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"Paris Lebensstil"


LIFE präsentiert erste Ergebnisse bei der 10. Energiewirtschaftstagung an der TU-Wien


08.03.2017


Bei der 10. Internationalen Energiewirtschaftstagung "Klimaziele 2050: Chance für einen Paradigmenwechsel?" mit 450 Teilnehmer/innen an der TU-Wien präsentiert LIFE erste Ergebnisse zum neuen Forschungsthema "Paris-Lebensstile"

Eine Voraussetzung zur Erreichung des im Pariser Abkommen festgelegten 1.5°C-Zieles im Jahr 2100 sind deutliche Änderungen in unserem Lebensstil. In den letzten Jahren haben wachsende gesellschaftliche Gruppen ein Bewusstsein für den Einfluss ihrer Entscheidungen auf das Klima entwickelt und neue, klimaorientierte Lebensstile sind entstanden. Wir erforschen die Entwicklung und Verbreitung dieser rasant wachsenden "Low-Carbon-Orientierung" im Konsum, die schon heute zu steigendem Bedarf für klimafreundliche Produkte und Dienstleistungen führt. Dabei stehen "Low-Carbon-Lifestyles" im Fokus, die sich durch signifikant niedrigere (> 80%) Treibhausgas-Emissionen als die meisten heutigen Lebensstile in Industrieländern auszeichnen. Der Begriff "Paris Lebensstil" steht dabei für einen innovativen und erfüllten "Low-Carbon-Lifestyle", der zu den Zielen des Paris-Abkommens beiträgt.

Um klimafreundliche Lebensstile zu erforschen und zu gestalten, müssen zunächst die Treibhausgas-Emissionen aktueller Lebensstile bekannt sein. Bei der Tagung wurde erstmals die konsumbasierten Treibhausgas-Bilanz der Österreicherinnen und Österreicher vorgestellt, die auf Basis der Menge und Treibhausgas-Emissionen im Lebenszyklus der jährlich konsumierten Produkte und Dienstleistungen ermittelt wurde. Wie zu erwarten, liegen diese um bis zu 50% über den bisherigen national ausgewiesenen Emissionen, da die vom österreichischen Konsum verursachten Emissionen im Ausland auch Berücksichtigung finden müssen. Die größten Anteile stammen hierbei aus Produkten & Dienstleistungen (etwa 40%), der Mobilität (etwa 25%) und Nahrung (etwa 10%), Strom und Wärme tragen zusammen nur etwa 15% bei.

"Das rege Interesse an den ersten Ergebnissen unseres neuen Forschungsansatz zu ,Paris-Lebensstilen' bei der Tagung zeigt, dass dieser bahnbrechende Ansatz völlig neue Blickwinkel auf die Möglichkeiten zur Treibhausgas-Reduktion eröffnet und die Bedeutung unserer Forschungsanstrengungen bestätigt", freut sich Forschungsgruppenleiter DI Dr. techn. Gerfried Jungmeier.

In zwei weiteren Konferenzbeiträgen wurden innovative Möglichkeiten zur Reduktion von Treibhausgasen durch den zukünftigen Einsatz von batterie-elektrischen Bussen im Stadtverkehr und der Wärmenutzung aus dem Untergrund in Graz vorgestellt.

Kontakt: DI Dr. techn. Gerfried Jungmeier


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