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3D-MEOD - Projektabschluss in Weiz


Für die Bedienkonsole der Zukunft wurden jetzt die Forschungsergebnisse präsentiert.


15.03.2017


Dr. Barbara Stadlober (JOANNEUM RESEARCH) und Dr. Maria Belegratis (Projektleitung, JOANNEUM RESEARCH) mit Vertretern der insgesamt vierzehn 3D-MEOD Projektpartner; Fotocredit: JOANNEUM RESEARCH

3D-MEOD Demonstrator; Fotocredit: Niebling GmbH

Die Entwicklung einer leichten, schlanken und 3D-geformten Bedienoberfläche, welche über hinterleuchtete, druckempfindliche und nahtlos integrierte Tasten verfügt, war das vorrangige Ziel des von der FFG geförderten Projektes 3D-MEOD. Im Rahmen des Projektabschlusstreffens präsentierte das Projektkonsortium am 14. März 2017 die Forschungsergebnisse zu den entwickelten Technologien und Prozessen des dreijährigen Projekts.

Mittels R2R Nanoimprintlithographie, Siebdruck und Pick & Place werden nahtlos in eine Oberfläche integrierte funktionale Elemente wie berührungsempfindliche Sensortasten mit einer Hinterleuchtung zunächst auf eine planare Trägerfolie appliziert. Diese wird anschließend laminiert, hochdruckgeformt und hinterspritzt. Unter Folienhinterspritzen versteht man die Veredelung von Kunststoffbauteilen durch Folien mit dekorativen (Farbe, Antihaftschicht, Strukturierungen) und funktionalen (optischen, sensorischen und elektronischen) Elementen.

Mit diesen Prozessen wurden Funktionsmuster einer modernen Bedienkonsole entwickelt, welche durch ihr dreidimensionales, leichtes und schlankes Design besticht und eine Steuerung über hinterleuchtete, druckempfindliche und eine nahtlos integrierte Tastatur ermöglich. Die Bedienelemente der Konsole sind plastisch verformbar, flexibel in der Anwendung, widerstandsfähig, zuverlässig und leicht zu reinigen. Ein weiterer Vorteil liegt in der Kosteneffizienz der Planung des Designs und der Prozesse durch vorab durchgeführte thermodynamische und optische Simulationen.  

Veranschaulicht werden die Funktionalitäten dieser zukunftsweisenden Technologien mittels eines Demonstrators, der unter Ausnutzung eines mehrstufigen Wertschöpfungsprozesses und des komplementären Know-hows der einzelnen Projektpartner entstanden ist. „Es gibt schon einiges in dieser Richtung am Markt“ räumt die Projektleiterin, Dr. Maria Belegratis, ein. „Was es aber noch nicht gegeben hat, ist die Zusammenführung sensorischer und optischer Funktionen auf einer Folie, welche kostengünstig 3D-geformt wird. Das steigende Interesse an solchen Oberflächen, z.B. aus dem Bereich Automotive, lässt künftig viele Anwendungsmöglichkeiten und neue Produktentwicklungen in den verschiedensten Bereichen erwarten, die auf eine hochwertige Mensch-Maschine Bedienschnittstelle Wert legen."       


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