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Forschungs-und Technologiebericht 2012

BM Mitterlehner, BM Bures und BM Töchterle präsentieren

den von JOANNEUM RESEARCH - POLICIES koordinierten und erstellten Forschungs-und Technologiebericht 2012

BM Mitterlehner, BM Bures und BM Töchterle<br/>(C) BMWFJ/HOPI-MEDIA/ Bernhard J. Holzner

Innovationsministerin Doris Bures, Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle haben am 4. 6. 2012 in einer gemeinsamen Pressekonferenz den  Österreichischen Forschungs- und Technologiebericht 2012 präsentiert.

 

Der Forschungs- und Technologiebericht wird im Auftrag der Bundesministerien für Wissenschaft und Forschung (BMWF), Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) und Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ) unter der Federführung von Joanneum Research, dem Austrian Institute of Technology (AIT), dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) sowie unter Beteiligung der Statistik Austria erstellt. Es handelt sich laut Forschungsorganisationsgesetz um einen Lagebericht über die aus Bundesmitteln geförderte Forschung, Technologie und Innovation in Österreich. Mit 1. Juni 2012 wurde er dem Parlament übermittelt und er ist u.a. auf den Homepages der drei Ministerien veröffentlicht: BMWFBMVITBMWFJ.

"Der Forschungs- und Technologiebericht belegt, dass Österreich in den letzten zehn Jahren stark an Innovationskraft gewonnen hat", betont Innovationsministerin Doris Bures. So arbeiten heute in Österreich 56.000 Forscherinnen und Forscher, 38.000 von ihnen im Unternehmenssektor. Das sind um beinahe 50 Prozent mehr als 2002. Für ihren Bereich, die angewandte, wirtschaftsnahe Forschung, hebt Bures hervor, dass die Rahmenbedingungen optimiert wurden. "Wir haben das Fördersystem reformiert und vereinfacht. Und mit der FFG steht den innovativen Unternehmen in Österreich eine der europaweit besten Förderagenturen zur Verfügung."

 

"Österreich hat eine beeindruckende Entwicklung hinter sich, wir haben für Forschung und Innovation strategisch und institutionell gute Rahmenbedingungen geschaffen", so die Ministerin. Zugleich betont Bures: "Mir geht es darum, dass wir da anschließen, und das ganze Innovationspotential, das in den Unternehmen vorhanden ist, nutzen. Denn wir werden uns sehr anstrengen müssen, wenn wir das Ziel 3,76 Prozent Forschungsquote bis 2020 erreichen und in die Top 3 der innovativsten Volkswirtschaften in Europa vorstoßen wollen. Das heißt, wir müssen – auch budgetär – zurück auf den Wachstumspfad."

 

Töchterle plädiert für gemeinsame Kraftanstrengung der öffentlichen Hand und von privater Seite - Anstieg der Grundlagenforschungsquote als klares Ziel

 

„Mit dem Forschungs- und Technologiebericht liegt eine in zahlreichen Punkten beeindruckende Leistungsbilanz vor, ebenso aber ein Ansporn für weitere Bemühungen in Forschung und Entwicklung“, so Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle. Die Bundesregierung leiste – trotz Konsolidierungspaket – „ihr Bestes und Möglichstes“. Um die in der FTI-Strategie der Bundesregierung festgelegten Ziele zu erreichen und die Forschungsstärke weiter zu erhöhen, brauche es eine „gemeinsame Kraftanstrengung der öffentlichen Hand und von privater Seite sowie eine weitere Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft“.

 

Töchterle verweist vor allem auf die Steigerungen in der Grundlagenforschung: Die Ausgaben sind zwischen 2002 und 2009 überdurchschnittlich gestiegen, und zwar um 71 Prozent (von 819 Millionen Euro auf 1.397 Millionen Euro). Träger der Grundlagenforschung sind die Hochschulen: Rund 73 Prozent der Grundlagenforschung wird im Hochschulsektor durchgeführt. Die Quote für Grundlagenforschung ist gestiegen, allerdings noch nicht im gewünschten Ausmaß. „Unser klares Ziel ist ein deutlicher Anstieg der Grundlagenforschungsquote in den kommenden Jahren. Erste Weichen dafür haben wir gestellt“, verweist Töchterle auf die Hochschulmilliarde, den Budgetpfad für das IST Austria sowie die Mittel für den FWF. Dem Wissenschaftsfonds kann für die kommenden Jahre eine leichte Steigerung des zur Auszahlung kommenden Budgets zugesichert werden.

 

Mitterlehner will F&E-Investitionen der Wirtschaft forcieren und Zahl der innovativen Unternehmen steigern

 

Laut FT-Bericht sind die F&E-Ausgaben der Unternehmen im Zeitraum 2002 bis 2009 um 63 Prozent gestiegen. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner will diesen positiven Trend weiter forcieren, um die Ziele der FTI-Strategie im Interesse des Standorts zu erreichen. "Innovationen sind nach der Wirtschaftskrise mehr denn je der entscheidende Faktor für Wachstum, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit", sagte Mitterlehner. "Daher wollen wir die privaten F&E-Investitionen ausweiten, die Zahl der innovativen Unternehmen um 25 Prozent erhöhen und im EU-Vergleich langfristig zum Innovationsführer aufsteigen. Nur als Technologieführer können wir unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig sichern", sagte Mitterlehner. Maßnahmen dafür seien u.a. das breite Förderportfolio der FFG, die erhöhte Forschungsprämie und der 2012 erweiterte Steuerbonus für Auftragsforschung, was gerade Klein- und Mittelbetrieben nützt. "Wir müssen das Potenzial von KMU stärker heben und bauen daher auch die Innovationsschecks aus. Durch eine Budget-Aufstockung können wir 150 weiteren Klein- und Mittelbetrieben erste Schritte in F&E ermöglichen."

 

Als neue Maßnahme stellte Mitterlehner am Montag eine mit zehn Millionen Euro dotierte Energieforschungs-Initiative vor. "Über Leuchtturmprojekte wollen wir vor allem den effizienteren Einsatz von Energie forcieren und den Weg von Prototypen in Richtung Marktreife unterstützen", so Mitterlehner. Noch im Juni neu gestartet wird die bewährte "Seed"-Initiative für Unternehmensgründungen im High-Tech-Bereich. "Damit helfen wir den jungen Schrittmachern unserer Wirtschaft. Durch eine effizientere Abwicklung können die Zusagen um bis zu drei Monate beschleunigt werden", so Mitterlehner. Weiter forciert werde darüber hinaus die Risikokapitalversorgung von Wachstumsunternehmen. Als vorbildliches Modell für eine effiziente Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft nannte Mitterlehner insbesondere die 62 Christian-Doppler-Labors.