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JOANNEUM RESEARCH

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Luft- und Raumfahrtcluster

In Graz wurden neue heimische Weltraumstrategien präsentiert. Die Steiermark will Weltraumforschung für Luftfahrt besser nutzbar machen.

In Graz wurden neue heimische Weltraumstrategien präsentiert. Die Steiermark will Weltraumforschung für Luftfahrt besser nutzbar machen.Der steirische Forschungslandesrat DI Leopold Schöggl präsentierte am 25. Februar ein Positionspapier der JOANNEUM RESEARCH. Ziel ist eine engere Zusammenarbeit zwischen Forschung und Wirtschaft im Bereich der Weltraumfahrt, deren Ergebnisse nun stärker für den Luftfahrtbereich nutzbar gemacht werden sollen.

Durch das traditionelle Engagement in der Weltraumtechnologie bestehe in der Steiermark ein breites Feld an Know-how. Forschung und Wirtschaft mischen seit Jahren an der Weltspitze mit. Ob beim Umweltsatelliten Envisat, beim Magnetfeldsatelliten DoubleStar, beim Rosetta-Projekt (Landung auf einem Kometen), beim Venus Express oder bei Goce (exakte Vermessung der Erde): Wissen und Technologie aus der Steiermark sind dabei.

„Diese Stärken gilt es jetzt zu bündeln und in Kooperation mit Partnern aus der Wirtschaft ein Luft- und Raumfahrt-Netzwerk zu schaffen“, so Landeshauptmann-Stv. Schöggl. Insbesondere für die Bereiche Flugsicherheit, Flugakustik, autonome Flugkörper und Informationsmanagement für den Luftfahrtsektor gibt es hier die größten Potenziale: „Ohne Zweifel besteht in der Steiermark ein Kern von Einrichtungen und Wirtschaftsbetrieben, welche als Keimzelle eines wachsenden Industriezweiges geeignet sein könnte“, halten Univ.-Prof. Otto Koudelka und Univ.-Doz. Mathias Schardt vom JOANNEUM RESEARCH im Positionspapier fest.

Neben den vorhandenen Forschungsinstitutionen, aber auch der Infrastruktur für die Luftfahrt, wie den Einrichtungen der militärischen Luftfahrt in Zeltweg als auch der zivilen Luftfahrt in der Steiermark seien auch schon erste Wirtschaftspartner mit Produkten des Luftfahrtbereiches vorhanden, heißt es in dem Positionspapier. Steirische Betriebe, die sich der Anfertigung von Helikopterkomponenten verschrieben haben, oder Zwischenfertiger für Airbusteile würden schon jetzt auf die Potenziale steirischer Produkte für den Luftfahrtsektor hinweisen. Mit der SFD-Weltraumtechnik der Steyr-Magna Konzerns existiere auch eine produktionsorientierte Gruppe mit Zielrichtung Raumfahrttechnik, jedoch mit einer noch starken Forschungskomponente.

Als „punktgenaue Landung der Steiermark“ beschrieb Mag. Eva-Maria Schmitzer vom zuständigen Ministerium BMVIT die steirischen Bestrebungen. Denn im Bereich Weltraum- und Luftfahrtaktivitäten werden zusätzlich rund 20 Millionen Euro vom Bund zur Verfügung gestellt. Graz als "heimliche Weltraumhauptstadt" und die Zulieferer für die Flugzeugtechnologie in der Steiermark können durch erfolgreiche Kooperation auf einen erklecklichen Anteil hoffen.
 
ExpertInnen sehen in der Bündelung der Luft- und Raumfahrtkompetenz in der Steiermark ein Vorbild für bundesweite Aktivitäten:
Forschungsreferent Landeshauptmann-Stv. DI Leopold Schöggl,
Mag. Eva-Maria Schmitzer (BMVIT),
Hon.-Prof. Dr. Bernhard Pelzl (JOANNEUM RESEARCH),
Dr. Klaus Pseiner (ASA).