Unsere Institute MATERIALS, DIGITAL und ROBOTICS präsentieren auf der EBSCON 2026 Kompetenzen an der Schnittstelle von neuromorphem Computing, intelligenter Sensorik und Robotik und zeigen, wie neue Ansätze der Informationsverarbeitung zukünftige intelligente Systeme effizienter und reaktionsfähiger machen können.
Neuromorphic Computing: Daten dort verarbeiten, wo sie entstehen
Mit der zunehmenden Vernetzung von Sensoren und intelligenten Systemen wächst auch die Menge der kontinuierlich erzeugten Daten. Gerade in Smart Factories und robotischen Anwendungen stellt sich daher eine zentrale Frage: Müssen tatsächlich sämtliche Sensordaten permanent übertragen und verarbeitet werden? Hier setzt Neuromorphic Computing an. Im Unterschied zu klassischen Architekturen können neuromorphe Ansätze ereignisgetrieben arbeiten: Statt kontinuierlich alle verfügbaren Sensordaten zu verarbeiten, reagiert das System vor allem dann, wenn relevante Veränderungen auftreten. Verarbeitung und Speicher können dabei näher an den Sensor beziehungsweise direkt an das Edge Device rücken. Dadurch lassen sich Datenbewegungen reduzieren und Voraussetzungen für einen niedrigeren Energieverbrauch, geringe Latenzen und schnelle Reaktionen in Echtzeit schaffen. Auch lokales und adaptives Lernen eröffnet interessante Möglichkeiten für Smart Sensing und Robotik.
Die Verbindung der Kompetenzen von MATERIALS, DIGITAL und ROBOTICS ermöglicht es JOANNEUM RESEARCH, diese Fragestellungen aus unterschiedlichen Perspektiven zu adressieren – von Materialien und Sensorik über Datenverarbeitung und künstliche Intelligenz bis hin zur Anwendung in intelligenten robotischen Systemen.
Forschung erleben und ins Gespräch kommen
Ulrich Trog (Direktor Institut MATERIALS) wird bei einer kurzen Vorstellung dieses Themas die Besucher*innen in den Ansatz des neuromorphen Ansatzes mitnehmen.
Networking und der Austausch zwischen Forschung und Wirtschaft sind zentrale Bestandteile der EBSCON. Neben Plenary Sessions und Workshops bietet die Veranstaltung gezielte B2B- und 1:1-Meetings und bringt Unternehmen, Forschungseinrichtungen sowie Vertreter der öffentlichen Hand zusammen.
Veranstalter: Silicon Alps Cluster