{"id":7116,"date":"2026-10-01T10:53:58","date_gmt":"2026-10-01T08:53:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.joanneum.at\/policies\/?p=7116"},"modified":"2026-10-01T11:01:30","modified_gmt":"2026-10-01T09:01:30","slug":"kaernten-als-modellregion-fuer-resiliente-e-mobilitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.joanneum.at\/policies\/kaernten-als-modellregion-fuer-resiliente-e-mobilitaet\/","title":{"rendered":"K\u00e4rnten als Modellregion f\u00fcr resiliente E-Mobilit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>Mit der zunehmenden E-Mobilit\u00e4t w\u00e4chst auch der Bedarf an Ladeinfrastruktur. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie dieser zus\u00e4tzliche Energiebedarf gedeckt werden kann, ohne die Stromnetze unn\u00f6tig zu belasten und hohe Kosten f\u00fcr deren weiteren Ausbau zu verursachen. Genau hier setzt \u201eShared Charging\u201c an. Ein Konsortium, dem unter anderem <strong>go-e<\/strong>, <strong>JOANNEUM RESEARCH<\/strong>, <strong>K\u00e4rnten Netz<\/strong>, <strong>Kelag<\/strong> und die <strong>Alpen-Adria-Universit\u00e4t Klagenfurt<\/strong> angeh\u00f6ren, arbeitet an innovativen L\u00f6sungen. Ziel ist es, das Laden von Elektroautos und das Stromnetz m\u00f6glichst zu entkoppeln. Lokale Energiesysteme sollen verst\u00e4rkt erneuerbare Energie nutzen und nur bei Bedarf auf das \u00f6ffentliche Netz zur\u00fcckgreifen.<\/p>\n<p>Im Fokus steht die Leistbarkeit der E-Mobilit\u00e4t. Intelligente Ladeinfrastruktur soll dazu beitragen, Mobilit\u00e4t f\u00fcr m\u00f6glichst viele Menschen zu geringen Kosten zu erm\u00f6glichen. Gleichzeitig muss sich die Bereitstellung auch f\u00fcr Betreiber wirtschaftlich rechnen. Arbeitgeberstandorte spielen dabei ebenso eine Rolle wie Einkaufszentren oder Freizeitstandorte.<\/p>\n<h3>Daten f\u00fcr die Mobilit\u00e4t von morgen<\/h3>\n<p>Eine wesentliche Grundlage f\u00fcr die Entwicklung solcher L\u00f6sungen liefern die Daten und Modellierungen von JOANNEUM RESEARCH. Untersucht wird, wo und wann k\u00fcnftig Ladebedarf entsteht. Daf\u00fcr werden unter anderem Bev\u00f6lkerungsdaten, Pendlerstr\u00f6me, Arbeitgeberstandorte und Infrastrukturinformationen miteinander verkn\u00fcpft.<\/p>\n<p>\u201eWir wissen, wo die Menschen wohnen, kennen die Pendlerbeziehungen zwischen den einzelnen Standorten und wissen, wo die Menschen arbeiten\u201c, erkl\u00e4rt <strong>Nicholas Katz von JOANNEUM RESEARCH<\/strong>. Mobilit\u00e4t werde dabei im Zusammenspiel von Wohnen, Arbeiten und Freizeit betrachtet. Daraus l\u00e4sst sich modellieren, wo sich Menschen im Tagesverlauf aufhalten und wie hoch der entsprechende Ladebedarf sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>F\u00fcr <strong>Bart Scholte van Mast, Business Innovation Manager bei go-e in Feldkirchen<\/strong>, bilden diese Daten eine zentrale Planungsgrundlage. Die Modelle verbinden demografische Informationen mit zur\u00fcckgelegten Wegstrecken und dem daraus resultierenden Energiebedarf. So l\u00e4sst sich absch\u00e4tzen, wie viel Energie an unterschiedlichen Standorten zum Laden ben\u00f6tigt wird.<\/p>\n<h3>Wie aus einer Idee ein Innovationsprojekt wurde<\/h3>\n<p>Die Zusammenarbeit zwischen go-e und JOANNEUM RESEARCH begann beim Zukunftstag von JOANNEUM RESEARCH 2024. Dort h\u00f6rte Scholte van Mast einen Vortrag von JOANNEUM-RESEARCH-Forscher <strong>Eric Kirschner<\/strong> zur Verbindung von Demografie und Infrastruktur. Die Inhalte trafen auf Fragestellungen, mit denen sich go-e bereits besch\u00e4ftigte. Aus dem ersten Austausch entwickelte sich eine Projektidee \u2013 neun Monate sp\u00e4ter ein gemeinsames Forschungsprojekt.<\/p>\n<h3>Forschung trifft Wirtschaft<\/h3>\n<p>Gerade diese Verbindung unterschiedlicher Kompetenzen unterstreicht f\u00fcr beide Seiten den Mehrwert der Partnerschaft. go-e erh\u00e4lt Zugang zu bereits vorhandenem Forschungswissen, Daten und Modellen und muss entsprechende Kompetenzen nicht erst selbst aufbauen. Dazu kommen das Netzwerk und die Reputation von JOANNEUM RESEARCH. Forschung wiederum erh\u00e4lt durch die Kooperation mit einem Wirtschaftspartner einen konkreten Anwendungsbezug. \u201eWir fangen nicht bei Null an. Am Ende ist es eine hervorragende Synergie, um schneller zu Produkten zu kommen, um es schneller zum Kunden zu bringen\u201c, betont Bart Scholte van Mast, go-e.<\/p>\n<p>F\u00fcr JOANNEUM RESEARCH liegt ein wesentlicher Reiz des Projekts darin, wissenschaftliche Erkenntnisse unmittelbar in die Praxis zu bringen und gemeinsam mit Unternehmen zu konkreten L\u00f6sungen weiterzuentwickeln. \u201eEs gibt wenig Frustrierenderes, als wenn Forschungsergebnisse am Ende in der Schublade verschwinden. Was wir entwickeln, schafft tats\u00e4chlich einen Mehrwert\u201c, so Nicholas Katz, JOANNEUM RESEARCH.<\/p>\n<h3>Gemeinsam weiterdenken<\/h3>\n<p>Die Kooperation soll \u00fcber das aktuelle Projekt hinausreichen. Beide Projektpartner sehen Potenzial, die entwickelten Ans\u00e4tze weiterzuf\u00fchren und zu skalieren. K\u00e4rnten fungiert dabei als Modellregion, in der bereits viele Daten vorhanden sind. Die zugrunde liegenden Modelle lassen sich jedoch auch auf andere Regionen \u00fcbertragen. Nicholas Katz sieht darin die M\u00f6glichkeit, die Forschung k\u00fcnftig in anderen Bundesl\u00e4ndern oder \u00f6sterreichweit einzusetzen. Auch f\u00fcr go-e f\u00fchren weitere Projektideen in Richtung erneuerbarer Energie in Verbindung mit Infrastruktur f\u00fcr E-Mobilit\u00e4t.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Shared Charging zeigt damit, wie aus einer gemeinsamen Idee ein Innovationsprojekt entsteht und wie Forschung und Wirtschaft voneinander profitieren k\u00f6nnen: JOANNEUM RESEARCH bringt Daten, Modellierungen und wissenschaftliche Analysen ein, go-e den Blick auf technologische Entwicklung und praktische Umsetzung. Von K\u00e4rnten aus entstehen so Ans\u00e4tze f\u00fcr eine leistbare, wirtschaftliche und zukunftsf\u00e4hige E-Mobilit\u00e4t, die k\u00fcnftig auch \u00fcber die Modellregion hinaus Wirkung entfalten k\u00f6nnen.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/go-e.com\/de-at\/ueber-uns\/presse\/neues-forschungsprojekt-shared-charging\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Einfach smart laden: go-e<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der zunehmenden E-Mobilit\u00e4t w\u00e4chst auch der Bedarf an Ladeinfrastruktur. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie dieser zus\u00e4tzliche Energiebedarf gedeckt werden kann, ohne die Stromnetze unn\u00f6tig zu belasten und hohe Kosten f\u00fcr deren weiteren Ausbau zu verursachen. Genau hier setzt \u201eShared Charging\u201c an. 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