EUROPÄISCHES FORUM ALPBACH 2018

24. August 2018

Arbeitskreis in Alpbach beleuchtete die „Ungleichheit und Resilienz in der digitalen Ökonomie“

Im Rahmen der Technologiegespräche beim Europäischen Forum Alpbach richtete POLICIES, das Institut für Wirtschafts- und Innovationsforschung, einen Arbeitskreis mit hochkarätigen Referentinnen und Referenten aus. 

Am 24. August 2018 fand in der Hauptschule Alpbach der Arbeitskreis „Ungleichheit und Resilienz in der digitalen Ökonomie“ statt. Gastgeber war dabei das Institut POLICIES. Gegenwärtige technologische Veränderungen (Digitalisierung, Industrie 4.0, Internet of Things) finden vor dem Hintergrund von Ungleichheiten bei der Einkommensverteilung statt, die in den letzten Jahren bedeutend angestiegen sind. Firmen, Regionen und Gesellschaften entwickeln sich auch sehr unterschiedlich und sehen sich großen Herausforderungen gegenüber, was die Teilhabe an technologischer Veränderung und ihre Vorteile betrifft. In den letzten Jahren wurden diese Phänomene daher Gegenstand intensiver politischer Diskussionen und wissenschaftlicher Untersuchungen, um diese Entwicklungen besser verstehen zu können. Das Thema diskutierten Dr. Beñat Bilbao-Osorio von der Europäischen Kommission, Mag.a Dr.in Agnes Kügler, MSc vom WIFO – Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung, M.Phil. Alistair Nolan von der OECD – Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit POLICIES-Direktor Mag. Wolfgang Polt und seinem Kollegen Maximilian Unger, MSc.

Der Arbeitskreis

Dr. Benat Bilbao-Osorio, M. Phil. Alistair Nolan, Dr.in Agnes Kügerl, Maximilian Unger, MSc., Mag. Wolfgang Polt (v.l.) Credit: JOANNEUM RESEARCH

Ein voller Saal und eine angeregte Diskussion beim Arbeitskreis von POLICIES. Credit: JOANNEUM RESEARCH

Credit: JOANNEUM RESEARCH

21. August 2018

Fast 80 Interessierte bei der Partner-Session in Alpbach

„Disease-Management-Programme und Digitalisierung in der Medizin“ lautete der Titel der heurigen spannenden Session von JOANNEUM RESEARCH HEALTH im Rahmen der Gesundheitsgespräche des Europäischen Forum Alpbach 2018.

Disease-Management-Programme stellen Patienten und Patientinnen in den Mittelpunkt und sichern eine gute Versorgung. Gemeinsam mit der digitalen Prozess- und Entscheidungsunterstützung leisten sie einen Beitrag zur Resilienz der Gesundheitsversorgung. Welche Vorreiter gibt es hier? Diese Frage stellten sich die hochkarätigen Diskutantinnen und Diskutanten bei der Partner-Session des Instituts HEALTH im Rahmen der Gesundheitsgespräche des Europäischen Forums Alpbach 2018, zu der HEALTH-Direktor Univ.-Prof. Dr. Thomas Pieber geladen hatte.

„Welche Chancen sich durch die Digitalisierung im Gesundheitsbereich in Zukunft ergeben werden, können wir derzeit nur erahnen“, unterstrich der steirische Gesundheitslandesrat Mag. Christopher Drexler die Brisanz des Themas in seiner Einleitung. Keynote-Speaker Dr. Helmut Hildebrandt (Vorstandsvorsitzender der OptiMedis AG und Geschäftsführer der Gesundheit für Billstedt/Horn UG bzw. der Gesundes Kinzigtal GmbH, Hamburg) erklärte: „Gesundheitsversorgung von heute kann nicht auf Technologien von gestern aufgebaut werden. Was heute in vielen Wirtschaftsbereichen selbstverständlich ist – Stichwort Industrie 4.0 – müssen wir auch im Gesundheitswesen entwickeln.“ Es gelte, die Sektorengrenze in der Versorgung zu überwinden. Das vor 30 Jahren in den USA entwickelte Disease Management sei „nur eine Stufe auf dem Weg zum Health Management“, so Hildebrandt.

Durch die anschließende angeregte Diskussion führte Mag. Roland Schaffler (Herausgeber Qualitas). Dr. Clemens Martin Auer (Sektionsleiter Sektion I – Gesundheitssystem, zentrale Koordination, Bundesministerium für Gesundheit) meinte: „Flächendeckender Austausch von Gesundheitsdaten, von dem alle Patientinnen und Patienten profitieren, braucht eine interoperable Infrastruktur. Dort haben wir aber einen enormen Aufholbedarf.“ Auf diesem Gebiet bräuchte es in den kommenden fünf Jahren einen Innovations- und Investitionsschub, der von der öffentlichen Hand ausgehen müsse. „Die größte Herausforderung liegt darin, die Dinge auf den Boden zu bringen“, stieß Mag.a Romana Ruda, MA (Leiterin der Abteilung Versorgungsmanagement Wiener GKK) ins selbe Horn. Joachim Henkel, Bakk., Hauptabteilungsleiter Integratives Leistungsmanagement AOK Hessen, beleuchtete die Situation wie Hildebrandt von deutscher Seite: „Disease-Management-Programme in Deutschland sind seit 2002 gesetzlich vorgeschrieben, benötigen aber sinnvolle, digitale Ergänzung zur Patient/innenführung.“

 

Die Partner- Session

Mag. Roland Schaffler (ganz links) führte durch die angeregte Diskussion mit Dr. Helmut Hildebrandt, Joachim Henkel, Bakk., Mag.a Romana Ruda, MA und Dr. Clemens Martin Auer. Credit: JOANNEUM RESEARCH

Dr. Helmut Hildebrandt hielt eine spannende Keynote. Credit: JOANNEUM RESEARCH

Univ.-Prof. Dr. Thomas Pieber, Dr. Helmut Hildebrandt, Mag.a Romana Ruda, MA, Joachim Henkel, Bakk., Mag. Christopher Drexler, Dr. Clemens Martin Auer sowie Mag. Roland Schaffler (v. l.)

Alpbach 2018

„Diversität und Resilienz“: die JOANNEUM RESEARCH in Alpbach

Von 15. bis 30. August 2018 treffen sich hunderte Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur beim Europäischen Forum Alpbach, um das Spannungsfeld zwischen „Diversität und Resilienz“ zu beleuchten. Im Mittelpunkt stehen dabei einmal mehr neue Denkweisen und neue Perspektiven – Ansätze, die im Bereich der Forschung das Um und Auf sind. Die JOANNEUM RESEARCH ist seit 20 Jahren Teil des Europäischen Forum Alpbach und stellt auch heuer von 19. bis 25. August 2018 neues Gedankengut in den Bereichen Gesundheit und Technologie im Rahmen des traditionellen Forums vor. Der Informationsstand ist in diesem Zeitraum im Otto-Molden-Foyer anzufinden.

Gesundheitsgespräche 2018: „Disease-Management-Programme und Digitalisierung der Medizin“

HEALTH, das Institut für Biomedizin und Gesundheitswissenschaften der JOANNEUM RESEARCH, lädt zu einer spannenden Break-out Session: Disease-Management-Programme stellen Patienten und Patientinnen in den Mittelpunkt und sichern eine gute Versorgung. Gemeinsam mit der digitalen Prozess- und Entscheidungsunterstützung leisten sie einen Beitrag zur Resilienz der Gesundheitsversorgung. Welche Vorreiter gibt es hier?

Am 21. August 2018 ab 14:00 Uhr diskutieren im Congress Centrum Alpbach Dr. h.c. Helmut Hildebrandt (Keynote) von der OptiMedis AG, Dr. Clemens Martin Auer vom Bundesministerium für Gesundheit, Joachim Henkel von der AOK - Hessen Health Insurance und Mag.a Romana Ruda von der Wiener Gebietskrankenkasse.Moderiert wird die Diskussion von Mag. Roland Schaffler, Herausgeber der ÖKZ – Das Österreichische Gesundheitswesen.

„smart@surface“ beim Technologiebrunch

Die Standortagentur Tirol richtet zum Auftakt der Technologiegespräche beim Europäischen Forum Alpbach am 23. August den Tiroler Technologiebrunch aus. Vor diesem Hintergrund präsentiert MATERIALS, das Institut für Oberflächentechnologien und Photonik der JOANNEUM RESEARCH, gemeinsam mit den Tiroler Projektpartnern das K-Projekt „smart@surface“, an dem auch DIGITAL beteiligt ist. In dem Projekt sollen beliebig geformte Oberflächen aus Kunststoff, Holz, Leder oder Stein mit elektronischen, sensorischen und optischen Funktionen versehen werden. MATERIALS ist Konsortialführer.

Technologiegespräche 2018: „Ungleichheit und Resilienz in der digitalen Ökonomie“

Der Arbeitskreis wird von POLICIES, dem Institut für Wirtschafts- und Innovationsforschung ausgerichtet und findet am 24. August 2018 ab 13.00 Uhr in der Hauptschule Alpbach statt. Gegenwärtige technologische Veränderungen (Digitalisierung, Industrie 4.0, Internet of Things) finden vor dem Hintergrund von Ungleichheiten bei der Einkommensverteilung statt, die in den letzten Jahren bedeutend angestiegen sind. Firmen, Regionen und Gesellschaften entwickeln sich auch sehr unterschiedlich und sehen sich großen Herausforderungen gegenüber, was die Teilhabe an technologischer Veränderung und ihre Vorteile betrifft. In den letzten Jahren wurden diese Phänomene daher Gegenstand intensiver politischer Diskussionen und wissenschaftlicher Untersuchungen, um diese Entwicklungen besser verstehen zu können. Das Thema diskutieren Dr. Beñat Bilbao-Osorio von der Europäischen Kommission, Mag.a Dr.in Agnes Kügler, MSc vom WIFO – Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung, M.Phil. Alistair Nolan von der OECD – Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit POLICIES-Direktor Mag. Wolfgang Polt.

Ausstellung am innoregio-Stand

Basierend auf der herausragenden Kompetenz in der akustischen Erkennung von Ereignissen entwickelt DIGITAL, das Institut für Informations- und Kommunikationstechnologien der JOANNEUM RESEARCH, intelligente Mikrofon-Arrays, mit denen das Herannahen von unbemannten Flugobjekten detektiert und lokalisiert werden kann. Wie das funktioniert erfährt man am innoregio-Stand im Schrödinger Saal.

JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH entwickelt Lösungen und Technologien für Wirtschaft und Industrie in einem breiten Branchenspektrum und betreibt Spitzenforschung auf internationalem Niveau. Mit dem Fokus auf angewandte Forschung und Technologieentwicklung nimmt die INNOVATION COMPANY eine Schlüsselfunktion im Technologie- und Wissenstransfer ein.

 

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