk Janik, Birgit Rathkolb, Jan Rozman, Martin Hrabe de Angelis, Tarek Moustafa, Guenter Haemmerle, Manuel Mayr, Peter Willeit, Marion von Frieling-Salewsky, Burkert Pieske, Luca Scorrano, Thomas Pieber, Raimund Pechlaner, Johann Willeit, Stephan J Sigrist, Wolfgang A Linke, Christian Mühlfeld, Junichi Sadoshima, Joern Dengjel, Stefan Kiechl, Guido Kroemer, Simon Sedej & Frank MadeoNature Medicine,<time datetime="2016-11-14"> 2016,</time> doi:10.1038/nm.4222