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WeltraumexpertInnen aus 35 Nationen tagen in Graz

Sie sind meist kleiner als ein Fußball, aber voll mit Hightech: Kleinsatelliten umkreisen die Erde und bieten viele Anwendungen im Bereich Wissenschaft, Telekommunikation und Erdbeobachtung.

Pressekonferenz

Durch sie ist Weltraumforschung kostengünstig auch für kleine Staaten machbar. Gründe genug, warum sich auf Einladung des Büros für Weltraumfragen der Vereinten Nationen VertreterInnen aus 35 Nationen in Graz treffen, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren.
 
Ein viertägiges Symposium mit dem Titel "Kleinsatellitenprogramme für eine nachhaltige Entwicklung – Nutzlasten für Kleinsatellitenprogramme” tagt vom 21. bis 24. September am Institut für Weltraumforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Graz abgehalten. Das Symposium wird vom Büro der Vereinten Nationen für Weltraumfragen (UNOOSA) im Rahmen des Programms für Raumfahrtanwendungen in Zusammenarbeit mit der österreichischen Bundesregierung und der Europäischen Weltraumorganisation ESA organisiert.
 
Das Symposium ist Teil einer Veranstaltungsreihe der United Nations Basic Space Technology Initiative (BSTI). Diese neue Initiative im Rahmen des Programms der Vereinten Nationen für Raumfahrtanwendungen wurde ins Leben gerufen, da immer mehr Staaten am Aufbau grundlegender Kapazitäten für die Entwicklung von Weltraumtechnologien interessiert sind. Der Grund für das steigende Interesse liegt unter anderem darin, dass die Entwicklung immer leistungsfähigerer Kleinsatelliten ab 1 dm3 Größe und 1 kg Gewicht auch mit einem geringen Einsatz an Infrastruktur und finanziellen Mitteln möglich ist – damit werden Weltraumtechnologien auch für Universitäten und Einrichtungen in Ländern mit begrenzten Ressourcen für Weltraumaktivitiäten leistbar.
 
Die TeilnehmerInnen des Symposiums beleuchten den derzeitigen Stand der internationalen Kleinsatellitenprogramme und befassen sich näher mit den Nutzlasten und deren Anwendungen, z.B. in Bildung, Wissenschaft und Forschung, Erdbeobachtung, Satellitenkommunikation und -navigation. Darüber hinaus werden Konstruktionsanforderungen und der Stand der Technik erörtert sowie regionale und internationale Kooperationsmöglichkeiten diskutiert. Die Empfehlungen des Symposiums werden über den Ausschuss für die friedliche Nutzung des Weltraums an alle UNO-Mitgliedsstaaten weitergeleitet.
 
Über 100 Kleinsatelliten- und WeltraumexpertInnen von internationalen Organisationen, Regierungsstellen, Universitäten und der Privatwirtschaft aus mehr als 35 Ländern nehmen am Symposium teil.

Organisiert von JOANNEUM RESEARCH und maßgeblich unterstützt durch die Stadt Graz, das Land Steiermark, das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, sowie der ESA gab es für die Veranstaltung dieser Symposium-Reihe dafür auch den „Congress Award Graz“. Solche internationale Treffen tragen dazu bei, dass Graz dem Ruf als “Weltraumhauptstadt Österreichs” gerecht wird.

 

Bildtext zu Bild "Pressekonferenz":
(v. l. n. r.) Roberto Thym (Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten), Klaus Schilling (Julius-Maximilians-Universität Würzburg), Otto Koudelka (JOANNEUM RESEARCH), Peter Piffl-Percevic (Stadt Graz), Otto Koudelka (JOANNEUM RESEARCH), Mazlan Othman (Büro für Weltraumfragen der Vereinten Nationen), Chris de Cooker (European Space Agency), Sir Martin Sweeting (Surrey Ltd., UK).