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JOANNEUM RESEARCH

News

Zukunftskonferenz 2014

Bereits zum vierten Mal fand am 12. März 2014 im messecongress Graz Nord die Zukunftskonferenz der steirischen Forschungsgesellschaft JOANNEUM RESEARCH statt.

Prof. Dr. Martin G. Curley und Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Pribyl mit Eye Tracking Glasses<br/>Credits: JOANNEUM RESEARCH/Bergmann
Univ.-Prof. Dr. Wolf Rauch, Landesrat Mag. Christopher Drexler, Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Pribyl <br/>Credits: JOANNEUM RESEARCH
Teilnehmer/innen der Zukunftskonferenz <br/> Credits: JOANNEUM RESEARCH/Bergmann

Die Idee dahinter ist, Kunden und Partner über die neuesten Entwicklungen und Forschungsprojekte der JOANNEUM RESEARCH zu informieren und die Möglichkeit zu bieten, Einfluss auf die Planungen des Unternehmens zu nehmen. Damit wird die Arbeit der steirischen Forschungsschmiede einem „Reality Check“ unterworfen und neue Inputs können aufgegriffen werden. Mehr als 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten heute diese Gelegenheit zur Vernetzung.

„Es freut uns besonders, dass wir Prof. Dr. Martin G. Curley, den Vize­präsidenten von Intel Labs und Direktor von Intel Labs Europe, als hochkarätigen Keynote Speaker für unsere heurige Zukunftskonferenz gewinnen konnten“, so Geschäftsführer Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Pribyl. Abgesehen von seinen Funktionen im Intel-Konzern ist Curley Professor of Technology and Business Innovation. In seiner Keynote-Rede sprach Curley zu dem Thema „Open Innovation 2.0 for Sustainable Intelligent Living”. Graz kann aus seiner Sicht den Sprung zur „Smart City“ dank seiner Überschaubarkeit besser schaffen als zum Beispiel Wien. „Die Forschung darf nicht nur in den Labors stattfinden, sie muss hinaus in die Stadt“, so Curley. Dies sei eine der Möglichkeiten, um die Umweltqualität, aber auch die Lebensqualität jedes einzelnen zu verbessern. Auch mögliche Zusammenarbeiten von Intel Labs und JOANNEUM RESEARCH wurden auf der Zukunftskonferenz besprochen.

Im Rahmen von verschiedenen Sessions, organisiert von den fünf Forschungseinheiten der JOANNEUM RESEARCH, wurde ein Überblick über zukünftige Schwerpunktsetzungen geboten. Die Sessions behandelten die Themen „Die Zukunft der Nanotechnologie“ (MATERIALS), „Österreich und die Steiermark – Positionierung und Herausforderungen für die Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik“ (POLICIES), „Energieversorgung in Österreich bis 2050“ (RESOURCES), „Die Zukunft der Biomarker-Forschung“ (HEALTH) sowie „Smart Data – Smart Money“ (DIGITAL).

Im Zuge der Konferenz stellten alle fünf Forschungseinheiten der JOANNEUM RESEARCH ausgewählte Projekte aus. Im Rahmen dieser Ausstellung der fünf Institute präsentierte zum Beispiel DIGITAL, das Institut für Informations- und Kommunikationstechnologien, unter dem Titel „Sehe ich, was ich erblicke?“ so genannte „Eye Tracking Glasses“ und einen Alterssimulationsanzug, mit dem man einen Blick in die eigene Zukunft werfen kann.  Die Forscherinnen und Forscher bei DIGITAL untersuchen alltägliche Aufmerksamkeitsabläufe des Menschen. Klassisches Beispiel ist die Untersuchung über Einkaufsentscheidungen im Lebensmittelmarkt. Bei der Zukunftskonferenz werden die „Eye Tracking Glasses“ vorgeführt; dabei handelt es sich um das neueste Verfahren zur Messung von Blickbewegungen zum Beispiel beim Betrachten eines Regalbildes im Supermarkt. Der von DIGITAL entwickelte „FACTS Monitor“ stellt in Echtzeit dar, ob Objekte erblickt und ob sie auch wahrgenommen wurden. Mentale Prozesse wie Konzentration und Stress können über die Zeit verfolgt werden. In einem Testbild und einem Testvideo  wird die Fähigkeit, sich auf überraschende Einzelheiten zu konzentrieren, getestet. Gleichzeitig erfahren die Besucherinnen und Besucher, dass „erblicken“ nicht gleich „sehen“ beziehungsweise „wahrnehmen“ bedeutet. In Unfallszenarien ist der Ausdruck „I looked but I did not see“ ein Ausdruck dafür, dass Lenker zwar Verkehrssignale kurz erblickt aber nicht verhaltensrelevant gesehen haben. Sie waren abgelenkt und nicht konzentriert.

Auch der menschliche Alterungsprozess kann Wahrnehmung und Aufmerksamkeit verändern. Zur Demonstration dieser Veränderungen stand ein Alterssimulationsanzug zur Verfügung. Die Leistung des Sehens ist nämlich keine allgemeine Eigenschaft sondern abhängig von Alter, Erfahrung, Geschlecht und Kultur.

MATERIALS stellte die in Europa einzigartige Rolle-zu-Rolle-Drucktechnik und das patentierte PyzoFlex-Verfahren vor. Zum Thema Sensorik wird in einem verdunkelten Raum die prinzipielle Funktion opto-chemischer Sensoren (Fluoreszenzsensoren) demonstriert. Gas durchströmt den Raum und es wird gezeigt, wie sich die Fluoreszenz ändert.

Die Experten von HEALTH stellten das neue K1-Zentrum – Center for Biomarker Research in Medicine (CBmed) vor. Das Zentrum wird ab Jänner 2015 für vier Jahre laufen. In der Kommunikationsecke konnte man sich zusätzlich über die Projekte Met2Net und Met4CAD informieren.

RESOURCES zeigte die Funktion eines Lysimeters. Dieses misst Wasserbilanzparameter wie Verdunstung, Grundwasserneubildung, Niederschlag und Bodenwasserspeicheränderungen und bestimmt Stoffauswaschungen (z.B. Nitrat) in das Grundwasser. Die dabei gewonnenen Daten und Erkenntnisse dienen zum einen zur Ableitung von grundwasserschonenden landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsweisen bzw. bilden zum anderen die Grundlage für die Simulation von Bodenwasserfluss und Stofftransport mit Berechnungsmodellen.

POLICIES präsentierte das Buch „Weinbau und Klimawandel“, herausgegeben von Franz Prettenthaler und Herbert Formayer. In Kooperation mit dem Weingut Gerhard Wohlmuth gab es eine entsprechende Weinverkostung.

Erstmals wurden bei der heurigen Zukunftskonferenz im Rahmen von „Best Performance JOANNEUM RESEARCH“ die besten Projekte und Publikationen in vier Kategorien gewählt und anschließend prämiert. Als Jury fungierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz, die in jeder Kategorie eine Stimme zu vergeben hatten.

 

SESSION-ARCHIVDOWNLOAD

Präsentation JOANNEUM RESEARCH, Einleitung W. Pribyl (1,7MB PDF)

Session 1 - MATERIALS

Session 2 - POLICIES

Session 3 - RESOURCES

Session 4 - MATERIALS

Session 5 - HEALTH

Session 6 - DIGITAL

Projektnominierungen JOANNEUM RESEARCH (5,1MB PDF)

Video Zukunftskonferenz JOANNEUM RESEARCH 2014 DE H264 (youtube)