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Auf dem Weg zur klimafitten Radinfrastruktur

Im Zuge des 12. Österreichischen Radgipfels in Graz präsentierten Mag.a Judith Köberl (JOANNEUM RESEARCH, LIFE) und Thomas Rath (Bike Citizens) ein Werkzeug zur Unterstützung klimaresistenter Radverkehrsplanung.

© BikeCitizens
© RADMOBIL Steiermark

Dabei handelt es sich um den Prototypen eines Klimaservices, das gemeinsam mit den belgischen Forschungseinrichtungen VITO und Katholieke Universiteit Leuven im Rahmen des H2020-Projekts Climate-fit.city entwickelt wurde. Es zielt darauf ab, speziell auf die Radverkehrsplanung zugeschnittene Klimainformationen bereitzustellen und so Bestrebungen hin zu Komfort- und Attraktivitätssteigerungen urbanen Radfahrens und einer klimafitten Radverkehrsplanung zu unterstützen.

Das Service verwendet Stadtklimadaten zusammen mit Radverkehrsdaten (automatische Messstationen und GPS-Tracks) um die Sensitivität der Radfahrerinnen und Radfahrer einer Stadt in Bezug auf Schwankungen in den meteorologischen Bedingungen zu untersuchen sowie die derzeitige und zukünftige Klimaattraktivität einer Stadt für das Radfahren zu bewerten. Teilaspekte des entwickelten Klimadienstes wurden als neue Funktionen in das bereits existierende Radverkehrsanalysetool „Bike Citizens Analytics“ implementiert. Dies beinhaltet die Auswertung von Radfahrintensitäten und gewählte Routen unter unterschiedlichen meteorologischen Bedingungen sowie die Darstellung radfahrrelevanter stadtklimatischer Parameter in einer 100-Meter-Auflösung. Nähere Informationen zu den Ergebnissen für die Pilotstadt Wien sind im downloadbaren Service-Bericht zu finden. Derzeit wird das Service auch auf die Städte Bremen und Berlin angewendet.

 

Den Vortrag verpasst? Hier geht’s zur Nachschau (ab Minute 19:28).