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„Healthgate“

Steiermark als Vorreiter in der Diabetes Behandlung mit dem größten Gesundheitsportalsystem im Deutschen Sprachraum

Nach fünf Jahren Projektarbeit gelang der Durchbruch, sowohl technisch als auch medizinisch. Zahlreiche Kliniken und Praxen konnten nach fünf Jahren Qualitätssicherung ihre Diabetiker Betreuung entscheidend verbessern. Durch das innovative Gesundheitsportal „Healthgate“ ist es möglich, jederzeit online und unkompliziert Qualitätssicherung in die ärztliche Versorgung effizient zu integrieren. Das in der Steiermark entwickelte System hat sich bereits bis Norddeutschland als Standard in der Diabetes Versorgung etabliert. Dieses Vorzeigemodell soll künftig auch bei anderen chronischen Krankheiten wie zum Beispiel Asthma oder Hypertonie angewendet werden.

 

 

Inhalt
E-HEALTH aus der Steiermark für eine bessere Diabetes Betreuung, www.healthgate.at

Das moderne Internet gestützte Qualitätssicherungs- und Informationssystem für Ärzte und Patienten mit dem Namen Healthgate wurde mit Beginn des Jahres 2002 am Institut für Medizinische Systemtechnik und Gesundheitsmanagement in Betrieb genommen.

 

Hintergründe
5–6 % der österreichischen Bevölkerung sind an Diabetes mellitus erkrankt. Laut Weltgesundheitsorganisation wird die Anzahl der Erkrankungen bis 2010 auf 10 % in den westlichen Industrieländern ansteigen, das sind 800.000 Diabetiker in Österreich. Vor allem bei Diabetes mellitus ist die Mitarbeit der Patienten und die ärztliche Versorgung entscheidend für den weiteren Verlauf der Krankheit. In den Versorgungsprozess sind unterschiedliche Leistungserbringer wie Orthopäden, Fachärzte für Augenheilkunde, niedergelassene Ärzte, Internisten und Krankenhäuser eingebunden. Die Kommunikation unter diesen verschiedenen Leistungserbringern ist verbesserungswürdig.

 

Zielsetzung des Qualitätssicherungs- und Informationssystems
Healthgate soll dazu beitragen, folgende Ziele in der Vesorgung von Diabetespatienten durchzusetzen:

  • Durch Qualitätsberichte, welche durch die Internetversion Healthgate jederzeit möglich sind, wird Benchmarking unter den verschiedenen Leistungserbringern im Sinne von „identify the best“ ermöglicht.
  • Die Kommunikation zwischen den einzelnen Leistungserbringern soll gesteigert werden.
  • Der Versorgungsprozess soll effizienter gestaltet werden.
  • Die Behandlung soll auf allen Versorgungstufen optimiert werden.
  • Die Lebensqualität von Patienten soll gesteigert werden.
  • Verbreitung von „Evidence Based Medicine – EBM“ Informationen soll verbessert werden.
     

 

Entwicklung von Healthgate
Entwickelt wurde „Healthgate“ von einer Grazer Gruppe von Medizinern (Univ.-Prof. Dr. Thomas Pieber), Informationstechnikern und Telematikern, die sich bereits seit 1996 damit intensiv beschäftigt. Möglich wurde diese Entwicklung durch die massive Unterstützung der Steiermärkischen Landesregierung, durch Herrn Landesrat Günter Dörflinger. Mit Hilfe des „Basic Information Sheet“ wird die jährlich notwendige Untersuchung (vergleichbar einer Diabetiker – Gesundenuntersuchung) dokumentiert. Es enthält wichtige Daten zur Behandlung von Diabetespatienten. Damit werden den behandelnden Ärzten praktikable Strukturen angeboten und die Dokumentation über die Behandlung vereinheitlicht. Früher wurde das Qualitätssicherungssystem zentral betrieben, d.h. die Behandlungsdaten wurden auf speziell entwickelten Bögen dokumentiert und an eine zentrale Dateneingabestelle nach Graz gesendet. Die Auswertungen erfolgten ebenfalls zentral und wurden den teilnehmenden ÄrztInnen vierteljährlich in Form von Qualitätsberichten zugeschickt. Im Laufe der Jahre wurde dieses Qualitätssicherungssystem ständig weiter entwickelt bis zur derzeitigen Internetversion „Healthgate“. Modernste Verschlüsselungstechnologien sorgen für den Datenschutz von Ärzten und Patienten. Damit wurde ein wertvolles Unterstützungsinstrument für Disease Management Programme geschaffen. „Disease Management ist ein systematischer Behandlungsansatz, der für chronisch Kranke eine kontinuierliche und qualitativ hochwertige Versorgung nach dem neuesten Stand der Wissenschaft organisiert.“ [Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie der Universität zu Köln, Univ.-Prof. Dr. med. Dr. sc. Karl W. Lauterbach].

 

Datenbestand
Internationale Partner aus Deutschland und die Weltgesundheitsorganisation WHO unterstützen diese Entwicklungen im In- und Ausland. Diesem Projekt haben sich mittlerweile 177 Arztpraxen und Krankenhäuser in Österreich und 207 Kliniken und Schwerpunktpraxen aus Deutschland angeschlossen. Damit ist dieses System das größte im deutschen Sprachraum mit über 75.000 Diabetes Jahresuntersuchungen.

 

Evidenced Based Medinice leicht gemacht
Teilnehmenden Ärzten wird die Möglichkeit geboten, auf aktuellstes medizinisch gesichertes Wissen (EBM – Evidence Based Medicine) in Form von Datenbanken (z.B. Cochrane Library) in Healthgate zurückzugreifen. Dadurch können Ärzte ihren Patienten die sicherste und beste Betreuung garantieren.

 

Forum Qualitätssicherung in der Diabetologie Österreich (FQSD-Ö)
Das FQSD-Ö wurde 1995 in Graz von engagierten Ärzten als Kommunikationsplattform für alle Interessensgruppen gegründet. Ziel des Forums ist es, die beschlossenen Ziele der St. Vincent Deklaration zur Verbesserung der Situation aller Beteiligten umzusetzen. Das FQSD-Ö wurde in Anlehnung an die Deutsche Schwesterninitiative FQSD-D (Gründung durch Dr. Karsten Lau und Dr. Alexander Risse 1992 in Dortmund) aufgebaut, und es gibt seit Anfang eine langjährige enge Kooperation. Im Juli 2001 wurde das FQSD-Ö in den Verein FQSD-Ö umgewandelt. Informationen über den Verein finden Sie auf der FQSD-Ö Homepage unter www.fqsd.org.