{"id":1419,"date":"2023-09-01T10:16:06","date_gmt":"2023-09-01T08:16:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.joanneum.at\/life\/?p=1419"},"modified":"2023-10-18T10:21:37","modified_gmt":"2023-10-18T08:21:37","slug":"klimawandel-bedroht-europas-skigebiete-oesterreich-besser-gewappnet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.joanneum.at\/life\/klimawandel-bedroht-europas-skigebiete-oesterreich-besser-gewappnet\/","title":{"rendered":"Klimawandel bedroht Europas Skigebiete &#8211; \u00d6sterreich besser gewappnet"},"content":{"rendered":"<p>W\u00e4rmere Temperaturen durch den Klimawandel werden in den kommenden Jahrzehnten wohl massive Auswirkungen auf europ\u00e4ische und nat\u00fcrlich auch \u00f6sterreichische Skigebiete haben. Mehr als die H\u00e4lfte von 2.234 analysierten europ\u00e4ischen Skigebieten wird bei einer globalen Erw\u00e4rmung um zwei Grad Celsius ein &#8222;sehr hohes Risiko&#8220; einer unzureichenden nat\u00fcrlichen Schneeversorgung haben. Bei vier Grad Celsius sind fast alle Skigebiete betroffen, geht aus einer neuen Studie von\u00a0JOANNEUM RESEARCH &#8211; Institut LIFE\u00a0in Kooperation mit\u00a0<a href=\"https:\/\/meteofrance.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">M\u00e9t\u00e9o-France<\/a>,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.cnrs.fr\/fr\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">CNRS &#8211; Centre national de la recherche scientifique<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"https:\/\/www.inrae.fr\/en\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Institute for Agriculture, Food and Environment (INRAE)<\/a>\u00a0hervor.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die Studie im Detail:<\/h3>\n<p>Der Skitourismus ist ein wesentlicher Wirtschaftszweig der Bergregionen in Europa und aufgrund des Klimawandels aber leider auch immer anf\u00e4lliger f\u00fcr Schneeknappheit. Das Risiko der Schneeversorgung durch den Klimawandel f\u00fcr den Skitourismus wurde jedoch bis jetzt in ganz Europa nicht einheitlich quantifiziert, einschlie\u00dflich des Einflusses sowie des \u00f6kologischen Fu\u00dfabdrucks von k\u00fcnstlichen Beschneiungsanlagen. In dieser Studie wird gezeigt, dass das Risiko der Schneeversorgung f\u00fcr den Skitourismus mit dem Grad der globalen Erw\u00e4rmung zunimmt, und zwar heterogen innerhalb und zwischen Berggebieten und L\u00e4ndern. Untersucht wurden 2.234 Skigebiete in 28 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern und das Ergebnis zeigte, dass bei 2 Grad Celsius globaler Erw\u00e4rmung ohne zus\u00e4tzlicher Beschneiung 53 % der Skigebiete einem sehr hohen Risiko f\u00fcr Schneeknappheit ausgesetzt sein werden. Das Risiko von Schneemangel bei 4 Grad globaler Erw\u00e4rmung w\u00fcrde sich sogar dramatisch auf 98 % erh\u00f6hen. Im Gegensatz dazu f\u00fchrt die Annahme einer teilweisen Beschneiungsabdeckung von 50 % zu einer entsprechenden Reduktion des Risikos an Schneearmut. Dies w\u00fcrde dann auf 27 % (bei + 2\u2009\u00b0C) und 71 % (bei + 4\u2009\u00b0C) der europ\u00e4ischen Skigebiete zutreffen, jedoch mit einem damit einhergehenden steigenden Wasser- und Strombedarf und dem damit verbundenen CO2-Fu\u00dfabdruck durch die Beschneiungsanlagen. Dieser macht aber nur einen bescheidenen Bruchteil des gesamten CO2-Fu\u00dfabdrucks im gesamten Skitourismus aus. Die Beschneiung wird somit k\u00fcnftig zu einem unverzichtbaren Hilfsmittel um sich den Herausforderungen im Zusammenhang zwischen Anpassung und Eind\u00e4mmung des Klimawandels sowie einer nachhaltigen Entwicklung in den Bergen und der damit verbundenen hohen sozial-\u00f6kologischen Vulnerabilit\u00e4t zu stellen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00d6sterreich schneidet im Vergleich besser ab, da in unseren Breiten schon relativ fr\u00fch auf Beschneiung gesetzt wurde um Skigebiete zu retten. In \u00d6sterreich wurden in dieser Studie 294 Skigebiete untersucht und dabei wurde festgestellt, dass bei zwei Grad Erw\u00e4rmung plus 50-prozentiger Beschneiung trotzdem etwa drei Prozent der \u00f6sterreichischen Skigebiete ein hohes Risiko an Schneearmut haben werden. Bei drei Grad sind es 13 Prozent und bei vier Grad w\u00e4ren es 38 Prozent der \u00f6sterreichischen Skigebiete, die trotz Beschneiung von einem sehr hohen Risiko an Schneemangel betroffen w\u00e4ren.<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Studie \u201eClimate change exacerbates snow-water-energy challenges for European ski tourism&#8220;<\/p>\n<p>Publiziert in \u201enature climate change\u201c journal 28. August 2023<\/p>\n<p>Hugues Fran\u00e7ois, Rapha\u00eblle Samaco\u00efts,\u00a0David Neil Bird,\u00a0Judith K\u00f6berl,\u00a0Franz Prettenthaler, Samuel Morin<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41558-023-01759-5\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Zum Artikel auf nature climate change<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/373455848_Climate_change_exacerbates_snow-water-energy_challenges_for_European_ski_tourism#fullTextFileContent\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Zum Artikel auf ResearchGate<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4rmere Temperaturen durch den Klimawandel werden in den kommenden Jahrzehnten wohl massive Auswirkungen auf europ\u00e4ische und nat\u00fcrlich auch \u00f6sterreichische Skigebiete haben. 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