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Kick-off Meeting im virtuellen Raum

Am 1. und 2. April erfolgte der Startschuss für das europäische Projekt NextGenMicrofluidics auf eine besondere Art. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen versammelten sich Forscherinnen und Forscher von 21 Partnerorganisationen aus 8 europäischen Ländern zu einem Online Kick-Off Meeting, welches von Seiten des JOANNEUM RESEARCH Instituts MATERIALS organisiert wurde.

Screenshot während des Kick-off Meetings – Das JR-Team stellt sich vor (credit: JOANNEUM RESEARCH).

Die Vorbereitungen für das Kick-off Meeting in Graz waren bereits getroffen, die Flüge und Hotels gebucht und der Besuch des JOANNEUM RESEARCH Standorts Weiz inklusive Laborbesichtigung für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer organisiert. Wegen der aktuellen Reisebeschränkungen konnte das Meeting jedoch nicht wie geplant stattfinden. Stattdessen trafen sich rund 60 Personen, darunter auch EU Project Officer Maria Moragues Canovas, im virtuellen Raum und verfolgten die Präsentationen auf ihren Bildschirmen zu Hause und in ihren Büros. Es wurden sowohl im gesamten Konsortium als auch in Kleingruppen die nächsten Schritte geplant. Darüber hinaus wurde auch über die Inhalte des Projekts NextGenMicrofluidics diskutiert, die wesentliche Lösungsansätze in der aktuellen Coronavirus-Krise bieten können. Damit auch das persönliche Gespräch unter den Projektteilnehmerinnen und -teilnehmern, welches üblicherweise in den Pausen stattfindet, nicht zu kurz kommt, wurde der erste Tag des Meetings mit einem improvisierten "Virtual Meeting Dinner" im heimischen Wohnzimmer abgeschlossen. Trotz aller Hindernisse schaffte es dieser ungewöhnliche Start somit dennoch dem Projektteam eine energiegeladene und motivierte Grundstimmung mit auf den Weg zu geben und die Weichen für einen erfolgreichen Projektverlauf zu legen.

Das Projekt

Mit dem H2020 Projekt NextGenMicrofluidics wurde ein neues Open Innovation Test Bed (OITB) einem Konsortium unter der Koordination des Instituts MATERIALS zugesprochen. Es wird von der Europäischen Kommission mit einem Gesamtvolumen von knapp 15 Millionen Euro für die nächsten 4 Jahre gefördert. Im Rahmen von NextGenMicrofluidics wird ein nachhaltiger Anbieter für offene Innovation aufgebaut, welcher die Kompetenzen des Konsortiums bündelt und Unternehmen vom Start-up bis zur Großindustrie Dienstleistungen für die Entwicklung und Produktion innovativer und kostengünstiger mikrofluidischer Systeme anbietet.

Dafür bietet das im Open Innovation Test Bed vereinte Konsortium die komplette Wertschöpfungskette für die Entwicklung und Herstellung von mikrofluidischen Systeme an. Diese reicht vom Entwurf über Simulation, Materialentwicklung, Biofunktionalisierung bis hin zur Produktion sowie der Qualitätssicherung. Dafür steht unter anderem eine einzigartige kontinuierliche Produktionslinie auf Rolle-zu-Rolle-Basis für Hochdurchsatz-Fertigung folienbasierter mikrofluidischer Produkte zur Verfügung. Parallel zur technischen Entwicklung bietet das Open Innovation Test Bed Zugang zu Business Netzwerken, um neues Risikokapital anzuziehen.

"Die Einführung von Rolle-zu-Rolle-Technologien für die Hochdurchsatzfertigung von diagnostischen Tests stellt einen Quantensprung dar", sagt SCIENION AG-Vorstandsvorsitzender Holger Eickhoff. Er ist überzeugt, dass mit dem Angebot solcher kostengünstiger und flexiblen Geräte diese Technologie schon bald ein konkurrenzloses Niveau in der Produktion von Diagnosegeräten erreichen wird.

Das Konsortium

Das NextGenMicrofluidics Konsortium besteht aus 21 Unternehmen und Forschungsorganisationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zur Herstellung von Mikrofluidik, und zwar: JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH als Koordinator, BiFlow Systems GmbH, BioNanoNet Forschungsgesellschaft mbH, bionic surface technologies GmbH, Condensia Quimica SA, Erba Technologies Austria GmbH, Fundacion Tecnalia Research & Innovation, GENSPEED Biotech GmbH, ibidi GmbH, Idryma Iatroviologikon Ereunon Akademias Athinon, Infineon Technologies AG, Inmold A/S, Innovative Technologies in Biological Systems, Micronit Micro Technologies B.V., micro resist technology GmbH, Naturstoff-Technik GmbH, RESCOLL, SCIENION AG, SVEUCILISTE U SPLITU, Technische Universität Graz und temicon GmbH.

Weitere Informationen zum Forschungsbereich Microfluidic Lab-on-Chip Systems.