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Management of Recovered Wood - 3rd Conference of COST Action E31

Reaching a Higher Technical, Economic and Environmental Standard in Europe

3rd Conference of COST Action E31

2 – 4 May 2007

Bildungshaus Schloss Krastowitz, Klagenfurt, Carinthia, Austria

9020 Klagenfurt www.schloss-krastowitz.at

Tel: +43 463/5850-2502, Fax: +43 463/5850-2040, Email: office@krast.lk-kaernten.at

Photos finden sie auf: http://iefs001.joanneum.at/cost07/index.htm

Die Europäische Union hat sich zum Zeil gesetzt, den Anteil an Erneuerbarer Energie im Bereich der Primären Energieversorgung in Europa von 6% im Jahr 1997 auf 12% im Jahr 2010 zu verdoppeln. Energie aus Biomasse kann fossile Brennstoffe in der Bereitstellung von Elektrizität, Wärme und Treibstoffe ersetzen. Eine interessante Quelle von Biomasse ist  - neben Holz aus der Forstwirtschaft (z.B. Waldhackgut) und landwirtschaftlichen Energiepflanzen (z.B. Raps)  – Altholz, das z.B. beim Abbruch von Gebäuden in Form von Balken oder Fußböden zurückbleibt oder Verpackungsmaterial (z.B. Paletten) sowie Holz aus der Bauwirtschaft (z.B. Bauholz, Schaltafeln). Dieses Altholz kann im Wesentlichen auf zwei Arten ökologisch und ökonomisch genutzt werden:

  • Wieder- bzw. Weiterverwendung von Altholz als sekundärer Rohstoff z.B. Spannplattenindustrie
  • Verbrennung von Altholz zur Energiegewinnung, z.B. Strom- und Wärme.

Vom 2. – 4. Mai 2007 fand in Klagenfurt/Österreich zum Thema Altholz eine internationale Konferenz mit dem Titel „Management of Recovered Wood - Reaching a Higher Technical, Economic and Environmental Standard in Europe“ statt. Diese Konferenz wurde im Rahmen von COST, European Co-operation in the field of Scientific and Technical Research, einer Forschungsinitiative europäischer Staaten auf dem Gebiet der wissenschaftlich-technischen Forschung und eines in Österreich von Lebensministerium, sowie dem Land Steiermark und Kärnten geförderten Forschungsprojektes „Holzprodukte von morgen sind Roh- und Brennstoff von übermorgen“ durchgeführt,. Durch die Nähe zur wissenschaftlichen Gemeinschaft greift COST neue, vielversprechende Initiativen auf, wobei besonders multi- und interdisziplinäre Bereiche angesprochen werden. Die COST Aktion E31 „Management of Recovered Wood“, die diese Konferenz abgehalten hat, hat sich zum Ziel gesetzt, den Umgang mit Altholz in Richtung höherer technischer, ökonomischer und umweltrelevanter Standards zu verbessern. In dieser letzen von insgesamt 3 Konferenzen, die im Zeitraum von 2002 bis 2007 stattgefunden haben, wurde der aktuelle Stand der Arbeiten aus den an der Aktion beteiligten 22 Ländern sowie Zukunftsperspektiven zurm Anfall und Nutzung von Altholz präsentiert und diskutiert.

65 TeilnemerInnen aus insgesamt 24 Nationen (darunter Japan und die USA) fanden den Weg nach Klagenfurt. Das umfassende Programm bot den TeilnehmerInnen einen guten Überblick über die folgenden Aspekte von Altholz: 

·      Internationale Perpektiven

·      Management von Altholz

·      Mengenabschätzungen von Altholz in Europa

·      Qualitätsaspekte von Altholz

·      Energiegewinnung aus Altholz

·      Marktwirtschaftliche Aspekte von Altholz

·      Innovationen

Zum ersten Mal konnte dabei auch eine Abschätzung der jährlich anfallenden Altholzmengen in 20 COST E31 Ländern präsentiert werden, die sich auf etwa 30 Millionen Tonnen pro Jahr bzw. 65 kg pro Einwohner und Jahr beläuft. Diese 30 Mio. t jährlich entsprechen etwa 13% des jährlichen Rundholzverbrauchs von etwa 227 Millionen Tonnen bzw. 444 PJ/Jahr (0,7% des Primärenergiebedarfs von 67,000 PJ/Jahr) in diesen 20 Ländern. Das Altholz wird derzeit zu 34% zur Energienutzung, 38% zur Wiederverwertung und zu 28% für andere Verwertungen wie Kompostierung, Mulch und zur Deponierung eingesetzt. Hierdurch werden bereits heute jährlich etwa 11 Mio. t CO2-Emissionen durch den Ersatz fossiler Brennstoffe reduziert sowie etwa 10 Mio. t frisches Holz eingespart.

Zukünftig könnten durch die verstärkte energetische Nutzung bis zu 34 Mio. t CO2 pro Jahr eingespart werden, wozu aber ein Mehrbedarf an frischem Holz für Holzprodukte von 10 Mio. t zu erwarten ist. Ein verstärkter Einsatz von Altholz für Holzprodukte – ausgenommen kontaminierte Althölzer, die nur energetisch verwertet werden können - würde zu einer jährlichen CO2-Reduktion von „nur“ 4 Mio. t führen, jedoch könnten bis zu 21 Mio. t frisches Holz eingespart werden.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus der Energiewirtschaft, der Handels- und Wirtschaftskammer, der Holzindustrie und der Wissenschaft. Dabei wurde vor allem auf die mögliche Bedeutung von Altholz als nachhaltige Energiequelle zur Reduktion von Treibhausgasen hingewiesen sowie die Bedeutung der nachhaltigen Gestaltung von Holzprodukte betont, um zukünftig kontaminiertes Altholz zu vermeiden.

Zukünftig werden weitere europäische Anstrengungen unternommen, um die Altholznutzung zur Energienutzung und Wiederverwertung ökologisch verstärkt zu nutzen und vor allem die Deponierung vollständig zu vermeiden, ökonomisch werden neben dem Preis für frisches Holz auch die Energiepreise die jeweilige Nutzung von Altholz bestimmen.

Der etwa 300 seitige Tagungsband kann um € 20,- bei ingrid.kaltenegger@joanneum.at  angefordert werden. Weitere Informationen siehe http://www.ctib-tchn.be/coste31

http://iefs001.joanneum.at/cost07/index.htm