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Die Rolle der Bioraffinerie in einer zukünftigen BioEconomy

Experten aus Industrie und Forschung diskutierten mit Vertretern der Internationalen Energieagentur (IEA) die zukünftigen Einsatzbereiche von Bioraffinerien in der stark wachsenden BioEconomy.

In der BioEconomy werden erneuerbare Rohstoffe und Energien eingesetzt, um die von der Gesellschaft nachgefragten Dienstleistungen hocheffizient und kostengünstig bereitzustellen. In einer Bioraffinerie können unterschiedliche biogene Rohstoffe (z.B. Holz, organische Abfälle, Getreide) gleichzeitig in stoffliche und energetische Produkte (z.B. Nahrungs- und Futtermittel, Biotreibstoffe, Biochemikalien) hocheffizient umgewandelt werden. Die Bioenergy Task 42 „Biorefining“ der Internationalen Energieagentur (IEA) besteht seit 2007 aus 11 Mitgliedsländern (AT, AUS, CAN, DK, DE, IT, IR, JP, NL, NZ, USA) und erarbeitet unter anderem Eckpunkte einer Bioraffinerie-Strategie für eine zukünftige BioEconomy. Ein Workshop zur „Rolle der Bioraffinerie in einer zukünftigen BioEconomy“ wurde bei JOANNEUM RESEARCH in Graz abgehalten. Die Experten aus Industrie und Forschung präsentierten und diskutierten mit Vertretern der Internationalen Energieagentur (IEA) die zukünftigen Einsatzbereiche von Bioraffinerien in der stark wachsenden BioEconomy.

Der österreichische Vertreter in der IEA Task „Biorefining“ Dr. Gerfried Jungmeier von JOANNEUM RESEARCH fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen: “Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis, dass die rein stoffliche oder energetische Nutzung von Biomasse nachhaltiger ist, jedoch gibt es international die abgesicherte Erkenntnis, dass die kombinierte stoffliche und energetische Nutzung von Biomasse für Nahrungs- und Futtermittel, Bioenergie und Biomaterialien am nachhaltigsten ist.“ Im Workshop wurden hierzu unter anderem nationale und internationale Beispiele von nachhaltigen Bioraffinerien gezeigt und diskutiert: 1) Bioraffinerie in Pischelsdorf/Niederösterreich zur kombinierten Erzeugung von Stärke als Lebensmittel und Industrierohstoff, Futtermittel, Biotreibstoff und Kohlendioxid für die (Lebensmittel)Industrie aus Getreide, 2) Bioraffinerie in Pöls/Steiermark zur kombinierten Erzeugung von Zellstoff, Papier, Strom, Wärme, Terpentin und Tallöl aus Holz; 3) Bioraffinerie in Crescentino/Italien zur gemeinsamen Erzeugung von Biotreibstoff, Bioethanol als Chemierohstoff und Strom aus Stroh und Schilf.

Der weiter steigende Einsatz von Biomasse in der BioEconomy wird dazu beitragen, die bisherigen Erkenntnisse weiter abzusichern und neue Innovationen zu generieren. Gestärkt mit diesem Wissen wird JOANNEUM RESEARCH die heimische Wirtschaft und Industrie weiter bei der Realisierung der BioEconomy unterstützen, beim Aufbau von Bioraffinerien zur effizienten Biomassenutzung mitarbeiten und die notwendigen Technologie-Entwicklungen hierzu vorantreiben.

Weitere Infos:
gerfried.jungmeier@joanneum.at
www.IEA-Bioenergy.Task42-Biorefineries.com
www.nachhaltigwirtschaften.at/iea

Die österreichische Teilnahme an der IEA Bioenergy Tasks 42 “Biorefining” wird vom Ministerium für Verkehr, Innovation und Technologie/Abteilung Energie- und Umwelt-Technologien finanziert.