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Woran muss sich die Forschung beweisen?

Wolfgang Polt vertrat JOANNEUM RESEARCH beim "club reserach"

"Unser Geld wirksam einsetzen" lautet der Slogan zur laufenden Reform des Haushaltswesens in Österreich. Der Einsatz öffentlicher Mittel soll an messbare Wirkungen gebunden werden: "Wirkungsorientierung" heißt die Devise. Was aber bedeutet das für Wissenschaft und Forschung und ihre Finanzierung? Gerät die Grundlagenforschung ins Hintertreffen, weil ihr Output nicht so leicht messbar ist? Dazu lud Johannes Steiner am 25. November zur Diskussion in den "club research" mit Silvia Janik (BMF), Wolfgang Polt (JOANNEUM RESEARCH), Peter Riedler (AVL List) und Renée Schroeder (Uni Wien).

Polt verwies in seinem Vortrag darauf, daß Wirkungsorientierung eine sehr berechtigte Anforderung an staatliches Handeln ist, daß dabei aber immer wieder Verengungen und mechanisches Herangehen zu beobachten seien, was er an internationalen Beispielen erläuterte. In einem verständigen Umgang der Politik mit solchen Wirkungsanalysen

• dürfen Indikatoren nicht unter zu großem Informationsverlust zu ‚synthetischen Indikatoren‘ (wie etwa im European Innovation Scoreboard) reduziert werden

• sie nicht direkt handlungsleitend interpretiert werden (sondern nur im Kontext mit anderer – vorwiegend qualitativer – Information)

• und die Verbindung zwischen Input (etwa F&E-Ausgaben) und Output (etwa Publikationen und Patente) nicht mechanisch in Finanzierungsmodelle von Forschung eingehen 

Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß die in den nächsten Jahren anstehende Implementierung der österreichischen Haushaltsrechtsreform im Bereich der Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik diese Fehler vermeidet.

Bildtext:

v.l.n.r.: Peter Riedler (AVL List), Silvia Janik (BMF), Johannes Steiner (jost.con.sult - Kommunikationsbüro), Renée Schroeder (Uni Wien) und Wolfgang Polt (Joanneum Research).

Fotocredit: doppio espresso/APA-Fotoservice/Hautzinger