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SMART GRIDS – „Intelligente Stromnetze“:

EU-Projekt für optimierte Netzwerke, um Erneuerbare Energieträger auszubauen

RESOURCES, das Institut für Wasser, Energie und Nachhaltigkeit, der JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft ist Partner im Konsortium des EU-Projekts INCREASE. Eingereicht wurde der Projektantrag im Zuge des SMART CITIES-Call des siebten EU-Rahmenprogramms für Forschung. Nun hat das Projekt – als eines von vier im Themenbereich „smart grids“ („Intelligentes Stromnetz“) – den Zuschlag erhalten.

Neben fünf Forschungseinrichtungen sind acht Industriepartner an INCREASE beteiligt, unter ihnen auch die Stromnetz Steiermark GmbH. Von einem Gesamtprojektvolumen von 4,4 Millionen Euro gehen rund 460.000 Euro in die Steiermark.

Es gibt noch deutlichen Aufholbedarf, um den von der EU geforderten Anteil an Erneuerbaren Energieträgern bis 2020 zu realisieren. Erneuerbare Energieträger müssen europaweit wesentlich besser ausgebaut und die Netzwerkkapazitäten optimiert werden.  Die unzureichende Netzwerkkapazität aber auch die noch nicht optimierte Nutzung bestehender Netze können eine verstärkte Versorgung mit Erneuerbarem Strom behindern. Anders ausgedrückt, bedeutet das einen realen Energieverlust in der Stromversorgung. Um die nötigen Kapazitäten bereitzustellen, ist einerseits ein starker Ausbau der Netzkapazitäten erforderlich, andererseits eine Optimierung bestehender Netzwerke.  Insbesondere kommt es in Niederspannungsnetzwerken zu Problemen, wo verstärkt dezentral Erneuerbare Energien eingespeist werden, beispielsweise durch Fotovoltaik.

Innerhalb des Projekts INCREASE (Increasing the penetration of renewable energy sources in the distribution grid by developing control strategies and using ancillary services) werden Experten der Energieforschung dazu beitragen, in Kooperation mit Netzwerkbetreibern bestehende Netze zu optimieren und neue Geschäftsmodelle für Netzbetreiber zu entwickeln. „Dieses Europa-Projekt stellt eine hervorragende Chance für die Steiermark dar, sich international zu diesem Thema weiter zu vernetzen“, führt Mag. Andreas Türk von JOANNEUM RESEARCH aus. Gemeinsam mit  DI Dr. Reinhard Padinger begleitet er die Arbeiten mit den technischen Versuchsmodellen. Eingesetzt werden sowohl Simulations-  als auch Versuchsmodelle  zur Optimierung bestehender Niederspannungsnetzwerke. Dabei wird die ungleichmäßige Verfügbarkeit der Erneuerbaren Energieträger berücksichtigt, bedingt beispielsweise durch die Abhängigkeit der Energieerzeugung von Sonnentagen oder Windverhältnissen. Außerdem wird das Verhalten von dezentralen Erzeugern und Nutzern in den Modellen miteinbezogen. Ein von der Universität Gent (Leitung des Projektkonsortiums) entwickelter Phaseninverter soll durch eine optimierte Nutzung der Phasen des Dreiphasenwechselstroms die Kapazität der Niederspannungsnetzwerke erhöhen. Ergänzt werden die technischen Versuche durch die Entwicklung neuer Marktmodelle und regulatorischer Rahmenbedingungen, die einen Ausbau Erneuerbarer Energieträger beschleunigen sollen.  Der Weg von der zurzeit noch überwiegend zentralen Energieversorgung hin zu einer dezentralen, benötigt neue Regulationen und ermöglicht gleichzeitig das Entstehen neuer Dienstleistungen zur Gewährleitung der Netzstabilität. Wesentlich ist dabei die Fragestellung, wie eine stabile Energieversorgung sichergestellt und optimiert werden kann. Die Projektpartnerin Stromnetz Steiermark GmbH wird auch Feldversuche mit dem Phaseninverter durchführen.

Facts & Figures

  • Das Projektkonsortium besteht aus 5 Forschungseinrichtungen (Universität Gent, BE, als Leaderinstitution, Aristoteles-Universität Thessaloniki, GR; Universität Ljubljana, SI; JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH, AT, und Technische Universität Eindhoven, NL) und 8 Industriepartnern (ELIA, BE; EANDIS, BE; Elektro Gorenjska, SI; Liander, NL; Stromnetz Steiermark GmbH, AT;  Alenco, BE; Korona d.d., SL, und Mastervolt International B.V., NL).

  • Das Gesamtprojektvolumen beträgt ca. 4,4 Millionen Euro. Rund 460.000 Euro davon gehen an die Steiermark (JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH und Stromnetz Steiermark GmbH).

 

Kontakt:

Mag. Andreas Türk, MBA
Telefon: +43 316 876-1337
Mobil: 0664 602 876 1337
andreas.tuerk@joanneum.at