{"id":6839,"date":"2024-11-20T12:36:56","date_gmt":"2024-11-20T11:36:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.joanneum.at\/policies\/?p=6839"},"modified":"2024-11-20T12:55:40","modified_gmt":"2024-11-20T11:55:40","slug":"ki-gestuetztes-bodenkartierungstool-zur-ressourcenschonung-von-boden-und-wasser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.joanneum.at\/policies\/ki-gestuetztes-bodenkartierungstool-zur-ressourcenschonung-von-boden-und-wasser\/","title":{"rendered":"KI-gest\u00fctztes Bodenkartierungstool zur Ressourcenschonung von Boden und Wasser"},"content":{"rendered":"<p>Im Zentrum der Forschung steht die detaillierte Analyse landwirtschaftlicher Fl\u00e4chen, erm\u00f6glicht durch Satellitendaten (Sentinel 2) mit einer Aufl\u00f6sung von 10 x 10 Metern. \u201eDurch den Einsatz mehrj\u00e4hriger Datens\u00e4tze und die Ber\u00fccksichtigung spezifischer Wachstumsperioden schaffen wir eine bislang unerreichte Pr\u00e4zision bei der Erstellung von Managementzonenkarten\u201c, erkl\u00e4rt Hermann Katz. Mit einem eigens entwickelten Algorithmus werden Bodenparameter wie N\u00e4hrstoffgehalt und Wasserverf\u00fcgbarkeit pr\u00e4zise erfasst und als homogene Zonen dargestellt. Diese Daten erm\u00f6glichen es Landwirten, ihre Felder gezielt und effizient zu bewirtschaften.<\/p>\n<h4><strong>L\u00f6sungen f\u00fcr Randzonen und Bodenproben<\/strong><\/h4>\n<p>Ein weiterer technologischer Meilenstein vom Institut POLICIES ist die Behebung von Randzoneneffekten, die bei der Analyse von Fernerkundungsdaten auftreten. Fehlerhafte Kacheln, die oft 10 x 10 Meter umfassen, werden durch einen speziellen Algorithmus gegl\u00e4ttet, wodurch die Felder bis zum Rand effektiv genutzt werden k\u00f6nnen. Besonders in der kleinteiligen steirischen Landwirtschaft zeigt sich hier ein erheblicher Vorteil. Zudem erm\u00f6glicht das Tool die Ermittlung repr\u00e4sentativer Punkte f\u00fcr Bodenproben, was eine ressourcenschonende Bewirtschaftung zus\u00e4tzlich unterst\u00fctzt.<\/p>\n<h4><strong>Digitalisierung im Fokus<\/strong><\/h4>\n<p>Das neue KI-Tool ist nahtlos in das MR AgrarPortal integriert, das von JOANNEUM RESEARCH in Zusammenarbeit mit dem Land Steiermark entwickelt wurde. \u201eDas MR AgrarPortal dient als digitale Ackerschlagkartei und erm\u00f6glicht eine effiziente Datenverarbeitung und -auswertung. Mit der Einbettung des KI-Tools wird es zur zentralen Datendrehscheibe f\u00fcr die Landwirtschaft in der Steiermark\u201c, betont Katz. Die Berechnungen erfolgen im Hintergrund, und die Ergebnisse stehen den Landwirten als Shape-Datei zur Verf\u00fcgung. K\u00fcnftig sollen auch Anwendungen wie Aussaaten mit Agrardrohnen oder RTK-Signaldienste das Angebot erweitern.<\/p>\n<h4><strong>Ressourcenschonung durch Pr\u00e4zision<\/strong><\/h4>\n<p>Das Bodenkartierungstool \u00fcberzeugt vor allem durch die Optimierung der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung in 3 zentralen Bereichen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Managementzonenkarten:<\/strong> Optimierte Feldsegmente f\u00fcr pr\u00e4zise Aussaat und D\u00fcngung.<\/li>\n<li><strong>Randzonengl\u00e4ttung:<\/strong> Maximale Nutzung der gesamten Anbaufl\u00e4che.<\/li>\n<li><strong>Bodenprobenanalyse:<\/strong> Verl\u00e4ssliche Datenbasis f\u00fcr nachhaltige Entscheidungen.<\/li>\n<\/ul>\n<h4><strong>Nachhaltigkeit und Effizienz vereint<\/strong><\/h4>\n<p>\u201eMit diesem digitalen Werkzeug geben wir den Landwirten ein effektives Mittel an die Hand, um Zeit, Geld und Ressourcen zu sparen\u201c, erkl\u00e4rt Agrarlandesr\u00e4tin <strong>Simone Schmiedtbauer<\/strong>. Die Entwicklung unterstreicht den hohen Stellenwert von Digitalisierung und Nachhaltigkeit in der steirischen Landwirtschaft.<\/p>\n<p>Die Beteiligung des Instituts POLICIES unterstreicht die Bedeutung der Forschung f\u00fcr praxisnahe L\u00f6sungen. Durch die enge Kooperation mit dem Maschinenring und dem Land Steiermark konnte eine Technologie entwickelt werden, die nicht nur wirtschaftliche, sondern auch \u00f6kologische Vorteile bietet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.mr-agrarportal.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">MR AgrarPortal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.maschinenring.at\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Maschinenring<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Zentrum der Forschung steht die detaillierte Analyse landwirtschaftlicher Fl\u00e4chen, erm\u00f6glicht durch Satellitendaten (Sentinel 2) mit einer Aufl\u00f6sung von 10 x 10 Metern. \u201eDurch den Einsatz mehrj\u00e4hriger Datens\u00e4tze und die Ber\u00fccksichtigung spezifischer Wachstumsperioden schaffen wir eine bislang unerreichte Pr\u00e4zision bei der Erstellung von Managementzonenkarten\u201c, erkl\u00e4rt Hermann Katz. 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