Pyzotex

PyzoTex

Gendergerechtes textiles Mensch-Maschine Interface für die Detektion unterschiedlicher Parameter wie Druck, Temperatur oder Feuchtigkeit

Mit Sensorfunktionen versehene Textilien haben eine zunehmende technologische und industrielle Bedeutung (z.B im Medizin- und Pflegebereich, sowie zum Monitoring von Vitalfunktionen im Sport- und Extrembereich) und sind damit auch ein wachsendes Forschungsfeld. Dies stellt aber nicht nur eine rein technische Herausforderung dar, sondern beinhaltet auch, mögliche unterschiedliche Anforderungen von Männern und Frauen oder älteren und jungen Personen an Sensortextilien zu berücksichtigen. Diese Unterschiede basierend auf Geschlecht oder Alter wurden in der Vergangenheit kaum von Technologieentwickler/innen berücksichtigt, sind jedoch entscheidend für die Brauchbarkeit und Akzeptanz der auf diesen Technologien basierenden Produkte und sollen in diesem Projekt in den Vordergrund rücken.

Projekt Ziel

Das Ziel wird daher unter Berücksichtigung von zwei Aspekten verfolgt:

  1. Im geplanten Projekt soll eine Auswahl bei JOANNEUM RESEARCH verfügbarer Sensortechnologien mit textilen Substraten kombiniert werden. Zu diesen Technologien zählen Pyro- und Piezosensoren auf der Basis ferroelektrischer Polymere aus der PVDF-Klasse zur Detektion von Druck und Temperaturänderungen oder Indikatorfarbstoffe, welche ihre Farbe oder Fluoreszenz bei Reaktion mit verschiedensten chemischen oder biologischen Verbindungen ändern.
  2. Darüber hinaus sollen Feuchtesensoren basierend auf elektrogesponnenen Nanofasern untersucht werden.
Gender Aspekt

Andererseits sollen im Projekt Untersuchungen über Unterschiede in der Mensch-Maschine-Interaktion in Bezug auf das Geschlecht oder das Alter vorgenommen werden, um das Design möglicher Produkte auf die unterschiedlichen Anforderungen abstimmen zu können. Die Hautoberfläche ist die Schnittstelle zwischen Mensch und Textil. Die Haut von Frauen und Männern unterscheidet sich nicht nur in Aufbau und Zusammensetzung, sondern auch in ihren sensorischen Funktionen. Um aufbauend auf physikalischen Messwerten der textilen Sensorik eine korrekte Dateninterpretation und damit in der Folge Funktionalität der intelligenten Textilien zu erreichen, ist es notwendig, die Unterschiede sowohl der aktiven Funktionen der Haut (z.B. Temperaturregulation, Schweißsekretion) als auch der rezeptorischen Funktionen und Wahrnehmung (z.B. haptische und thermische Sensorik, thermischer Komfort) geschlechtsspezifisch adäquat zu berücksichtigen bzw. zu modellieren.

Förder- Geber
Facts
Projektlaufzeit:

Juli 2013 bis Juni 2015

Projektbudget:

€ 374.922.-