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JOANNEUM RESEARCH

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Spannendes Hintergrundgespräch: "HEALTH - Chancen durch Digitalisierung"

Die Institute DIGITAL und HEALTH luden im Rahmen des Europäischen Forum Alpbach zur Diskussion in den Alpbacherhof.

DI Dr. Heinz Mayer, Mag. DI Bernhard Rabl, DI Andreas Krug, DI Herwig Zeiner, Dr. Elisabeth Hödl, DI Nina Simon, DIin Julia Brugger, DI Maria Fellner, MBA, Univ.-Prof. DI Dr. Werner Leodolter

Die Idee stammte von der Industriellenvereinigung Steiermark, für die Organisation und den perfekten Ablauf zeichnete die Human.technology Styria verantwortlich: Erstmals lud die JOANNEUM RESEARCH im Rahmen des Europäischen Forum Alpbach am 26. August 2015 zu einem Hintergrundgespräch. DIGITAL-Direktor DI Dr. Heinz Mayer warf dabei zum Start die Frage auf, wie Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) künftig im Gesundheitswesen zum Einsatz kommen werden.

Dr.in Elisabeth Hödl (Watchdogs Health Data) erklärte, warum diese Frage so relevant sei: "30 Prozent aller weltweit verfügbaren Daten sind Gesundheitsdaten." Für sich haben dises Informationen jedoch keine Aussagekraft; es gelte, sie zu finden, zusammenzuführen und vergleichbar zu machen, kurz: aus öffentlich zugänglichen Daten intelligente Daten zu machen. "Die Vorraussetzung für den Einsatz von IKT im Gesundheitsbereich ist gutes Datenmanagement. Vor allem bei chronisch Erkrankten sehe ich ein grosses Potenzial für Telegesundheitsdienste", so Univ.-Prof. DI Dr. Werner Leodolter (CIO Steiermärkische Krankenanstaltenges m. b. H.). DI Andreas Krug (HEALTH - JOANNEUM RESEARCH) präsentierte dafür gleich ein Beispiel: das GlucoTab, ein von der JOANNEUM RESEARCH entwickeltes, tabletbasiertes System zum Blutzucker-Management im Spital. "Auch ReDeform, ein Projekt von DIGITAL, unterstützt Ärzte bei der Therapie", erklärte DI Herwig Zeiner vom Institut DIGITAL. Mit dem System kann die Bestrahlung von Tumoren im HNO-Bereich punktgenau berechnet werde, sogar Veränderungen des Tumors während der Therapie fließen in die Berechnungen ein. So können Schädigungen des gesunden Gewebes minimiert werden.

DIin Julia Brugger von der Technischen Universität Graz berichtete von ihren Forschungen zum Einsatz von Near-Eye Display Devices wie den Google Glasses im Medizinischen Bereich: "Damit wird zum Beispiel eine virtuelle Fernkonsultation eines Facharztes durch einen anderen Mediziner möglich, oder der Chirurg hat die Möglichkeit, die Vitalparameter des Patienten/der Patientin während der Operation ständig im Auge zu behalten." DIin Maria Fellner (stellvertretende Institutsdirektorin DIGITAL) berichtete, dass die Steiermark ab September eine der österreichischen Testregionen im Bereich AAL (active and assisted living) sein wird. Dabei geht es darum, mittels IKT-Lösungen ältere Menschen dabei zu unterstützen, möglichst lange zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung bleiben zu können. 100 Testhaushalte in Graz, Deutschlandsberg und Leibnitz werden mit der Technologie ausgestattet und über ein Jahr evaluiert. Zum Abschluss erörterte DIinNina Simon die Arbeit der 70 Forscher vom steirischen Know-Center, die sich auch mit Big-Data-Analysen im Gesundheitsbereich beschäftigen.

Im Anschluss wurden die Beiträge von den rund 50 interessierten Teilnehmer/innen diskutiert.