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Atmosphärendruck-Plasma-Beschichtung neu bei MATERIALS


MATERIALS bietet am Standort Niklasdorf-Leoben seinen Kunden ab sofort neben den Hoch- und Fein-Vakuum-Plasmabeschichtungstechnologien auch die Atmosphärendruck-Plasma-Technologie mit einer Beschichtungsanlage an, die im Rahmen einer Kooperation mit der Firma INOCON Technologie GmbH installiert und erfolgreich in Betrieb genommen wurde.


01.09.2017


Die neu installierte Beschichtungsanlage am MATERIALS Standort Niklasdorf-Leoben

Die am Standort Niklasdorf-Leoben neu installierte Beschichtungsanlage basiert auf einer patentierten, aus der Plasmatron® Plasmaschweißtechnologie hervorgegangenen Heißgas-Plasmadüse des Projektpartners INOCON. Die Anlage ermöglicht eine Beschichtung von großen Substraten und verspricht eine signifikante Kostenreduktion von plasmaunterstützten Beschichtungsprozessen, da der Druck im Plasma dem umgebenden Atmosphärendruck entspricht und somit im Gegensatz zum Nieder- und Hochdruckplasma kein kostenintensives Reaktionsgefäß (z.B. Vakuumkammer) erforderlich ist. Das Verfahren zeichnet sich durch eine große Flexibilität bei den applizierbaren Schichtwerkstoffe aus, wobei auch Kompositschichten realisiert werden können, indem zusammen mit den Precursorgasen für die Plasmapolymerisation auch Partikel in das Plasma eingebracht und damit in die Schicht eingelagert werden können.

Im Vergleich zu den weit verbreiteten thermischen Spritzköpfen arbeitet diese Plasmadüse schon bei wesentlich geringerer Leistung stabil, das bedeutet eine geringere Temperaturbelastung für das Substrat und damit auch die Einsatzmöglichkeit alternativer Materialien, wie beispielsweise Kunststoffen. Zusätzlich kann durch entsprechende Elektroden- und Düsenform sowie geeignete Gasflüsse ein gegenüber dem Stand-der-Technik sehr großer Arbeitsabstand (bis 120 mm vs. 30 mm) bei vergrößertem Plasmastrahl-Durchmesser (bis 55 vs. 20 mm) genutzt werden. Dadurch wird die Anwendbarkeit für 3D-Oberflächen, wie zum Beispiel bei Touchscreens, Handläufen und Haltestangen in öffentlichen Verkehrsmitteln mit antibakterieller Ausstattung, eindeutig verbessert.

Derzeitige Verwendungsmöglichkeiten der Atmosphärendruck-Plasma-Technologie sind die Aktivierung von Polymeroberflächen durch Sauerstoff oder Inertgas sowie die Abscheidung von Metall-, Oxid- und Polymerbeschichtungen, welche zukünftig als Verschleißschutz-, Korrosionsschutz- und Barriereschichten oder auch als biokompatible, antibakterielle oder biofunktionelle Schichten sowie als elektrische Isolationsschichten oder Leiterbahnen und Elektroden ihre Anwendung finden sollen.


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