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FORUM JOANNEUM RESEARCH: The future of mobility - Part 1 Automobile

Rund 80 Besucher*innen kamen am 25. 2. in die Zentrale der JOANNEUM RESEARCH in Graz, um sich über aktuelle Entwicklungen, Trends und Herausforderungen im Bereich der Automobilbranche zu informieren und auszutauschen.

Forum Joanneum Research Automobil

Heinz Mayer mit den Vortragenden Stefan Koller (VARTA), Robert Fischer (AVL), Jost Bernasch (Virtual Vehicle) und Gerfried Jungmeier (LIFE) beim FORUM JOANNEUM RESEARCH (v.l.), Foto JOANNEUM RESEARCH/Kubista

Die Automobilbranche stand im Zentrum des 1. Teils der Veranstaltungsreihe FORUM JOANNEUM RESEARCH, der am 25. Februar in Graz über die Bühne ging. In 4 Fachvorträgen beleuchteten Experten die Zukunft der Branche aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. Die Themen reichten vom Transport und der Speicherung von Energie über Software und künstliche Intelligenz bis hin zur Lebenszyklusanalyse.

E-Fuels als Energiespeicher

Energie ist ein wesentlicher Faktor für Mobilität. Für Robert Fischer, CTO Engineering der AVL List Gmbh, ist eine der Herausforderungen auf dem Weg hin zu 100 % grüner Energie der enorme Bedarf an Energie, die nicht nur für die Stromabdeckung verwendet wird, sondern auch in der energieintensiven Industrie benötigt wird. In Österreich gewonnene erneuerbare Energie reiche dazu auch in Zukunft bei Weitem nicht aus. Abhilfe könnten Solarparks in Gegenden mit hoher Sonneneinstrahlung wie Afrika oder Windanlagen in Südamerika schaffen. Doch hier stellt sich die Frage nach dem Transport, bei dem wiederum Energie verloren geht. Fischer ist deshalb überzeugt: „Der Import von erneuerbarer Energie wird in Zukunft hauptsächlich in chemisch gebundener Form erfolgen.“ Die AVL List setzt unter anderem auf die Speicherung von Energie in E-Fuels, die mittels Hochtemperatur-Elektrolyse (SOEC) auf Basis von CO2 und grünem Strom hergestellt werden. Um das Potenzial zu demonstrieren, errichtet die AVL mit Partnern eine entsprechende Forschungsdemoanlage.

Artificial Intelligence (AI)

Jost Bernasch, Geschäftsführer der Virtual Vehicle Research GmbH, betrachtete Mobilität aus dem Blickwinkel der Software und dem Einsatz von künstlicher Intelligenz. Diese führt durch die Kombination verschiedener Sensoren zu einer präziseren Wahrnehmung, ermöglicht eine schnellere Entscheidungsfindung. Deep Learning ermöglicht es, Fortschritte durch neuronale Netze für intelligente Systeme zu nutzen. Bernasch sieht die Software als Schlüsselindikator zukünftiger technologischer Entwicklungen und ist davon überzeugt, dass in zehn Jahren vollautonome, vernetzte Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sind und die Verkehrsnetze smart und dynamisch gesteuert werden. Derzeit würden die strengen Regulierungen in Europa allerdings autonomes Fahren verhindern. „Bei diesem Thema haben wir die Führungsrolle eindeutig an die USA abgegeben. Europa darf diese Entwicklungen nicht den anderen Kontinenten überlassen“, so sein Appell.

Reichweite von E-Fahrzeugen

Knackpunkt in der Elektromobilität ist nach wie vor die Reichweite von Elektrofahrzeugen. Stefan Koller, Managing Director der VARTA Innovation GmbH, gab Einblicke in die neuesten Entwicklungen in der Batteriezellenforschung: Die Reichweite hänge von der Energiedichte einer Batterie ab und die lasse sich nicht beliebig erhöhen. Heute gebräuchliche Lithium-Ionen-Batterien gibt es seit den 1990er Jahren. Bei VARTA setzt man nun auf neue Materialien: In einer Feldstudie wurde der Einsatz von Silizium in Knopfbatterien getestet. Koller sieht darin großes Potenzial: „Wir haben eine Verbesserung der Energiedichte um 25% erreicht und gehen davon aus, dass noch mehr möglich sein wird.“

Lebenszyklusanalyse

Gerfried Jungmeier von JOANNEUM RESEARCH LIFE stellte das Konzept der dynamischen Lebenszyklusanalyse vor, die das Klimaneutralitäts- und Kreislaufwirtschaftspotenzial von Produkten und Dienstleistungen bewertet. Schlüsselfaktoren dabei sind Treibhausgasemissionen und Primärenergie. Dabei wird der gesamte Lebenszyklus betrachtet (Produktion, Betrieb, Ende).  100% „klimaneutral“ und „zirkulär“ könne nur etwas sein, bei dem ausschließlich wiederverwendete Komponenten, recyceltes Material und erneuerbare Energie Verwendung finden und kein Abfall und keine Treibhausgasemissionen anfallen, so Jungmeier. Dies sei nur in Kombination mit Systemen zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (Carbon Capture & Storage, CCS) erreichbar. Jungmeier ist überzeugt: „Klimaneutralität und Kreislaufwirtschaft sind visionär auf lange Sicht zu sehen, aber wir wissen wohin wir wollen. Es gilt nun die vorhandenen Technologien so zu nutzen, dass sie maximalen Nutzen stiften und neue Produkte zu entwickeln, die es ermöglichen, in die richtige Richtung zu gehen.“

 

Heinz Mayer, Direktor der JOANNEUM RESEARCH, führte durch die Veranstaltung und die anschließende Diskussion in der die Rahmenbedingungen für Industrie, Forschung, Innovationen und Investoren in Europa thematisiert wurden.

 


The lectures

Prof. Dr. Robert Fischer, CTO Engineering, AVL List GmbH: Lösungsansatz auf dem Weg zu 100% grüner Energie: Aktuelle und zukünftige Herausforderungen auf dem Weg zur grünen und digitalen Transformation

Dr. Jost Bernasch,  Geschäftsführer, Virtual Vehicle Research GmbH: Software trifft Mobility – Künstliche Intelligenz und Automatisierung als Gamechanger

DI Dr. Stefan Koller, Managing Director VARTA Innovation GmbH: Aktuelle Trends in der Zellforschung

DI Dr. Gerfried Jungmeier, LIFE Forschungsgruppe Klimaneutrale Energiesysteme und Lebensstile: Klimaneutralität und Kreislauffähigkeit – Herausforderungen und Lösungen fürs Automobil

 


The FORUM JOANNEUM ist eine Veranstaltungsreihe der JOANNEUM RESEARCH. Gemeinsam möchten wir Impulse setzen, um den Dialog zwischen Forschung und Industrie weiter zu fördern, und die Zukunft der Mobilität aktiv mitzugestalten.

 

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