The LinkCompanion kick-off meeting took place recently. During the meeting, the project partners laid the foundations for their collaboration over the next two years and agreed on the next steps for development, piloting and scientific evaluation. The project manager on behalf of JOANNEUM RESEARCH HEALTH is Stefan Hochwarter.
The project stems from a specific gap in care: around one in five consultations in Austrian primary care has a psychosocial or emotional cause. These include, for example, loneliness or financial pressures. This is where Social Prescribing comes in. The approach complements medical care by connecting patients with suitable non-medical services in their local area, such as counselling centres, organisations or neighbourhood initiatives.
Digital support for link workers
Eine zentrale Rolle übernehmen sogenannte Link Worker. Sie klären gemeinsam mit Patient*innen deren Bedürfnisse und Ziele und vermitteln passende Angebote. In der Praxis ist diese Arbeit jedoch mit erheblichem organisatorischem Aufwand verbunden. Netzwerkaufbau, Kontaktverwaltung und Dokumentation können insbesondere in der Anfangsphase einen großen Teil ihrer Arbeitszeit beanspruchen.
LinkCompanion soll genau hier ansetzen. Die geplante Plattform soll die Zielverfolgung und Betreuungskontinuität unterstützen, regionale Angebote teilautomatisiert erfassen und dokumentieren sowie die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten erleichtern.
Die digitale Unterstützung ist ausdrücklich als Ergänzung zur persönlichen Betreuung gedacht. Bei teilautomatisierten Prozessen bleibt eine menschliche Kontrolle vorgesehen. Dieses Prinzip wird als Human in the Loop bezeichnet: Digitale Systeme unterstützen Arbeitsschritte, Entscheidungen werden jedoch weiterhin von Menschen geprüft oder getroffen.
Entwicklung gemeinsam mit der Praxis
Die Plattform wird gemeinsam mit den späteren Nutzer*innen entwickelt. Link Worker, Mediziner*innen, Patient*innen und Angehörige werden in die Entwicklung und Erprobung einbezogen. Vorgesehen ist ein Pilotbetrieb in drei bis fünf Primärversorgungseinheiten.
Wissenschaftlich kombiniert das Projekt qualitative Methoden wie Workshops und Interviews mit quantitativen Verfahren. Dazu gehören Nutzungsdaten ebenso wie validierte Erhebungsinstrumente, beispielsweise die UCLA-Einsamkeitsskala. Untersucht wird unter anderem, unter welchen organisatorischen, professionellen und technischen Bedingungen sich ein digital unterstütztes Social-Prescribing-Modell dauerhaft in der österreichischen Primärversorgung etablieren lässt.
Auch Fragen der digitalen Teilhabe, des Datenschutzes und unterschiedlicher organisatorischer Voraussetzungen an den beteiligten Standorten werden von Beginn an berücksichtigt.
Nationale und internationale Expertise im Projekt
Wissenschaftlich begleitet wird LinkCompanion von der Alternsforschungsakademie am Haus der Barmherzigkeit und dem Zentrum für Public Health der Medizinischen Universität Wien. Ein Projektbeirat bringt zusätzlich nationale und internationale Perspektiven ein. Vorgesehen ist unter anderem die Zusammenarbeit mit dem Karolinska Institutet in Schweden sowie dem Norwegian Centre for E-health Research.
Von der Pilotlösung zum übertragbaren Modell
Bis September 2028 sollen eine erprobte digitale Companion-Plattform, ein Umsetzungsleitfaden und ein Wissenstransfer-Netzwerk entstehen. Die Erkenntnisse sollen nicht auf die beteiligten Pilotstandorte beschränkt bleiben. Ein zentrales Forschungsziel ist daher die Frage, welche Elemente des Modells auf weitere Regionen und Primärversorgungseinheiten übertragen werden können und welche Anpassungen dafür notwendig sind.
Zum Projekt
Mit Maximilian Schwarz und Ian Langner von Gesundheit Österreich GmbH (GÖG)
LinkCompanion wird von der EU gefördert und im Auftrag der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) im Rahmen des Calls für praxisnahe Anwendungsforschungsprojekte in Primärversorgungsforschungsnetzwerken umgesetzt. Es läuft von Oktober 2026 bis September 2028.