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MATERIALS feiert großen Doppel-Erfolg bei H2020 Pilotlinien-Call

Solche Tage gibt es nicht oft, in einem an Spannung grundsätzlich nicht armen Leben von Forscherinnen und Forschern.

Mikroskop-Bild einer Masterstrukur von einer Freiform-Mikrooptik für eine Wallwash-Anwendung, Foto: JOANNEUM RESEARCH

Gleich zwei neue Pilotlinienprojekte der EU, ausgeschrieben unter dem Call ICT-03-2019 (Photonics Manufacturing Pilot Lines for Photonic Components and Devices) wurden Konsortien zugesprochen, an denen drei verschiedene Forschungsgruppen von MATERIALS maßgeblich beteiligt sind: Das Projekt „PHABULOUS“ im Topic „Next generation free form optics“ wird koordiniert von der Schweizer Forschungsorganisation CSEM und das Projekt „MedPhab“ im Topic „Advanced optical medical device technologies for medical diagnostics“ von der finnischen VTT.

Mikrofluidische Strukturen einsetzbar in der medizinischen Diagnostik, Foto: JOANNEUM RESEARCH

Die Konsortien setzten sich dabei jeweils gegen starke Konkurrenz durch und dürfen in den nächsten 4 Jahren gemeinsam am Aufbau der Europäischen Pilotlinien 6 und 7 für zukunftsweisende Fertigungstechnologien in der Optik bzw. der Bio-Diagnostik arbeiten.

Die Photonik treibt Innovationen in vielen verschiedenen Anwendungsbereichen voran. Die Herausforderung besteht darin, europäischen Unternehmen zu helfen, wettbewerbsfähiger zu werden, indem sie ihre Geschäfts- und Produktionsprozesse sowie Produkte und Dienstleistungen mit Hilfe photonischer Technologien verbessern. Ziel ist es, die Entwicklung und Markteinführung der Photonik-Technologie durch ein breites Spektrum von Industrieunternehmen, insbesondere KMU, zu ermöglichen bzw. zu beschleunigen. „Photonics Manufacturing“-Pilotlinien sollen die Grundlage für zukünftige Photonics Digital Innovation Hubs bilden.

In den beiden Projekten wird am Institut MATERIALS die stark nachgefragte Technologie der Rolle-zu-Rolle-Nanoimprintlithographie zum Einsatz kommen. Während im Projekt „Phabulous“ mit 20 Partnern das wesentliche Ziel die Einrichtung von Open-Access Pilotlinien für flache Mikrooptiken durch Rolle-zu-Rolle, Rolle-zu-Platte sowie Waferscale Optik-Verfahren ist, geht es im Projekt „MedPhab“ mit 18 Partnern anhand von 5 verschiedenen medizintechnischen Demonstratoren um Herstellung, Prüfung, Validierung und Hochskalierung neuer photonischer Technologien für die medizinische Diagnostik, die eine beschleunigte Produkteinführung bei reduzierten F&E-Kosten ermöglichen sollen.

Im Sinne der Philosophie von Open-Access-Pilotlinien sollen die erarbeiteten Technologien und Anlagen bereits während der Projektlaufzeit auch verschiedenen Wirtschaftspartnern außerhalb des Kernprojektes zugänglich gemacht werden.

 

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