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Wissenschaftliche Publikation

Ergebnisse der Gleichstellungserhebung 2018 in der außeruniversitären naturwissenschaftlich-technischen Forschung in Österreich

Abstract:

Der vorliegende Bericht zur Gleichstellungserhebung in der außeruniversitären naturwissenschaftlich-technischen Forschung in Österreich umfasst zwei Teile. Der erste Teil fasst die aktuellen Monitoringdaten zur Partizipation von Frauen in den außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Jahr 2017 zusammen. Der zweite Teil beschäftigt sich mit dem Thema Führung in Teilzeit in außeruniversitären Forschungseinrichtungen und beleuchtet die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen aus Sicht der Forschungseinrichtungen als auch der Führungskräfte und Mitarbeiter/innen.Die im Rahmen der Gleichstellungserhebung erhobenen Monitoringdaten zur Partizipation von Wissenschaftler/innen in der außeruniversitären naturwissenschaftlich-technischen Forschung geben Aufschluss über die Entwicklung von Gleichstellung in diesem F&E-Teilsektor. Die Gleichstellungserhebung trägt daher im Sinne eines Monitorings auch dazu bei, eine kontinuierliche und evidenzbasierte Auseinandersetzung mit dem Thema Gleichstellung zu unterstützen und damit die Aufmerksamkeit für dieses Thema zu erhöhen. Die Gleichstellungserhebung baut auf dem FEMtech-Gender Booklet auf: Dieses hat Daten zur Beschäftigung von Wissenschaftler/innen in der außeruniversitären Forschung zwischen 2003 und 2008 auf einer jährlichen Basis erhoben und im Zeitverlauf verglichen und interpretiert. Seit 2014 wird die Datenerhebung im Rahmen der Gleichstellungserhebung fortgeführt und Daten zur Beschäftigung von Wissenschaftler/innen und zum Status quo von Gleichstellung in der außeruniversitären Forschung erhoben. Die regelmäßige Durchführung der Gleichstellungserhebung in der außeruniversitären naturwissenschaftlich-technischen Forschung ermöglicht Fortschritte sowie Stagnationsprozesse zu erkennen und bietet den Stakeholdern die Möglichkeit ihre Strategien und Aktivitäten zur Förderung von Gleichstellung anhand empirischer Daten zu reflektieren und zu bewerten.Die Gleichstellungserhebung 2018 sammelt und analysiert einerseits organisationale Daten zu den Geschlechterverhältnissen in der außeruniversitären naturwissenschaftlich-technischen Forschung und schreibt die Daten der vorangegangenen Erhebungen fort. Die qualitative Untersuchung zum Thema Führung in Teilzeit nimmt die Ergebnisse der Gleichstellungserhebung 2016 auf. Denn der Anteil an Personen, die höhere Führungsfunktionen in Teilzeit ausgeübt haben, belief sich auf rund 24%, wobei gegenüber 2014 und 2008 deutliche Steigerungen zu beobachten waren. Gleichzeitig konnte auch eine kontinuierliche Zunahme des Teilzeitanteils unter allen wissenschaftlichen Beschäftigten in der außeruniversitären naturwissenschaftlich-technischen Forschung beobachtet werden. Diese Ergebnisse haben Fragen aufgeworfen, was Führung in Teilzeit genau bedeutet, unter welchen Rahmenbedingungen dies möglich ist und welche Vorteile bzw. Nachteile und Herausforderungen und Chancen damit verbunden sind. Zusätzlich zur Untersuchung in den außeruniversitären naturwissenschaftlich-technischen Forschungseinrichtungen wurden auch Erfahrungen bei der Umsetzung von Führung in Teilzeit von Unternehmen in wissensintensiven Branchen gesammelt. Aus dem Vergleich werden nicht nur Rückschlüsse über den Status quo von Führung in Teilzeit in der außeruniversitären Forschung gezogen, sondern auch Handlungsempfehlungen abgeleitet. Die Untersuchung zum Thema Führung in Teilzeit ist an Methoden qualitativer Sozialforschung orientiert und analysiert die Rahmenbedingungen von Führung in Teilzeit in einer vergleichenden Perspektive.

Auf Basis der Ergebnisse der Gleichstellungserhebung 2018 werden in einem abschließenden Kapitel Schlussfolgerungen insbesondere in Hinblick auf Teilzeit und Führung in Teilzeit bei der Förderung von Gleichstellung in der außeruniversitären naturwissenschaftlich-technischen Forschung in Österreich abgeleitet

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