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Wachsende Ungleichheit liegt nicht an zunehmender Digitalisierung

Wie sich die zunehmende Digitalisierung auf die Faktoren Verteilung und Beschäftigung auswirkt, weist eine neue Studie von POLICIES, dem Institut für Wirtschafts- und Innovationsforschung der JOANNEUM RESEARCH, und dem WU-Verteilungsinstitut INEQ aus. Die Studie wurde von der MA 23 der Stadt Wien (Wirtschaft, Arbeit und Statistik), dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie sowie der Arbeiterkammer Wien in Auftrag gegeben. Präsentiert wurden die Ergebnisse über den Zusammenhang zwischen Innovation und Einkommensverteilung in Österreich nun in Wien.

Das Studienteam von links: Maximilian Unger, MSc (JR POLICIES), POLICIES-Direktor Mag. Wolfgang Polt, Stella Zilian, MA (INEQ-WU Wien), Univ.-Prof. Dr. Wilfried Altzinger (INEQ-WU Wien), Timon Scheuer, BA BSc MA (KFU Graz)
POLICIES-Direktor Mag. Wolfgang Polt präsentiert die Studie.

Fragen der ökonomischen Wirkungen des technischen Wandels sind in den letzten Jahren wieder sehr stark ins Zentrum der ökonomischen und politischen Diskussion gerückt. Dies gilt insbesondere für (wieder)aufgekommene Befürchtungen, dass der technologische Wandel zum einen die Arbeitskräftenachfrage dauerhaft reduzieren und so zu („technologischer“) Arbeitslosigkeit führen könnte; zum anderen aber auch zur zunehmenden Ungleichheit der Einkommen (personelle Einkommens­verteilung) und der Verteilung zwischen Arbeits- und Kapitaleinkommen (funktionale Einkommensverteilung) beitragen könnte.

Studienleiter Mag. Wolfgang Polt, Direktor von POLICIES, zweifelt, dass die digitale Revolution bereits in Gang ist: „Unsere Studie bestätigt die in der jüngeren Vergangenheit vorgebrachten Befürchtungen nicht, dass der technologische Wandel zur steigenden Arbeitslosigkeit sowie zur wachsenden Ungleichheit der Einkommen beitragen könnte. Im Gegenteil scheinen die Technologievariablen positiv auf Beschäftigung und Verteilung zu wirken. Die Gründe für steigende Arbeitslosigkeit und wachsende Ungleichheit liegen zumindest für die betrachtete Periode offenbar in anderen Faktoren. Auf der Basis dieser Studie ist natürlich kein Urteil über die künftig möglichen Effekte des technologischen Wandels möglich. Diese mögen tatsächlich – wie an Einzelfällen der Anwendung von künstlicher Intelligenz, Robotik und Automation durchaus beschreibbar – in der Zukunft zu einem neuen Produktivitätsschub führen. Unser Befund deutet aber darauf hin, dass die Gesellschaft noch Gelegenheit hat, sich auf einen solchen Umbruch einzustellen.

Zur Studie

 

Kontakt:
Mag. Wolfgang Polt

Tel. +43 1 581 75 20-2822

E-Mail: wolfgang.polt@joanneum.at