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PyzoFlex - Details

Heute wird kaum ein elektronisches Gerät am Markt vorgestellt, welches nicht über ein berührungsempfindliches Interface (Touchscreen/Touchpad) verfügt. Viele dieser für den Consumer-Markt entwickelten Touchscreens sind derzeit aber meist nur für kleinere Formate (z.B. für Smartphones) realisiert und reagieren nicht auf den Druck der Berührung. Durch den Aspekt der Drucksensitivität ergeben sich völlig neue Möglichkeiten der Informationsübermittlung, da neben der Position des Fingers bzw. Eingabestiftes auch der Druck der Berührung für die Interaktion verwendet werden kann.

Weitere Vorteile der in ECO-touch entwickelten Technologie liegen in der Energieeffizienz und der kostengünstigen Herstellung. Durch den piezoelektrischen Effekt (Piezogeneratoren) wird bei jeder Berührung aktiv Energie generiert und kann somit rückgewonnen werden (Energy Harvesting). Zudem lassen sich beliebig flexible (biegsame) Oberflächen durch Verwendung von Siebdruck mit den neuen Sensoren ausstatten und werden damit „interaktiv“, lassen sich also für verschiedenste Eingabeformen nutzen. Durch die Verwendung von speziellen Materialien können die Sensoren auch annähernd transparent hergestellt werden, sodass Sie auch in Kombination mit OLED bzw. LCD Bildschirmen verwendet werden können. Darüber hinaus ist die flexible, biegbare PyzoFlex®-Sensortechnologie auch als Eingabemedium für die gerade aufkommenden flexiblen Displays (z.B. in Smartphones, E-Book-Readern, etc.) interessant.

Bisherige Touchscreens, bekannt aus mobilen Geräten wie dem iPhone, erlauben zwar eine sehr genaue Interaktion mit mehreren Fingern gleichzeitig, jedoch würde die dort verwendete Technologie bei der Nutzung auf größeren Flächen einen beträchtlichen Energieverbrauch verursachen. Außerdem stellt das häufig in gegenwärtigen Touchscreens verwendete ITO (Indiumzinnoxid) eine endliche und deshalb teure Ressource dar. Deshalb ist trotz der hohen Marktpotenziale eine Verwendung der bisher zur Verfügung stehenden Technologien in großflächigen Eingabeschnittstellen (z.B. Whiteboards) nicht rentabel. Durch die neue PyzoFlex®-Technologie sind diese Probleme Vergangenheit: sie benötigt kein Indium und ist durch die Verwendung des Siebdruck-Verfahrens kostengünstig und zudem großflächig herstellbar.

Die neuartige Technologie und das dafür notwendige Material wurden von JOANNEUM RESEARCH über Jahre speziell für ein Druckverfahren weiterentwickelt und optimiert.  Das Media Interaction Lab der FH Oberösterreich in Hagenberg liefert die Ansteuerung in Form von Hard- und Software: es entwickelte eine elektronische Ausleseeinheit für die Sensoren sowie die Software zur Datenauswertung, die rohe Sensorsignale erst in Touch-Informationen für das Bedienelement und spätere Anwendungen umwandelt. Die Firma KEBA AG zeichnet sich für die Einbettung der Technologie in entsprechende Anwendungsszenarien der Wirtschaft verantwortlich.

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