Ziel der beiden wissenschaftlichen Einrichtungen ist eine strategische Partnerschaft, um Forschung, Lehre und Infrastruktur besser zu verknüpfen. Eine neu geschaffene Brückenprofessur übernimmt dabei die wissenschaftliche Leitung bei ROBOTICS. Die Kooperation stärkt den Forschungsstandort Kärnten und fördert die regionale Wirtschaft.
The Universität Klagenfurt und die JOANNEUM RESEARCH haben ihre Zusammenarbeit in der Robotik-Forschung mit einem Kooperationsvertrag weiter vertieft. Damit setzen 2 starke Kärntner Forschungseinrichtungen ein gemeinsames Zeichen für den Ausbau von Innovation, Ausbildung und regionaler Wertschöpfung.
Im Zentrum der Kooperation stehen gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Bereich Robotik und künstliche Intelligenz. Ziel ist es, Synergien zwischen angewandter Forschung und universitärer Lehre zu nutzen, die einen direkten Nutzen für Studierende, Unternehmen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Kärnten bedeuten.
Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig: „Robotik und künstliche Intelligenz zählen zu den Schlüsseltechnologien unserer Zeit und Kärnten hat das Potenzial, hier eine führende Rolle einzunehmen. Die vertiefte Kooperation zwischen der Universität Klagenfurt und JOANNEUM RESEARCH ist ein starkes Signal für den Forschungsstandort Kärnten und zeigt, wie wirkungsvoll wir unsere Stärkefelder Innovation und Kooperation miteinander verbinden können. Durch die enge Verknüpfung von universitärer Lehre, angewandter Forschung und moderner Infrastruktur – insbesondere am Standort Lakeside Park – steigern wir die internationale Sichtbarkeit Kärntens als Zentrum für Robotik-Exzellenz. Gleichzeitig entstehen neue Chancen für Spin-offs, industrielle Partnerschaften und nachhaltige Wertschöpfung in der Region.“
Zusammenarbeit im Bereich Robotik durch eine neu geschaffene Brückenfunktion
Christian Oswald hat die Leitung des Instituts ROBOTICS bei JOANNEUM RESEARCH inne. Hubert Zangl, Institutsvorstand am Institut für Intelligente Systemtechnologien der Universität Klagenfurt, übernimmt die wissenschaftliche Leitung und schlägt in dieser Rolle die Brücke zur Universität. Im Gegenzug bringen die Expert*innen von ROBOTICS ihre Expertise in die universitäre Lehre ein. Diese gegenseitige Anbindung schafft die Grundlage für ein enges Ineinandergreifen von Forschung, Lehre und Infrastrukturnutzung. Christian Oswald, Wirtschafts- und Maschinenbauingenieur, befasst sich bei Joanneum Research mit der Wirtschaftlichkeit innovativer und experimenteller technischer Lösungen im Bereich flexibler Produktion und bringt dabei Erfahrung sowohl aus dem industriellen als auch aus dem Early-Stage-Umfeld ein. Hubert Zangl ist Professor für Sensor- und Aktortechnik. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit Sensorik und Aktorik in der Robotik, insbesondere mit der physischen Interaktion zwischen Robotern, Objekten und Menschen.
Rund um diese Schlüsselpositionen werden studentische Mitarbeiter*innen und Projektmitarbeiter*innen in gemeinsamen Forschungsprojekten tätig sein. Die Forschungsstrategien beider Partner werden aufeinander abgestimmt, um international sichtbare Kompetenzen zu schaffen und thematische Schwerpunkte gezielt weiterzuentwickeln. Ressourcen können so effizient genutzt werden.
„In der Robotik stehen wir in einem starken internationalen Wettbewerb mit Playern, die in ganz anderen Größenordnungen handeln. Es liegt nun an uns, durch die Kooperation mit Joanneum Research vorhandene Strukturen miteinander zu verknüpfen, damit wir gemeinsam stärker werden. Dafür brauchen wir Infrastruktur – in Form von mittlerweile schon gut ausgebauten Laboren bei JOANNEUM RESEARCH und an der Universität – und Personal. In den letzten Jahren ist es uns gelungen, einen stark nachgefragten Bachelorlehrgang in der Robotik aufzubauen. Nun wollen wir auch mit einem Masterstudiengang einen stärkeren Fokus auf die Robotik legen und unser Angebot sichtbarer machen. Gleichzeitig entstehen durch gemeinsame Projekte attraktive Karrierepfade für Absolvent*innen in Forschung und Industrie – direkt vor Ort in Kärnten“, erklärt Ada Pellert, Rektorin der Universität Klagenfurt.