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JOANNEUM RESEARCH als Projektpartner im nationalen Leitprojekt MMAssist II


Die Institute DIGITAL und ROBOTICS der JOANNEUM RESEARCH sind Teil des ausgewählten österreichischen Konsortiums, das den Zuschlag für das nationale Leitprojekt im Rahmen der FTI-Initiative der FFG „Produktion der Zukunft“ erhalten hat. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung von Technologien, die den Menschen in der Produktion assistierend unterstützen werden.


27.01.2017


Foto: iStock

Das Forschungsprojekt MMAssist II „Assistenzsysteme im Kontext der Mensch-Maschine-Kooperation“ wird über drei Jahre hinweg mit insgesamt ca. 4 Millionen Euro vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie gefördert. Unter der Leitung von PROFACTOR verfolgt JOANNEUM RESEARCH mit 23 weiteren Projektpartnern aus Forschung & Entwicklung sowie Industrie und Dienstleistungsbereich das gemeinsame Ziel, effiziente Produktionstechnologien zur optimalen Ressourcen- & Rohstoffnutzung zu finden, um eine flexible Produktion zu ermöglichen und somit hochwertige Produkte zu erstellen.

Das Institut DIGITAL wird auf zwei Gebieten ihr fundiertes Know-how einbringen. Ein Schwerpunkt ist die Untersuchung der Leistungsfähigkeit von Sprach-Interaktion mit Maschinen und Robotern im industriellen Umfeld. Der zweite Schwerpunkt liegt in der Erkennung und Modellierung von Assistenzbedürfnissen durch die Messung und Analyse von Humanfaktoren. Diese beinhaltet die Extraktion und Interpretation verhaltensrelevanter Parameter wie Aufmerksamkeit, Emotion, Konzentration, Stress etc.

Das Institut ROBOTICS zeichnet sich für die Analyse von Assistenzaufgaben hinsichtlich Safety (physische Sicherheit) und Security (nichtphysische Sicherheitsaspekte) verantwortlich, um sicherheitskritische Schwachstellen aus theoretischer Sicht frühzeitig erkennen zu können. Zum einen umfasst dies die Entwicklung von Angriffsszenarien auf das Assistenzsystem und die Erarbeitung von Maßnahmen zur Security-technischen Absicherung. Zum anderen arbeitet ROBOTICS an der nachhaltigen Erhöhung der physischen Sicherheit von Mitarbeiter/innen. Als Basis dafür dienen Erkenntnisse aus einer auf Assistenzsystemen ausgerichteten Risikobeurteilung sowie aus anwendungsspezifischen Kraft- und Druckmessungen.

Im Konsortium ist man überzeugt, dass Wege zur Erzeugung von individualisierten Produkten zu marktfähigen Preisen gefunden werden müssen, um globale Wettbewerbsfähigkeit zu beweisen. Anhand von Assistenzsystemen mit kognitiven Eigenschaften soll dieser Spagat zwischen Masse und Individualität geschaffen werden. Das bedeutet einerseits, dass zukünftige Assistenzsysteme monotone und belastende Arbeiten abnehmen und bei der Bewältigung der immer größer werdenden Variantenvielfalt helfen sollen. Andererseits muss vor einer Implementierung klar evaluiert werden, wovor der Mensch berechtigt oder unberechtigt Angst hat und welche Art der Assistenz vom Menschen akzeptiert wird. Die Synergie von Mensch und Maschine ist das zentrale Thema für zukünftige Produktionsumgebungen. MMAssist II beschäftigt sich infolgedessen mit der Erforschung und Entwicklung von Assistenzsystemen für zukunftweisende, auf Menschen fokussierte Arbeitsplätze. Die optimierten Assistenzsysteme werden in weiterer Folge in industriellen Umgebungen experimentell umgesetzt und evaluiert, um Erkenntnisse über die Akzeptanz bzw. dem Benutzererlebnis bei der Verwendung zu erhalten und damit die Verringerung von Arbeitsbelastung und entsprechende Unterstützungsfunktionalität für die Mitarbeiter/innen messbar zu machen.

Das Projekt entstand im Sinne der Industrie 4.0 mit dem Ziel, Österreich durch derartige Forschungen als innovativen und vordenkenden Industriestandort am internationalen Markt zu positionieren. Das hochkarätige Konsortium besteht aus ausgewiesenen wissenschaftlichen Experten im Bereich Mensch-Maschine Kommunikation sowie facettenreichen Projektpartnern aus produzierenden Unternehmen, die es ermöglichen, die Assistenzlösungen unter realen Kontextbedingungen evaluieren zu können.

 

 


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